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(20.01.2026, 20:20)DeltaR95 schrieb: Wird wohl aussehen, wie jede andere A-200 nur halt mit einer Sea Giraffe 4A rotierend oben drauf, so wie auf den DW-3000F 
An den Mastaufbauten der A-200 wird keiner irgendwas ändern, die schiffbaulichen Auswirkungen wären dort viel zu gravierend und man müsste zu vieles neu berechnen.
Die Pohjanmaa der Finnen zeigt glaube ich gerade ganz gut, was man auf ca. 4.300 t unter bekommt an Technik und die "übliche" A-200 liegt ja noch ein paar hundert Tonnen drunter.
Was man auf einem 4300t Eisbrecher unterbringen kann. Das ist nicht unbedingt Repräsentativ. Deshalb wird man auf einer kleineren A-200 ähnlich viel unterbringen können.
(21.01.2026, 14:33)DopePopeUrban schrieb: Zusammengefasst weil ich keine Lust habe das nochmal ausführlich durchzukauen.
Wie schon mehrfach ausgeführt, würde uns das in einer Situation lassen, in der es egal wäre ob wir diese Schiffe beschaffen oder nicht. Wirkungsvoll einsetzen können wir diese bis zum Zulauf der F127 (oder einer vergleichbaren Einheit) grundsätzlich nicht. Und sofern wir es könnten, wäre die F127 in ihrer Natur inhärent redundant.
Der Ansatz erscheint mir nicht allzu durchdacht, eher reaktionär weil dazu mal was "in der Zeitung stand".
Und selbst wenn die Schiffe in einem LV/BV szenario nicht ohne zusätzliches Aircover im Nordmeer operieren können, wofür haben wir Verbündete? Seien es die Briten(T43), Niederländer(LCF) oder Dänen(i.H).
Und nicht jeder Einsatz braucht eine Area AAW Plattform.
Ich weiß da werden wir nicht zusammenkommen, da wir beide unsere Argumente in voller länge schon ausgetauscht haben, weshalb wir das nicht wir eine weitere Diskussion hier lassen können.
(21.01.2026, 14:57)ObiBiber schrieb: Ja…unterschiedliche Meinungen sind ja ok…
Ich sehe halt das Problem, dass wir auch wegen Upgrades der F123 und F125 und spätem Zulauf von F126/F127
zwischendurch mal fast gar keine Schiffe haben…
F123B Upgrade verzögert sich und maximal 2 Fregatten stehen zur Verfügung bis 2030
F125 Upgrade wird auch bis 2030 dazu führen dass maximal 2 Schiffe verfügbar sind…
F124 sind maximal 1-2 verfügbar…
F126 läuft vllt ab 2033 zu
F127 vllt ab 2036
bedeutet ich habe bis 2032 maximal 4-5 Schiffe die man überhaupt einsetzen kann…
Die F123B müssen Ende der2030er wider abgelöst werden, die k130 1. Los ebenso…
F124 auch…
Für Ausbildung stehen auch kaum Schiffe bereit und personeller Aufwuchs ist so auch nicht möglich…
und wir haben halt auch diverse Verpflichtungen in der Nato…
Fazit… wir haben einen Riesen GAP an Überwasserschiffen und benötigen eine zuverlässigen Allrounder als Zwischenlösung… Zulauf von 6 Einheiten bis 2032… und dann wird es deutlich entspannter…
außerdem kann man diese Schiffe ja auch sinnvoll weiter verwenden…
und man benötigt nicht für jede Aufgabe eine 2,5 Mrd€ super high end Fregatte!
Den GAP bis 2030/2032 werden wir eh haben… aber wenn wir jetzt nichts tun haben wir einen GAP bis Ende der 2030er…
Die Einschätzung teile ich voll.
(21.01.2026, 16:37)Milspec_1967 schrieb: Keine Fregatten bis 2030... Und Rest so gut wie nicht einsatzbereit oder im Umbau...
Oder...
4 Standard VW Golf statt verspätete Luxus VW Passat Kombi im. Fuhrpark , die später gute Dienste als k-130 Ersatz leisten.
Was ist strategisch angesichts der Lage da noch die Frage?
Da verstehe ich manche Leute hier nicht...
Ausland Alternativen sind ebenfalls nicht bis 2030 verfügbar und/oder Waffen technisch nicht kompatibel.
