29.10.2007, 00:37
Zitat: In den Bemühungen um eine friedliche Lösung der PKK-Krise im Nordirak fühlt sich die Türkei vom Nachbarn Irak und dem Westen im Stich gelassen. Gespräche zwischen der türkischen und der irakischen Regierung über eine Eindämmung der PKK-Aktivitäten im Norden Iraks endeten am Wochenende ohne Ergebnis. Gleichzeitig wurde beim türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und in der Öffentlichkeit scharfe Kritik an der Haltung von Europäern und Amerikanern gegenüber der PKK laut. Regierung und Militärs in Ankara bleiben zwar dabei, dass ein groß angelegter türkischer Einmarsch nach Nordirak erst nach Erdogans Treffen mit US-Präsident George Bush am 5. November beginnen soll. Die Chancen, dass bis dahin entscheidende Schritte gegen die PKK unternommen werden könnten, sinken jedoch mit jedem Tag. Inzwischen soll der Aufmarsch der türkischen Armee an der Grenze abgeschlossen sein...
...Nicht nur die Iraker tun aus türkischer Sicht zu wenig, um der PKK das Leben schwer zu machen. Regierungschef Erdogan beklagte, auch Europa mache keine gute Figur. Die EU habe die PKK zwar als Terrororganisation eingestuft, doch sei bisher noch kein einziger PKK-Aktivist an die Türkei ausgeliefert worden. Erdogan bezog sich vor allem auf den Fall des PKK-Schatzmeisters Riza Altun, der im Sommer ungehindert von Frankreich über Österreich nach Nordirak reisen konnte.
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