31.05.2008, 08:30
Zitat:SPD-Politikerin durfte in Istanbul keinen Wein trinken
Der Istanbul-Besuch von 14 Berliner SPD-Politikerinnen hat in der Türkei hohe politische Wellen geschlagen. Nachdem der türkischstämmigen Abgeordneten Dilek Kolat in einem Hotel mit Hinweis auf ihre Herkunft ein Glas Wein verwehrt wurde, hat sich inzwischen Ministerpräsident Tayyip Erdogan eingeschaltet.
Auf europäische Probleme ungewöhnlicher Art ist die Berliner SPD-Abgeordnete Dilek Kolat gestoßen. Die türkischstämmige Politikerin war mit 13 anderen, im sogenannten Branitzer Kreis zusammengeschlossenen Frauen der Berliner SPD-Fraktion zu einem dreitägigen Aufenthalt in die türkische Metropole Istanbul gereist. Am letzten Tag hatten sie auf der Dachterrasse eines Hotels einen Tisch reserviert. Alle 14 Frauen bestellten Wein, der allein Dilek Kolat vom Geschäftsführer des Hotels verweigert wurde. Als Begründung führte die Hotelleitung an, dass Alkohol nur an Touristen ausgeschenkt werde. Ein Kellner hatte jedoch gehört, wie die Politikerin Türkisch sprach. Auch der Hinweis Kolats, dass sie Deutsche sei, konnte den Geschäftsführer nicht umstimmen. Alle Frauen ließen daraufhin den Wein zurückgehen und verließen das Hotel.
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/berlin/article2051676/SPD-Politikerin_durfte_in_Istanbul_keinen_Wein_trinken_.html">http://www.welt.de/berlin/article205167 ... nken_.html</a><!-- m -->
Zitat:Religionsamt warnt Frauen vor Parfüm und Deo
Ein Benimm-Leitfaden der türkischen Religionsbehörde enthüllt das staatliche Frauenbild. Unter anderem heißt es darin, Frauen sollten in der Öffentlichkeit kein Parfüm benutzen und Kontakte mit fremden Männern vermeiden. Ganz besonders skurril ist, was in dem Leitfaden als "Ehebruch" bezeichnet wird.
Foto: DPADass Frauen Parfüm benuzen, findet die türkische Religionsbehörde nicht empfehlenswert
Religion und Staat, so heißt es, seien in der Türkei getrennt. Ganz stimmt das nicht – zwar soll die Religion dem Staat nicht in die Quere kommen, umgekehrt jedoch diktiert der Staat, was Religion zu sein hat. Konkreter Ausdruck dessen ist die Religionsbehörde Diyanet. Ihr sind alle Moscheen des Landes unterstellt, und alle Vorbeter und Imame sind ihre Angestellten. Was muslimisch ist, entscheidet Diyanet.
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/politik/article2042899/Religionsamt_warnt_Frauen_vor_Parfuem_und_Deo.html">http://www.welt.de/politik/article20428 ... d_Deo.html</a><!-- m -->