A200 deckt zumindest außer nordmeer die volle hochsee im Langzeit Einsatz ab und ist in allen drei Dimensionen Sensor befähigt und bewaffnet
Da zumindest gehe ich von aus... Wir haben aber den Entwurf IMMER NOCH NICHT GESEHEN.
vielleicht diskutieren wir weiter wenn dieser mal irgendwann zu sehen ist.
Und: MEINE A200 hat IDENTISCHE Haupt Bewaffnung und ähnliche Sensorik zur F-126 und zur F-123B.(1 Heli weniger, aber bug Sonar)
Wenn meine als nicht besser als k-132 eingestuft ist, ist es F-123B und F-126 eigentlich auch nicht... 
um die Analogie Komplett zu machen: 4 Standard VW Golf statt verspätete Luxus VW Passat Kombi im. Fuhrpark , die später gute Dienste als VW Polo Ersatz leisten.
Zu K-132 @Broeson ist immer noch bei einer A-200EGY Kopie, weil er der Meinung ist, das die Systeme einer F123B in die A-200 nicht rein passen.
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(21.01.2026, 13:19)Seafire schrieb: Aber die K130 ist nicht kampffähig in der "Hohen See" Das ist mir klar. Ich stelle nur in Frage, dass eine A200G das wäre. Und zwar nicht, weil sie nicht hochseeeinsatzfähig ist, sondern weil sie für die in "hoher See" potentiell anfallenden LV/BV-Szenarien nicht ausreichend "kampffähig" wäre, um dort zu bestehen. (Was ohne eine Verbandsflugabwehr-Einheit aber auch auf F123C zutrifft.)
Zitat:Wenn wir vier Fregatten F123B haben werden, aber der NATO 6 zugesagt wurden, bleibt die A200 halt die schnelle Zwischenlösung.
Das ist das Argument des Zeitfaktors und der Flaggenstöcke. Das kann ich auch nicht widerlegen, sondern nur darauf hinweisen, dass das recht wenig mit der hier ursprünglich als Begründung angeführten "Kriegstauglichkeit bis 2029" zu tun hat. Eben weil alles, was bis 2029 zu bekommen ist, nicht wirklich "kriegstauglich" ist und daher nur der Erfüllung der zahlenmäßigen NATO-Zusagen dienen kann.
Man muss dabei aber auch mal kritisch hinterfragen, inwieweit diese Zusagen überhaupt gehalten werden können. Wenn wir drei AAW-Fregatten zusagen, für die wir dann aber nach dem ersten Gefecht keine Munition mehr haben, dann haben wir zwar unsere Zusagen bis dahin formal erfüllt, deren Wert ist dann jedoch fragwürdig, zumindest mit Blick auf ein hochintensives LV/BV-Szenario.
Insofern gibt es auch andere, bessere Zwischenlösungen, nur wird man sich entscheiden müssen, ob man die Zusagen quantitativ oder (durchhaltefähig) qualitativ erfüllt. Ich sehe nicht, wie beides zugleich geschafft werden könnte.
(21.01.2026, 17:28)DopePopeUrban schrieb: Man beschafft um Probleme zu lösen, nicht um der Beschaffung willen. Im Fall der A200 ist das aber eindeutig so. Man will die beschaffen, um sie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt als Flaggenstöcke in der Flotte zu haben und nicht, weil man Bedarf für ihre Fähigkeiten in einem LV/BV-Szenario hat.
Da sind schon deutliche Parallelen zu FFG(X) zu erkennen. "Schiffe! Viele! Schnell!"
(21.01.2026, 18:57)roomsim schrieb: Zu K-132 @Broeson ist immer noch bei einer A-200EGY Kopie, weil er der Meinung ist, das die Systeme einer F123B in die A-200 nicht rein passen. Nein, das sage ich nicht. Ich unterscheide dahingehend mindestens zwischen:
1. A200EN als einzige MOTS-verfügbare Lösung
2. A200RAN als vorhandener, jedoch nicht baufertiger Entwurf
3. A200 "MilSpec" / F123B light
4. A200/210 mit F123B-Ausstattung
5. A200/210G als neu zu planender Entwurf auf A200-Basis mit CMS330
Und alle Varianten haben (aufsteigend) unterschiedliche Zulaufzeiten und ergeben unterschiedlich viel Sinn für die kurz-, mittel- und langfristige Flottenplanung.
