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(Gestern, 01:28)Milspec_1967 schrieb: Ganz klar, da ist keine Planung mehr offen, die Werft Zeiten vermutlich bereits ab spätestens Q4/2026 sind wohl schon reserviert... Sub unternehmen Römer ebenfalls bereits mit Bau Sub Vor Vertrag versehen.
Das macht man nicht, wenn noch etwas erst im Design geplant werden muss.... Da steht fest, was gebaut wird!
Man erinnere sich an F-126:
Bis zur Bekanntgabe des Wettbewerb Gewinn durch und Auftrag an DAMEN, gab es NULL Zeichnungen oder Modelle von dessen Angebot.
Die bis dahin herum geisternde Konzept Zeichnung des BaainBW hatte NULL Ähnlichkeit.. Und vom abgelehnten Konkurrenz Produkt von GNY wissen wir bis heute auch nichts bildhaftes.
Ich vermute daher, dass das bei der Marine System hat, und die Verschwiegenheit bis ultiimo Teil des Verfahrens ist...
Auch um äußere Einflussnahme durch "Besserwisser" wie zB. uns erst gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.
Kann ich dir nur zustimmen, da sind wir das Gegenteil zu so manchem anderen Westlichen land Hust hust GB, US, AUS, CAN.
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(Gestern, 14:36)roomsim schrieb: Kann ich dir nur zustimmen, da sind wir das Gegenteil zu so manchem anderen Westlichen land Hust hust GB, US, AUS, CAN.
Stimmt, in diesem Fall gibt man sich auf politischer Ebene nicht mal die Mühe zu kaschieren, dass es hier nur um die Befriedigung von Partikularinteressen geht.
Bei der A-200 hat garantiert noch gar keiner irgendwas ausgeplant. Hier wird nach dem "Prinzip Hoffnung" agiert und ich bin mir absolut sicher, dass TKMS hier nur hinsichtlich des Stahlbaus und der Schiffstechnik eine Ablieferung in 2029 garantiert und hier Druck macht.
Das böse Erwachen wird nach dem Bauvertrag kommen, wenn man sich plötzlich um das Einsatzsystem Gedanken machen muss und u.a. mit diversen Lieferanten dort Verträge verhandeln muss.
Es gab noch niemals eine A-200 der neueren Bauart mit VLS Mk 41 und z.B. einer Sea Giraffe 4A.
Ihr glaubt doch nicht echt, dass TKMS hier zig Millionen Euro aus eigener Tasche in die Entwicklung von Entwürfen steckt, die hinterher keiner kauft?
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(Gestern, 14:56)DeltaR95 schrieb: Stimmt, in diesem Fall gibt man sich auf politischer Ebene nicht mal die Mühe zu kaschieren, dass es hier nur um die Befriedigung von Partikularinteressen geht.
Bei der A-200 hat garantiert noch gar keiner irgendwas ausgeplant. Hier wird nach dem "Prinzip Hoffnung" agiert und ich bin mir absolut sicher, dass TKMS hier nur hinsichtlich des Stahlbaus und der Schiffstechnik eine Ablieferung in 2029 garantiert und hier Druck macht.
Das böse Erwachen wird nach dem Bauvertrag kommen, wenn man sich plötzlich um das Einsatzsystem Gedanken machen muss und u.a. mit diversen Lieferanten dort Verträge verhandeln muss.
Es gab noch niemals eine A-200 der neueren Bauart mit VLS Mk 41 und z.B. einer Sea Giraffe 4A.
Ihr glaubt doch nicht echt, dass TKMS hier zig Millionen Euro aus eigener Tasche in die Entwicklung von Entwürfen steckt, die hinterher keiner kauft?
Hast du schon m in der Produktion Branche gearbeitet?
Weißt du, was es bedeutet Bauslots bei Just in time Anlieferung/in Fabriken zu reservieren?
In der Auto Industrie bedeutet DEIN Statement analog :
Du reservierst In Wolfsburg für "demnächst, also binnen Monaten" etliche Band Zeiten für einen PKW A...
... Der aktuell angeblich laut deiner Aussage nur als grob Zeichnung existiert.
