05.12.2009, 14:19
Partnerschaft ist sicher nicht, dass einer anschafft und alle anderen zu gehorchen haben.
Das wäre einfach Hierarchie, Über- Unterordnungsverhältnis, Hegemonialherrschaft ... Nun mag man einwenden, dass die NATO eine militärische Organisation ist, und deshalb nach militärisch hierarchischen Organisationskriterien strukturiert - aber das ändert nichts daran, dass politische Grundsatzentscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen.
Das gilt genauso für die Frage der politischen Strategie und die Folge "Truppenaufstorckung" wie auch für den Abzugstermin, der aus rein innenpolitischen Erwägungen in den USA festgelegt wurde - und mit der Situation in Afghanistan nichts zu tun hat.
Politische Grundsatzentscheidungen müssen auch in einem Verteidigungsbündnis gemeinsam getroffen und dann auch gemeinsam getragen werden - oder derjenige, der die Entscheidung ohne die anderen trifft, muss die Folgen alleine tragen.
Wer das nicht akzeptiert hat falsche Vorstellungen von Partnerschaft.
edit:
Der Kommentator der Süddeutschen hat in mehrfacher Hinsicht recht, wenn er schreibt:
Das wäre einfach Hierarchie, Über- Unterordnungsverhältnis, Hegemonialherrschaft ... Nun mag man einwenden, dass die NATO eine militärische Organisation ist, und deshalb nach militärisch hierarchischen Organisationskriterien strukturiert - aber das ändert nichts daran, dass politische Grundsatzentscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen.
Das gilt genauso für die Frage der politischen Strategie und die Folge "Truppenaufstorckung" wie auch für den Abzugstermin, der aus rein innenpolitischen Erwägungen in den USA festgelegt wurde - und mit der Situation in Afghanistan nichts zu tun hat.
Politische Grundsatzentscheidungen müssen auch in einem Verteidigungsbündnis gemeinsam getroffen und dann auch gemeinsam getragen werden - oder derjenige, der die Entscheidung ohne die anderen trifft, muss die Folgen alleine tragen.
Wer das nicht akzeptiert hat falsche Vorstellungen von Partnerschaft.
edit:
Der Kommentator der Süddeutschen hat in mehrfacher Hinsicht recht, wenn er schreibt:
Zitat:...
Soldaten in einen Krieg zu schicken, muss in einer Demokratie sehr gut begründet werden. Ein Verweis auf die amerikanische Strategie reicht da bei weitem nicht.
....
Wenn Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Afghanistan-Konferenz zur großen Strategiedebatte machen will, gehört auch Obamas neuer Afghanistan-Plan auf den Prüfstand. Es wird Zeit, dass die Europäer mal den Mut aufbringen, Fragen zu stellen. Sonst folgen sie den USA ins Ungewisse. Oder, andere Alternative, sie ziehen einfach ab.
(SZ vom 05.12.2009/bica)