Die entscheidende Fragestellung in diesem Strang muss eigentlich sein: Gibt es einen tragfähigen Kompromiss zwischen einer untauglichen Lösung (1.) und einer, die absehbar zu spät kommen wird (5.)?
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(21.01.2026, 20:50)Broensen schrieb: Das ist mir klar. Ich stelle nur in Frage, dass eine A200G das wäre. Und zwar nicht, weil sie nicht hochseeeinsatzfähig ist, sondern weil sie für die in "hoher See" potentiell anfallenden LV/BV-Szenarien nicht ausreichend "kampffähig" wäre, um dort zu bestehen. (Was ohne eine Verbandsflugabwehr-Einheit aber auch auf F123C zutrifft.)
Das ist das Argument des Zeitfaktors und der Flaggenstöcke. Das kann ich auch nicht widerlegen, sondern nur darauf hinweisen, dass das recht wenig mit der hier ursprünglich als Begründung angeführten "Kriegstauglichkeit bis 2029" zu tun hat. Eben weil alles, was bis 2029 zu bekommen ist, nicht wirklich "kriegstauglich" ist und daher nur der Erfüllung der zahlenmäßigen NATO-Zusagen dienen kann.
Man muss dabei aber auch mal kritisch hinterfragen, inwieweit diese Zusagen überhaupt gehalten werden können. Wenn wir drei AAW-Fregatten zusagen, für die wir dann aber nach dem ersten Gefecht keine Munition mehr haben, dann haben wir zwar unsere Zusagen bis dahin formal erfüllt, deren Wert ist dann jedoch fragwürdig, zumindest mit Blick auf ein hochintensives LV/BV-Szenario.
Insofern gibt es auch andere, bessere Zwischenlösungen, nur wird man sich entscheiden müssen, ob man die Zusagen quantitativ oder (durchhaltefähig) qualitativ erfüllt. Ich sehe nicht, wie beides zugleich geschafft werden könnte.
Im Fall der A200 ist das aber eindeutig so. Man will die beschaffen, um sie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt als Flaggenstöcke in der Flotte zu haben und nicht, weil man Bedarf für ihre Fähigkeiten in einem LV/BV-Szenario hat.
Da sind schon deutliche Parallelen zu FFG(X) zu erkennen. "Schiffe! Viele! Schnell!"
Nein, das sage ich nicht. Ich unterscheide dahingehend mindestens zwischen:
1. A200EN als einzige MOTS-verfügbare Lösung
2. A200RAN als vorhandener, jedoch nicht baufertiger Entwurf
3. A200 "MilSpec" / F123B light
4. A200/210 mit F123B-Ausstattung
5. A200/210G als neu zu planender Entwurf auf A200-Basis mit CMS330
Und alle Varianten haben (aufsteigend) unterschiedliche Zulaufzeiten und ergeben unterschiedlich viel Sinn für die kurz-, mittel- und langfristige Flottenplanung.
Die entscheidende Fragestellung in diesem Strang muss eigentlich sein: Gibt es einen tragfähigen Kompromiss zwischen einer untauglichen Lösung (1.) und einer, die absehbar zu spät kommen wird (5.)?
Ich hätte gerne Variante 5 … aber da sind wir bei 2032 mit der ersten Einheit…
Variante 4 könnte bis Ende 2029/Anfang 2030 klappen…
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Ist es nicht offensichtlich, dass wir so oder so über zwei Schiffe sprechen, welche erst in Summe die Probleme gestaffelt beheben können?
Der aktuelle Plan sieht F126 vor, welche spät kommen UND nicht der Spezifikation entsprechen, welche wir nun eigentlich benötigen würden. Ein Festhalten daran wäre wohl der worst case.
Wie von vielen hier immer wieder vorgetragen, kann und soll eine Meko 200 die F126 nicht ersetzen sondern lediglich eine Brücke zu dieser bilden. Die F126 bzw. deren eigentlicher Ersatz müsste zwingend ein Upgrade im AAW Bereich erhalten, was das Projekt weiter verzögern wird. Auch ist es denkbar dass dieser Entwurf ggf. auch die F127 ersetzen muss, wenn diese abgeblasen wird. So ist dieses Thema kurzfristig einfach nicht lösbar.
Wir haben bei der 126 bzw. deren Alternative also eine starke Zeitverzögerung. Dies führt zu einem Zeitraum bei welchen uns Schiffe in alle Bereichen fehlen, da wir auch damit rechnen müssen dass es zu längeren Werftliegezeiten bei der Bestandsflotte kommen kann. Die Meko 200 hilft die Bestandsflotte zu entlasten und auf ein besseres Fundament zu setzen, bis weitere Zuläufe realisiert werden.