... Von dem keiner weiß, ob dessen Bauteile bei Sub Lieferanten lieferbar sind
Hier ist es vermutlich doch eher so:
Es wird Bauzeit reserviert für ein fertiges (!) PKW Produkt A
( konstruiert bis ins Detail, wo bei den Zulieferern nachgefragt wurde, ob die bis dann und dann liefern können, wenn Auftrag um/zum Zeitpunkt x erfolgt )... ABER...
.. du weißt leider nicht, ob der Auftrag durch die Auto Häuser für PKW A (mit HOHER Auslastung und Gewinn Option) kommt oder nicht! (aber die Chancen stehen höher als 50:50).
Also reservierst du Kapazitäten und "PKW Basic" Teile für die PKW A Produktion.
UND...
.. wenn PKW A dann doch nicht bestellt wird durch die Autohändler .. gibt es Plan B...
.... Welcher die geleisteten Vorarbeiten für PKW A entweder rasch beseitigt und die Fabrik für irgendwas anderes zumindest frei macht...
oder für einen PKW B (welches aber dann sicher zu 100% bestellt wird) mit etwas Verspätung, woähnliche Vorarbeiten getroffen werden können, da die bereits produzierten "PKW A Basic Teile" auch für andere PKW verwendet werden können.
Da das F-124 Upgrade vom Tisch ist und F-127 wegen Trump möglicherweise "europäisiert" werden muss, haben TKMS und Römer jetzt Kapazitäten frei... Im schlimmsten Fall dann Plan B (mit was, weiß ich aber nicht)... oder leider "Leer" Zeit bis F-127 kommt. (inwieweit TKMS und Römer bei F-126 mit bauen weiß ich nicht, denke aber, dass das eher bei NVL und GNY primär gebaut wird)
Der Kompromiss sieht hier vielleicht schlimmstenfalls so aus, dass tatsächlich nur die Afrika Variante gebaut wird... Leider...
Aber wenigstens dann etwas moderner mit RAM hinten drauf und mit TRS-4D ROT. plus Volles Sonar Paket .. .. VLS weiß ich nicht, aber sicher nicht irgendein Exoten Ding wie bei Ägypten... ohne AAW Kampf wert in Europa.
Und dann werden halt nur drei davon gebaut .... Danach geht's mit F-126 regulär weiter.
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(Gestern, 15:42)Milspec_1967 schrieb: Hast du schon m in der Produktion Branche gearbeitet?
Zählt die Rüstungsindustrie und Kriegsschiffbau für dich dazu? Wenn ja, habe ich und arbeite ich noch.
Allein deshalb kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass ein "Kriegsschiff" kein "fertiges Produkt" ist, dass irgendeiner aus dem Regal zieht.
Ich kann dir auch sagen warum: Wenn alle 10 Jahre mal einer eine MEKO A-200 bestellt, wird dann für diesen Kunden das Design und alle verwendeten Komponenten noch einmal geprüft und Obsoleszenzen bereinigt. Wenn man das permanent als Firma "monitoren" würde, verbrennst du pro Jahr Millionen von Euro für nichts.
Allein deine Aussage, "dann bauen wir halt RAM und die TRS-4D drauf" zeigt, dass du keinerlei Ahnung vom Bau eines Kriegsschiffes hast.
Wenn du mal so eben die Radaranlage änderst, kannst du das komplette Oberdecksdesign hinsichtlich EMF, EMV und Störreflexionen neu rechnen. Allein das dauert bei einem Kriegsschiff 12 bis 18 Monate - und wehe, dabei kommt raus, dass noch mal eine Antenne verschoben werden muss oder ein Stück Stahl irgendwo angeschweißt werden muss.
Eine MEKO A-200DEU, so wie du sie dir als "Nachbau" vorstellst, wäre theoretisch nur dann machbar, wenn du die MEKO A-200 für Ägypten oder Algerien 1:1 nachbaust - dann halt inklusive Umkhonto bzw. VL-MICA.
Viel Spaß dabei.
Aber das ist halt typisch deutsch: Hauptsache der Stahl schwimmt und ist grau angemalt. Wenn schert's, wenn das Einsatzsystem nicht "optimal" funktioniert
So leid es mir tut, aber der Stahl des Kriegsschiffes ist so ziemlich das unwichtigste Element am gesamten Projekt. Der ist sprichwörtlich nur ein "Taxi" für die Sensoren und Effektoren.