Aus meiner Sicht wird oft ignoriert, dass unsere Flotte bereits heute (ohne heißen Konflikt) sehr stark belastet ist. Hier einige Schiffe mehr zu haben, welche später auch noch die Korvetten ersetzen können, ist eine logische Schlussfolgerung. Meine Wahrnehmung ist, dass das Thema hier teils überkomplex behandelt wird. Das passt dann auch irgendwie zu unserer gängigen Beschaffung.
Die Argumentation, dass die Schiffe praktisch keinen Nutzen haben, geht an der Realität vorbei. Dass es andere Bereiche in der Marine gibt, welche man wegen des Vakuums aufrüsten könnte / sollte, macht die Meko 200 nicht obsolet. Andere Projekte welche helfen könnten wie z.B. Drohnen, haben ebenfalls ein unsicheres Zulaufdatum. Hier geht es deshalb nicht um entweder / oder, sondern um UND. Beim UND könnten künftig auch zwei Eisbrecher Sinn machen
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Um das mal klar zu stellen: Ich bin nicht gegen die kurzfristige Beschaffung einer leichten Fregatte als "Sofortbedarf", keineswegs. Im Gegenteil halte ich sie für eine gute Ergänzung der K130 in der Ostsee, weil die für manche Aufgaben eben keine ausreichenden AAW-Fähigkeiten besitzen und F123-F127 außerhalb der Ostsee gebraucht werden. Daher wäre eine entsprechende Einheit absolut sinnvoll. Und es wäre auch möglich, diese auf Basis einer A200 zu entwickeln, auch wenn dann vermutlich eine A210 dabei heraus käme und sie eben nicht vor 2030 zulaufen würde.
Mein Problem mit der A200-Diskussion ist der Ansatz, dadurch eine schnell zulaufende Lösung für die Lücken der EF2 und somit eine F126-Übergangslösung zu erwarten. Denn das kann meiner Meinung nach eine A200 nicht bieten. Eine A200, die vor 2030 zuläuft, wird im ASW nicht leistungsfähiger sein als es die Kombination aus F123B mit F124 ist. Also solange diese Einheiten noch im Dienst stehen, böte eine kurzfristig zulaufende A200 eben keine Mehrleistung, sondern lediglich mehr Flaggenstöcke.
Und da wir mit F124 ohne ein MLU keine durchhaltefähige AAW-Einheit haben, die es uns erlauben würde, Schiffe auf F123-Niveau außerhalb eines durch NATO-Partner gewährten Schutzschirms einzusetzen, ergibt es auch wenig Sinn, eine große Zahl von luftseitig verwundbaren Sonarschleppern zu produzieren. Denn allzu viele Flugabwehrzerstörer werden unsere europäischen Partner nicht zu unserem Schutz im Nordmeer postieren können.
Also FALLS eine A200 der EF2 einen echten Dienst erweisen kann, dann vor allem dadurch, dass sie es ermöglicht, ab 2030 die F124 und F125 sukzessive aus dem Dienst zu nehmen und mit NDV/MLU zu versehen, damit diese dann noch ein paar Jahre sinnvoll eingesetzt werden können, so wie es jetzt mit der F123 gemacht wird.
Das ist dann auch für mich ein tragfähiges Konzept. Aber dann darf mMn eben nicht die A200 mit Fokus auf den U-Jagd-Einsatz gedacht werden und die F123B kopieren, sondern muss als Geleitschutzeinheit geplant werden, die als Ergänzung der K130 für Einsätze höherer Intensität geplant wird. Und das wäre dann aber eben weder eine A200EN, noch ein F123-Klon und sie würde auch nicht 2029 zulaufen.
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Hier ein neuer Artikel von ntv mit wichtigen Details.
die Highlights: Zitat:Eine Milliarde pro Schiff
TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte im
Reuters-Interview in dieser Woche gesagt: "Ich kann mir vorstellen, dass wir so eine Art Vorvertrag machen. Das heißt, wir fangen schon an, Dinge anzuarbeiten, und wenn der Vorvertrag ein gewisses Volumen hat, ist davon auszugehen, dass der dann auch in den Hauptvertrag überführt wird." Sein Eindruck sei, dass die Bundesregierung zweigleisig mit Blick auf die F126-Klasse fahre.Den Insidern zufolge geht es mindestens um drei Schiffe, die je eine Milliarde Euro kosten würden. TKMS könne ein erstes, wie von der Marine gefordert, bis 2029 ausliefern. Weitere könnten im Abstand von weniger als einem Jahr folgen. Die Meko hatte TKMS bereits Australien angeboten und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Letztlich erhielt das Unternehmen nicht den Zuschlag.