Was wir hier gerade bei der A-200DEU erleben, hat alle Elemente der größten Rüstungshavarie, die ich je gesehen habe. So etwas komplexes mal eben so über's Knie zu brechen...
Hier wird immer auf die Vertragsschlüsse von TKMS mit Algerien und Ägypten verwiesen und dass es dann nur 3 bis 4 Jahre bis zur Ablieferung gedauert hat. Was nirgends dokumentiert ist, wieviel Zeit VOR dem Vertragsschluss in Design, Konstruktion und Absprachen geflossen ist.
Wenn du in der Industrie arbeitest, solltest du eigentlich wissen, dass "Projekte" immer Stunden und Kosten verschreiben müssen - entweder auf einen existierenden Vertrag oder ein Budget für eine Angebotserstellung.
Keine Firma in der Welt wird die Geld dafür geben, um aus "Jux und Dollerei" eine Fregatte wie z.B. eine MEKO A-200 für einen "Auftrag der vielleicht nie kommt" zu designen und alle Konstruktionsunterlagen zu fertigen. Bei einem Schiff dieser Größe reden wir mal eben über 50 bis 100 Mio. EUR, bis du diesen Punkt erreicht hast.
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(Gestern, 16:03)DeltaR95 schrieb: Zählt die Rüstungsindustrie und Kriegsschiffbau für dich dazu? Wenn ja, habe ich und arbeite ich noch.
Allein deshalb kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass ein "Kriegsschiff" kein "fertiges Produkt" ist, dass irgendeiner aus dem Regal zieht.
Ich kann dir auch sagen warum: Wenn alle 10 Jahre mal einer eine MEKO A-200 bestellt, wird dann für diesen Kunden das Design und alle verwendeten Komponenten noch einmal geprüft und Obsoleszenzen bereinigt. Wenn man das permanent als Firma "monitoren" würde, verbrennst du pro Jahr Millionen von Euro für nichts.
Allein deine Aussage, "dann bauen wir halt RAM und die TRS-4D drauf" zeigt, dass du keinerlei Ahnung vom Bau eines Kriegsschiffes hast.
Wenn du mal so eben die Radaranlage änderst, kannst du das komplette Oberdecksdesign hinsichtlich EMF, EMV und Störreflexionen neu rechnen. Allein das dauert bei einem Kriegsschiff 12 bis 18 Monate - und wehe, dabei kommt raus, dass noch mal eine Antenne verschoben werden muss oder ein Stück Stahl irgendwo angeschweißt werden muss.
Eine MEKO A-200DEU, so wie du sie dir als "Nachbau" vorstellst, wäre theoretisch nur dann machbar, wenn du die MEKO A-200 für Ägypten oder Algerien 1:1 nachbaust - dann halt inklusive Umkhonto bzw. VL-MICA.
Viel Spaß dabei.
Aber das ist halt typisch deutsch: Hauptsache der Stahl schwimmt und ist grau angemalt. Wenn schert's, wenn das Einsatzsystem nicht "optimal" funktioniert 
So leid es mir tut, aber der Stahl des Kriegsschiffes ist so ziemlich das unwichtigste Element am gesamten Projekt. Der ist sprichwörtlich nur ein "Taxi" für die Sensoren und Effektoren.
Was wir hier gerade bei der A-200DEU erleben, hat alle Elemente der größten Rüstungshavarie, die ich je gesehen habe. So etwas komplexes mal eben so über's Knie zu brechen...
Hier wird immer auf die Vertragsschlüsse von TKMS mit Algerien und Ägypten verwiesen und dass es dann nur 3 bis 4 Jahre bis zur Ablieferung gedauert hat. Was nirgends dokumentiert ist, wieviel Zeit VOR dem Vertragsschluss in Design, Konstruktion und Absprachen geflossen ist.
Wenn du in der Industrie arbeitest, solltest du eigentlich wissen, dass "Projekte" immer Stunden und Kosten verschreiben müssen - entweder auf einen existierenden Vertrag oder ein Budget für eine Angebotserstellung.
Keine Firma in der Welt wird die Geld dafür geben, um aus "Jux und Dollerei" eine Fregatte wie z.B. eine MEKO A-200 für einen "Auftrag der vielleicht nie kommt" zu designen und alle Konstruktionsunterlagen zu fertigen. Bei einem Schiff dieser Größe reden wir mal eben über 50 bis 100 Mio. EUR, bis du diesen Punkt erreicht hast.
Danke für die Korrektur... 
Auto Industrie läuft tatsächlich anders... Und tatsächlich auch etwas schneller.
Zumindest, wenn Fabrik Zeiten und Zulieferer Teile geplant werden müssen.
Da ist das Produkt immer 100%.durch konstruiert.
Ich gehe zu 100% davon aus, dass es kein deutsches Kriegsschiff ohne RAM geben wird
Ebenso nicht mit Mica oder Umkhonto
Schlussfolgerung wäre,
1) TKMS bescheisst alle und meint : baufähig ab 2029....statt fertig ab 2029 
(lch denke aber nicht, dass deutsche Verteidigungs Politiker im. Ausschuss so veräppeln lassen....)
2) Die 12-18 Monate seit Bekanntwerden des F-126 Desaster wurden tatsächlich gut genutzt und auf eigene Kosten (!) bereits für die von Dir postuliert Neu Berechnung der neuen Waffen und Systeme genutzt... Zumindest zu 80% oder so... .Rest erfolgt in der Zeit des Roh Stahl Baus parallel... Nicht unüblich bei Zeit kritischen Projekten.
Warum ich das glaube :
1) TKMS kann es sich finanziell leisten!
Börsengang erfolgreich, U Boote Bau erstmal ausgebucht, F-127 (wie auch immer die sein wird) Läuft bei TKMS....
= garantierter Umsatz für 15 Jahre und mehr.. Interne Investitionen somit ohne Risiko finanzierbar.
2) TKMS hat ja aktuell keine neuen Wettbewerbe und keine Aufträge (PL weg, AUS weg, NOR weg)
Wenn ihre ingenieure nicht Däumchen drehen sollen... Womit beschäftige ich die dann?
.... Mit internen Projekten = A200GER!
Zur Not kann man das detaillierte A200GER Ergebnis ja sowieso nochmal versuchen als K-130 /1 Ersatz in 2033 zu verkaufen....
... Oder an... Schweden? :
Andere betreiben da auch schon lustig Werbung... Ganz ohne offizielle schwedische Ausschreibung.
https://youtu.be/cJxj47wUSRI?si=uOshoD5jmyAuLAJ6
"Wer von uns beiden recht hat oder nicht... Sagt uns bald das Licht" (Michael Schanze "1..2...oder 3?" ...1980er)
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Milspec_1967 schrieb:1) TKMS bescheisst alle und meint : baufähig ab 2029....statt fertig ab 2029 Angel
(lch denke aber nicht, dass deutsche Verteidigungs Politiker im. Ausschuss so veräppeln lassen....) Das ist jetzt auf Basis "vertraue mir" aber ich habe mit Robin Wagener (von den Grünen, der im Vorfeld der Entscheidung stark für die A200DEU geworben hat, netter Kerl im übrigen) vor ein paar Tagen über Instagram gesprochen und ich habe den Eindruck, dass der Mann wenig Ahnung zu haben scheint, was für ein Schiff er da eigentlich beworben hat.
Die Argumentation seinerseits bezieht sich so gut wie ausschließlich auf den Bauprozess und das drängende Zeitfenster von 2029, auf die Systeme selber nimmt er keinen Bezug und konnte/wollte/durfte mir auch keine Antwort auf die Frage geben, welchen "baufertige" Konfiguration denn für die Marine geeignet sei und wie diese im Vergleich zu den bisher genutzten Systemen stehen.
Er ist ja nicht der einzige daran beteiligte Politiker, entsprechend muss dieses Meinungsbild nicht repräsentativ sein, aber wenn seine Kollegen auch so drauf sind dann ja, dann haben sie sich gelinde gesagt aufs Korn nehmen lassen. Es kann hier durchaus sein, dass man dieses Projekt vor allem aus sicherheitspolitischen Gründen initiiert hat ohne auf rüstungspolitische Expertise zurückzugreifen. "Wir brauchen eine Fregatte bis 2029" wird hier vor "Wie machen wir die Fregatte eigentlich kompatibel" gestanden haben. Und da wird TKMS auch zu beigesteuert haben, nicht umsonst waren einige Politiker im Vorfeld bei TKMS zu Gast. Da könnte sich wieder die fehlende Distanz zur eigenen Rüstungsindustrie gerächt haben.