Das sind schon echt happige Preise. Ich muss generell sagen ich finde es schrecklich, wie viel Geld in die Marine gesteckt wird im Vergleich zu den anderen Teilstreitkräften. Wo sind die Verträge für Material für das Heer oder die Streitkräftebasis. Wo sind die Verträge für Luwes?
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Es kommt hinzu: Der Geldsegen von heute wird sehr bald wieder versiegen, und dann sitzt man da mit dem was man mittels des temporären Füllhorn beschaffte.
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Zitat:Den Insidern zufolge geht es mindestens um drei Schiffe, die je eine Milliarde Euro kosten würden. TKMS könne ein erstes, wie von der Marine gefordert, bis 2029 ausliefern. Weitere könnten im Abstand von weniger als einem Jahr folgen.
https://www.t-online.de/nachrichten/deut...efern.html
Haben die Insider Bananenschalen geraucht oder wie kommt man auf 1 Milliarde pro Schiff?
Nur mal damit wir hier die Dimensionen einordnen, das MEKO A200EN Packet umfasste damals 4x Schiffe inklusive Offshore construction und der Ansiedelung von Servicedienstleistungen vor Ort und belief sich auf ein Auftragsvolumen von rund 2 Milliarden Euro, rund 500mio Euro pro Schiff.
Für den Australien Deal waren bei ähnlichen Dienstleistungen und Offshore construction rund 7 Milliarden Euro für 11x Schiffe angedacht, also rund 630mio Euro pro Schiff.
Wie soll eine A200GER dann ohne offshore construction 1 Milliarde Euro Basis kosten?
Für genau 3 Milliarden Euro beschafft Portugal gerade 3x FREMM EVOs, die in allen drei Dimensionen mehr können als eine A200 es je könnte. Griechenland erhält 3x angepasste FDIs mit Munition und Service für rund 3x Milliarden Euro.
Wenn die Info so stimmt, hat die DM wahrlich einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Bitte lass das nur ein Hirngespinst eines gewissen verwirrten Twitter Users gewesen sein…
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Wichtig :
Es wird im Artikel bestätigt, dass der Australien A200 Vorschlag Basis für die Deutsche Marine Lösung ist.
Logisch betrachtet heißt das:
Die Waffen und Sensoren der TKMS A200 für Australien müssen somit mindestens das erfüllt haben, was Mogami 2 (als Gewinner) zeigt:
- 16 er MK41 VLS
- AESA fixed Radar (vermutlich Australisch CEAFAR, sicherlich nicht das japanische Radar)
- 8x NSM
- 1x (SeaRAM)
- 1x 127mm MK45
Daher denke ich, dass es für die Deutsche Marine Lösung so aussehen könnte :
- 16 er VLS MK41
- TRS-4D oder SAAB 4A, fixed + 2x Zielbeleuchter (konventionelle Form) für ESSM, vermutlich CEROS
(APAR 2 eher nicht... TRS-4D UND APAR 2 zu gross und zu schwer für einen Turm der A200)
- 8x NSM
1x normales RAM (2 WENN vor der Brücke Platz ist)... Ggf 2x Sea RAM
- wenn man schlau ist : 1x57mm bofors oder höchstens 76mm Leonardo.
Damit prinzipiell ähnlich zu meinem Entwurf.. ggf. (leider) 1xRAM weniger.
Alles auf SAAB mit Radar und 9LV CMS analog F-123B wäre dennoch am sinnvollsten.
PS:
1Mrd € pro Schiff wäre fast so viel wie für eine F-126 ursprünglich veranschlagt.
Also so bescheuert wird ja wohl kein BMVg sein.
(Das wird hoffentlich wegen der finanz und strategisch Dimension auf dieser Ebene verhandelt... Nicht auf Beamten Ebene...