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(Gestern, 16:03)DeltaR95 schrieb: (Gestern, 15:42)Milspec_1967 schrieb: Hast du schon m in der Produktion Branche gearbeitet? Zählt die Rüstungsindustrie und Kriegsschiffbau für dich dazu? Wenn ja, habe ich und arbeite ich noch.  Der aufmerksame Leser hätte es wissen können.
Zitat:Eine MEKO A-200DEU, so wie du sie dir als "Nachbau" vorstellst, wäre theoretisch nur dann machbar, wenn du die MEKO A-200 für Ägypten oder Algerien 1:1 nachbaust - dann halt inklusive Umkhonto bzw. VL-MICA.
Diese Erkenntnis hat uns inzwischen durch drei Stränge hindurch begleitet, scheint sich aber immer noch nicht voll durchgesetzt zu haben.
(Vor 11 Stunden)Milspec_1967 schrieb: (lch denke aber nicht, dass deutsche Verteidigungs Politiker im. Ausschuss so veräppeln lassen....) Niemals! Gerade unsere deutsche Politik ist ja bekanntermaßen immun dagegen, sich bei Verteidigungsbeschaffungen "veräppeln" zu lassen.
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(Vor 11 Stunden)Milspec_1967 schrieb: 1) TKMS bescheisst alle und meint : baufähig ab 2029....statt fertig ab 2029 
(lch denke aber nicht, dass deutsche Verteidigungs Politiker im. Ausschuss so veräppeln lassen....)
TKMS "bescheisst" hier garantiert keinen. Natürlich sind die in der Lage, eine MEKO A-200 z.B. in der Konfiguration für Ägypten bis 2029 nachzubauen.
TKMS ist doch hier in der weltbesten Position, die man als Industrieunternehmen haben kann:
a) man hat einen "verzweifelten" Kunden, der "irgendwas" tun muss.
b) man hat eine starke politische Rückendeckung die scheinbar nicht tief genug in der Materie steckt zu verstehen, was man da eigentlich forciert hat.
Das ganze Konstrukt der MEKO A-200 basiert doch auf einer industriepolitischen Entscheidung. Wenn nach dem Bauvertrag plötzlich der Auftraggeber wieder in seine "alten Manieren" zurückfällt und überall was drehen will, ist TKMS fein raus. Man hat einen zig Milliarden Euro Auftrag in der Tasche und der Auftraggeber kann den nicht mal wegen Verzug kündigen, weil er ja dann selber durch all seine geforderten Änderungen das Konstrukt zerschossen hat.
Und jetzt ohne jeglichen Sarkasmus meinerseits: Was wir hier gerade sehen, ist ein Glanzstück an Lobbyismus - Chance erkannt, Chance (bis jetzt) genutzt und nebenbei noch NVL... äh... Rheinmetall im besten Fall den F126er Auftrag abgeschossen, weil ja scheinbar gilt "A-200 oder F126". Ich ziehe meinen Hut voller Respekt!
Jetzt spannen wir den Bogen mal zurück zur A-200. Es gibt gesetzliche Auflagen in Deutschland, die lassen auch für die Bundeswehr keinerlei Spielraum davon abzuweichen.
Dies wäre z.B. Hygiene und Gesundheitsschutz, die sicherlich eine komplett neue Kombüseneinrichtung und einen Sanitätsbereich erfordern (ergo ganz viel Stunden für Neukonstruktion). Dann kommt die Brücke und die nautische Ausstattung, es sei denn man kloppt die IMO/SOLAS-Regularien und die Vorgaben des BSH in die Tonne mit entsprechend negativen Folgen im Schadensfall.
Von sowas "trivialem" wie der Umsetzung der NATO-Vorgaben für den Flugbetrieb genannt Helicopter Operations from Ships Other Than Aircraft Carriers (HOSTAC).
Diese Kette ist schier endlos - und das sind keine Sachen, über die man sich hinwegsetzen kann, wenn man mit der NATO interoperabel sein will.