... Zudem würde der Haushalt ausschuss im Dreieck springen, der genau dafür.. Begrenzt... Geld her gibt)
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(Gestern, 01:38)Milspec_1967 schrieb: Wichtig :
Es wird im Artikel bestätigt, dass der Australien A200 Vorschlag Basis für die Deutsche Marine Lösung ist. Nein, das steht da nicht:
t-online schrieb:[php]Die Meko[/php] hatte TKMS bereits Australien angeboten und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Da steht "die MEKO", ein ganz klares Indiz dafür, dass der Autor keine Ahnung davon hat, was er da schreibt. Der hat im Archiv gefunden, dass TKMS bei Sea3000 mit ihrem MEKO-Angebot nicht zum Zug kam und geht jetzt davon aus, dass eine "MEKO" für Deutschland das gleichen Schiffe sein muss, es heißt ja schließlich gleich.
(Gestern, 01:38)Milspec_1967 schrieb: 1Mrd € pro Schiff wäre fast so viel wie für eine F-126 ursprünglich veranschlagt. Genau so wird der Preis zustande gekommen sein. Es geht halt um einen F126-Ersatz.
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(Gestern, 02:00)Broensen schrieb: Nein, das steht da nicht:
Da steht "die MEKO", ein ganz klares Indiz dafür, dass der Autor keine Ahnung davon hat, was er da schreibt. Der hat im Archiv gefunden, dass TKMS bei Sea3000 mit ihrem MEKO-Angebot nicht zum Zug kam und geht jetzt davon aus, dass eine "MEKO" für Deutschland das gleichen Schiffe sein muss, es heißt ja schließlich gleich.
Genau so wird der Preis zustande gekommen sein. Es geht halt um einen F126-Ersatz. 
Sorry, dass ist für mich Unsinn.
Eine F-126 ist 2,5 mal so groß wie eine A-200 und mit jeder Menge mehr Sonder Equiment versehen (Flex Deck, RHIB Buchten groß, 2x (!) helikopter Hangar, 2x AAW Radarsysteme, Arktisfähigkeit, Containerdeck, etc.
F-126 besitzt auch Schiffs Systeme und Architektur nach neuem Marine Standard
...eine A-200 besitzt das alles DEFINITIV NICHT (Es ist ein "kleines" Export modell....so oder so...hier halt Australien)
... und ist somit nicht mal die Hälfte der 1Mrd€ wert.
Eventuell hat der Autor das auch falsch verstenden von seinen Quellen.
Ggf. geht es um DREI Schiffe für (Politkerdeutsch) "etwas mehr als 1 Mrd€" = in Wirklichkeit 1,4 Mrd€ = 460Mio pro Schiff...ohne Bewaffnung natürlich.
DAS klingt für mich schon eher plausibel.
Und:
Du zitierst den Autor falsch...er hat bloss ungeschickt "MEKO" statt "A-200" verwendet, sonst nichts.
Aber einwandfrei mitgeteilt, dass diese "Australien angebotete Lösung" (Also A-200 AUS korrekt beschrieben) nun die GRUNDLAGE für die Deutsche Marine darstellt...und zumindest nicht die "veralteten" A-200 der afrikanischen Varianten !
Falls es soweit kommt, bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was da kommt.
Bilig Afrika Fregatte...oder ähnlich "MEINEM" Entwurf (= AUS)
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Das ist jetzt ne gewagte These meinerseits hinter der ich selber nicht zu 100% stehe aber wäre es möglich, dass der Autor hier zwei Sachlagen miteinander verbindet, die eigentlich getrennt voneinander existieren? Also das hier aus zwei verschiedenen Projekten aufgrund eines Namens eins gemacht wird?
Die beiden Sachlagen sind ja wie folgt:
1. TKMS kann eine MEKO bis 2029 schnell liefern
2. Insidern zufolge prüft man im BMVg ob eine MEKO-Beschaffung erfolgen soll, die sich auf rund 1mrd Euro pro Schiff belaufen könnte.
Die beiden Informationen passen für mich kein bisschen zusammen. Die Aussage von TKMS bezieht sich ja klar auf die MEKO A200. Ich kann mir aber nicht vorstellen, was man einer A200 antun muss um aus einem 630mio Euro teuren Schiff ein 1+ mrd Euro teures Schiff zu machen. Bzw gehen dürfte wohl irgendwie schon, aber dann ist das niemals mit dem Auslieferungsdatum 2029 vereinbar.