Da gehen zig tausend Stunden an Personal drauf - auf beiden Seiten, Industrie und Bundeswehr und die müssen verdammt schnell geleistet werden, weil das alles irgendwo mit dem Stahlbau zu tun hat.
Thema RAM:
Klar kriegst du einen RAM auf die A-200, dafür sind aber nur zwei Plätze verfügbar: vor der Brücke und auf dem Hangardach (dort, wo bei der VALOUR das 35 mm DENEL CIWS sitzt). Bei den A-200 für Ägypten sitzen dort aber die 20 mm Nebenkaliber, da die bei der A-200 scheinbar nicht mittschiffs angeordnet sind bzw. werden können.
Also haben wir schon den ersten Kompromiss: Es gibt derzeit im Design nur zwei Einbauplätze für solches Gerät. Also 2 x RAM? Wäre blöd, dann hast du keine Rohrwaffen. 1 x RAM und 1 x Rohrwaffe im Mittelkaliber? Auch blöd, keine 360° Abdeckung.
Über sowas "kleines" reden wir hier.
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(Vor 9 Stunden)DeltaR95 schrieb: TKMS "bescheisst" hier garantiert keinen. Natürlich sind die in der Lage, eine MEKO A-200 z.B. in der Konfiguration für Ägypten bis 2029 nachzubauen.
TKMS ist doch hier in der weltbesten Position, die man als Industrieunternehmen haben kann:
a) man hat einen "verzweifelten" Kunden, der "irgendwas" tun muss.
b) man hat eine starke politische Rückendeckung die scheinbar nicht tief genug in der Materie steckt zu verstehen, was man da eigentlich forciert hat.
Das ganze Konstrukt der MEKO A-200 basiert doch auf einer industriepolitischen Entscheidung. Wenn nach dem Bauvertrag plötzlich der Auftraggeber wieder in seine "alten Manieren" zurückfällt und überall was drehen will, ist TKMS fein raus. Man hat einen zig Milliarden Euro Auftrag in der Tasche und der Auftraggeber kann den nicht mal wegen Verzug kündigen, weil er ja dann selber durch all seine geforderten Änderungen das Konstrukt zerschossen hat.
Und jetzt ohne jeglichen Sarkasmus meinerseits: Was wir hier gerade sehen, ist ein Glanzstück an Lobbyismus - Chance erkannt, Chance (bis jetzt) genutzt und nebenbei noch NVL... äh... Rheinmetall im besten Fall den F126er Auftrag abgeschossen, weil ja scheinbar gilt "A-200 oder F126". Ich ziehe meinen Hut voller Respekt!
Jetzt spannen wir den Bogen mal zurück zur A-200. Es gibt gesetzliche Auflagen in Deutschland, die lassen auch für die Bundeswehr keinerlei Spielraum davon abzuweichen.
Dies wäre z.B. Hygiene und Gesundheitsschutz, die sicherlich eine komplett neue Kombüseneinrichtung und einen Sanitätsbereich erfordern (ergo ganz viel Stunden für Neukonstruktion). Dann kommt die Brücke und die nautische Ausstattung, es sei denn man kloppt die IMO/SOLAS-Regularien und die Vorgaben des BSH in die Tonne mit entsprechend negativen Folgen im Schadensfall.
Von sowas "trivialem" wie der Umsetzung der NATO-Vorgaben für den Flugbetrieb genannt Helicopter Operations from Ships Other Than Aircraft Carriers (HOSTAC).
Diese Kette ist schier endlos - und das sind keine Sachen, über die man sich hinwegsetzen kann, wenn man mit der NATO interoperabel sein will.
Da gehen zig tausend Stunden an Personal drauf - auf beiden Seiten, Industrie und Bundeswehr und die müssen verdammt schnell geleistet werden, weil das alles irgendwo mit dem Stahlbau zu tun hat.
Thema RAM:
Klar kriegst du einen RAM auf die A-200, dafür sind aber nur zwei Plätze verfügbar: vor der Brücke und auf dem Hangardach (dort, wo bei der VALOUR das 35 mm DENEL CIWS sitzt). Bei den A-200 für Ägypten sitzen dort aber die 20 mm Nebenkaliber, da die bei der A-200 scheinbar nicht mittschiffs angeordnet sind bzw. werden können.