Jetzt meine These:
Im Rahmen des F126-Programms (damals noch MKS180) gab es ja bekanntlich ein Auswahlverfahren mit mehreren Stufen. Daran hat sich TKMS mit gleich zwei Iterationen beteiligt, zunächst gemeinsam mit Lürssen und nach dem Ausscheiden ein zweites mal mit GNYK.
So wie wir TKMS kennen, dürften beide dieser Entwürfe "MEKO [...]" geheißen haben.
Könnte es hier sein, dass die MEKO, die von TKMS gepitched wird (also die A200) nicht die selbe MEKO ist, über die hier angeblich beraten wird?
Dass man hier A200 und MKS-MEKO aufgrund des selben Namens einfach verwechselt?
Denn das würde zum einen den Stückpreis erklären und zum anderen auch zu dieser Aussage passen:
Zitat:Nach Einschätzung des CDU-Verteidigungspolitikers Bastian Ernst sind die heutigen Beschlüsse des Haushaltsausschusses ein Indiz dafür, „dass wir uns auf eine MEKO-Lösung anstatt auf die F126 fokussieren sollten“. Der Berichterstatter der Union für die Marine im Verteidigungsausschuss geht davon aus, dass bei einer MEKO-Beschaffung keine Abstriche bei den erforderlichen Fähigkeiten gemacht werden müssen.
https://www.hartpunkt.de/bundestag-stell...ve-bereit/
Wir sollten immerhin nicht vergessen, dass die Aussage "Dabei kommt als Alternative eigentlich nur der MEKO-200-Entwurf von TKMS in Frage." von Hartpunkt kam, nicht aus dem BMVg. Und diese getätigte Aussage beißt sich sehr mit der Aussage seitens Ernst, denn eine A200 wäre unumstößlich ein Fähigkeitsabstrich gegenüber der Damen F126. Eine der MKS-MEKOs wäre das hingegen natürlich nicht, da die Anforderungen für diese und die Damen F126 ja identisch waren.
----------
Wie gesagt weiß ich selber nicht so richtig, was ich von dieser These halten soll.
Sie fußt natürlich auf der Interpretation von Aussagen und der generellen Unfähigkeit der Fachpresse in solchen Themen sobald es ins Detail geht. Ich halte sie für durchaus plausibel, aber plausibel und wahrscheinlich sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
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(Gestern, 12:34)Milspec_1967 schrieb: Sorry, dass ist für mich Unsinn. Es war nicht meine Absicht, den Preis zu rechtfertigen, falls das falsch rüber gekommen sein sollte. Natürlich wäre er vollkommen überzogen.
Zitat:Du zitierst den Autor falsch...er hat bloss ungeschickt "MEKO" statt "A-200" verwendet, sonst nichts.
Aber einwandfrei mitgeteilt, dass diese "Australien angebotete Lösung" (Also A-200 AUS korrekt beschrieben) nun die GRUNDLAGE für die Deutsche Marine darstellt...
Kann ich so nicht erkennen:
Zitat:Die Bundeswehr plant einen milliardenschweren Kauf von Meko A-200 Fregatten beim Konzern TKMS. Grund dafür sind Verzögerungen bei einem anderen Schiffsprojekt.
Die Bundeswehr bereitet Insidern zufolge den Kauf mehrerer Fregatten des Typs Meko A-200 beim Werftenkonzern TKMS vor. Eine entsprechende Ankündigung für einen Vorvertrag habe das Parlament erreicht, sagten mit dem Vorhaben Vertraute am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wird ein fester Kaufvertrag zudem in der Regierung vorbereitet. Zunächst hatte der Branchendienst "Hartpunkt" berichtet.
Die Fregatten sind eine Alternative zum eigentlich geplanten Kauf von Schiffen der
Klasse F126, der sich seit Jahren verzögert. Der Haushaltsausschuss hatte bereits im vergangenen Jahr Ausgaben von 7,8 Milliarden Euro für eine Alternative zur F126 bewilligt. Das Verteidigungsministerium war zunächst nicht zu erreichen.
TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte im Reuters-Interview in dieser Woche gesagt: "Ich kann mir vorstellen, dass wir so eine Art Vorvertrag machen. Das heißt, wir fangen schon an, Dinge anzuarbeiten, und wenn der Vorvertrag ein gewisses Volumen hat, ist davon auszugehen, dass der dann auch in den Hauptvertrag überführt wird." Sein Eindruck sei, dass die Bundesregierung zweigleisig mit Blick auf die F126-Klasse fahre.
Den Insidern zufolge geht es mindestens um drei Schiffe, die je eine Milliarde Euro kosten würden. TKMS könne ein erstes, wie von der Marine gefordert, bis 2029 ausliefern. Weitere könnten im Abstand von weniger als einem Jahr folgen. Die Meko hatte TKMS bereits Australien angeboten und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Letztlich erhielt das Unternehmen nicht den Zuschlag.
Das lässt halt zwei mögliche Interpretationen zu:
Deine: Der Autor kennt die Unterschiede zwischen den verschiedenen denkbaren Ausführungen einer MEKO A200 und will mit "die MEKO" zum Ausdruck bringen, dass es sich ganz konkret um diese eine MEKO handelt, die für Australien angeboten wurde. Was aber schon wieder schwierig ist, da Australien zwei unterschiedliche MEKOs angeboten wurden, A200RAN und A210.
Meine: Der Autor kennt die Details der Vorgänge nicht und seine Vereinfachung begründet sich in den bekannten Aussagen von TKMS, die selbst auch gerne verallgemeinern und es so darstellen, als wären die einsatzbewährten MOTS-A200 und die beliebig nach Kundenwunsch anpassbaren A200 ein und dasselbe Schiff. Gestützt wird dam mMn dadurch, dass der entgangene Australien-Auftrag immer wieder als Begründung für einen schnellen Baustart genannt wird.
Und es ist ja auch keineswegs abwegig, dass es sich um die A200RAN handelt, über die gesprochen wird, aber ich kann absolut nicht erkennen, dass dem Autor die Unterschiede der Varianten bewusst sind oder ihm gar exklusiv eine verbindliche Information dazu vorliegt, die bisher noch keiner seiner Berufskollegen hatte.
Zumal es sich dabei lediglich um eine Reuters-Meldung handelt, die sich selbst auf Hartpunkt bezieht, der dieser Abschnitt zu Australien offenbar noch von T-online oder einem Zwischenverwerter angehängt wurde.
Ich wundere mich immer, wenn es hier für wahrscheinlicher gehalten wird, dass die eine eklatant wichtige Aussage eines Artikels sich ausgerechnet hinter einer schludrigen Ungenauigkeit verbirgt, als dass der Artikel einfach nur ein weiterer ohne Erkenntnisgewinn und mit noch weniger Fachkompetenz sein könnte.
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Ich würde die ganze Presse hierzu mit Vorsicht genießen. Allein schon das die angeblich geplanten Stückzahlen laut der jeweiligen Insider unterschiedlich sind, sagt mir hier ist viel Hörensagen ohne Substanz drin. Das hier gänzlich unterschiedliche und teils sich-ausschließende "Fakten" vorkommen ist auch fishy. Ich würde abwarten, ob und was vertraglich vereinbart wird.
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(Gestern, 13:06)DopePopeUrban schrieb: Die Aussage von TKMS bezieht sich ja klar auf die MEKO A200. Ich kann mir aber nicht vorstellen, was man einer A200 antun muss um aus einem 630mio Euro teuren Schiff ein 1+ mrd Euro teures Schiff zu machen. DMS?
Also wenn, dann hat schon Reuters diesen Fehler gemacht:
Reuters schrieb:Germany's military is preparing to purchase at least three MEKO A-200 class frigates from German warship builder TKMS, each of which comes with a price tag of around 1 billion euros ($1.17 billion) Natürlich möglich, auch wenn ich Reuters dahingehend etwas mehr zutraue als T-online, zumal die Meldung dort von Journalisten bearbeitet wurde, die häufiger über vergleichbare Themenkomplexe berichten. Das waren kein Praktikant aus der Boulevard-Redaktion.
Zitat:Könnte es hier sein, dass die MEKO, die von TKMS gepitched wird (also die A200) nicht die selbe MEKO ist, über die hier angeblich beraten wird?
Das wäre durchaus möglich. Vorvertrag über das MEKO-MKS180 für den Fall, dass NVL den Damen-Plan nicht umgesetzt bekommt. Der Vorvertrag würde die vorsorgliche "Baureifmachung" finanzieren, so dass man nach der negativen F126-Revision direkt einsteigen könnte.
Die A200-Debatte könnte ganz unabhängig davon sein, so wie wir hier ja auch zwei Formen eines F126-Ersatzes diskutieren.
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