Also haben wir schon den ersten Kompromiss: Es gibt derzeit im Design nur zwei Einbauplätze für solches Gerät. Also 2 x RAM? Wäre blöd, dann hast du keine Rohrwaffen. 1 x RAM und 1 x Rohrwaffe im Mittelkaliber? Auch blöd, keine 360° Abdeckung.
Über sowas "kleines" reden wir hier.
Ich kenne auch nicht jedes Waffensystem hier...
Das muss ein Abgeordneter im Verteidigung Ausschuß auch nicht.
Aber was STANDARD Systeme der Marine sind, sind sollte er schon wissen... Oder zumindest sein Umfeld ihn als Fragen bei TKMS Besuch
aufdrängen.
Hmm.... Und Australien suchte dann auch etwas primitives, außerhalb jeglicher NATO Normen, für die A200?
Und hat die A200 nicht von vornherein wegen dieser unglaublichen Mängel ausgeschlossen?
Das glaube ich nur, wenn ich das S auf W sehe könnte...
Die DEUTSCHEN (!!) Marine Vorschriften machen wir uns selbst.... Und beim Bau der LNG Terminal waren die ALLE innert 6 Wochen
AD ACTA gelegt.
So viel dazu.
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Wendet die Marine SOLAS an, obwohl das nach SOLAS Part A Chapter 1 Regulation 3 grundsätzlich nicht für Kriegsschiffe gilt, außer in explizit erwähnten Sonderfällen?
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(Vor 8 Stunden)Milspec_1967 schrieb: Hmm.... Und Australien suchte dann auch etwas primitives, außerhalb jeglicher NATO Normen, für die A200? Zumindest dürften den Australiern die NATO-Regularien ziemlich egal sein.
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(Vor 7 Stunden)Kokovi79 schrieb: Wendet die Marine SOLAS an, obwohl das nach SOLAS Part A Chapter 1 Regulation 3 grundsätzlich nicht für Kriegsschiffe gilt, außer in explizit erwähnten Sonderfällen? Auf freiwilliger Basis, ja. Betrifft auch nicht bloß SOLAS, bspw setzt man beim Brandschutz auch eine Schüppe mehr oben drauf, als eigentlich vorgeschrieben ist. Ist allerdings nicht so ungewöhnlich, die meisten europäischen Marinen wenden diesen Standard an um zum einen die Sicherheit an Bord zu erhöhen und um zum anderen um im Zweifel nicht für Unfälle verantwortlich gemacht zu werden. Das ist in Anbetracht der Sicherheitshistorie der DM in den letzten 20 Jahren auch richtig so, nenne es systematische Risikominimierung.
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(Vor 7 Stunden)Broensen schrieb: Zumindest dürften den Australiern die NATO-Regularien ziemlich egal sein.
Sie interagieren aber beim Militär zu 90% mit NATO, UK und USA.
OK... Sicher bin ich da nicht... Aber die werden nicht nur AUS Normen haben... Und gewiss nicht schlechter als NATO.
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(Vor 7 Stunden)Broensen schrieb: Zumindest dürften den Australiern die NATO-Regularien ziemlich egal sein.
Warum glaubst hier eigentlich jeder das Vorschriften etwas böses sind. Und natürlich widersprechen sich deutsche Marine-, NATO und australische Vorschriften
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(Vor 7 Stunden)ede144 schrieb: Warum glaubst hier eigentlich jeder das Vorschriften etwas böses sind. Und natürlich widersprechen sich deutsche Marine-, NATO und australische Vorschriften
Vorschriften sind nur dann "böse", wenn sie um des Regelns Willen regeln.
Vorschriften, die versuchen Risiken zu minimieren, sind gut und mit der Realität vereinbar. Vorschriften, die versuchen alle Risiken auf 0 zu reduzieren, sind weltfremd und hinderlich in der schnellen technischen Umsetzung. Jeder darf raten, in welcher Kategorie die Mehrheit der deutschen Vorschriften existiert
Zum Thema Australien... die RAN wollte ein marktverfügbares Design, keine Entwicklungslösung. Da die A-210 nur auf dem Zeichenbrett existiert, wurde sie aussortiert und eine A-200 hatte gegen eine Mogami (Evo) nie eine Chance. So zumindest die Gerüchteküche...
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