Während einer Antiterroroperation in Afrika übermittelte eine Vielzahl von Überwachungsdrohnen eine kaum zu bewältigende Menge an Videomaterial. Das von Scale AI entwickelte Bilderkennungssystem, geschult durch Tausende markierte Aufnahmen, unterstützte die Auswertung. Das System entdeckte dabei sogar getarnte Fahrzeugbewegungen, die den Analysten zunächst entgangen waren.
Neue Technologien prägen auch die militärische Logistik. Auf Luftwaffenstützpunkten überprüfen Skydio-Drohnen die geparkten Kampfflugzeuge. Eine von Scale trainierte Software wertet die Aufnahmen aus: Sie erkennt feinste Schäden wie Risse in den Tragflächen und prognostiziert mögliche Ausfälle.
Ein Anduril-Netzwerk überwacht in Armeedepots Fahrzeuge und Sicherheit. Bei nächtlichen Alarmen prüft erst ein Roboter die Lage, bevor Personal ausrückt.
Das Pentagon treibt den Wandel voran. Die Techpartner bringen nicht nur frische Ideen – sie verändern den gesamten Beschaffungsprozess. Was früher Jahre brauchte, gelingt nun in Monaten. Dabei entstehen neue Allianzen: Ende 2024 formten Anduril und Palantir ein Konsortium mit Scale AI, SpaceX und OpenAI, um gemeinsam für große Militärprojekte zu bieten.
sehr lesenswerter Artikel:
https://www.faz.net/pro/digitalwirtschaf...46857.html
Die Meldung ist schon ein paar Tage alt, aber dennoch ein Meilenstein:
USAF führt Jäger-Drohnen YFQ-42 und YFQ-44 ein
Die US Air Force hat eine neue Klasse von Fluggeräten eingeführt: die Jäger-Drohne. Die ersten Exemplare tragen die Bezeichnungen YFQ-42 und YFQ-44.
https://www.flugrevue.de/militaer/neue-b...fq-44-ein/
Enwicklungkosten: unter 10 Millarden für 4 Jahre
Angepeilter Stückpreis: ca. 30 Millionen
Angepeilte Stückzahl: 1000+
https://www.twz.com/air/second-batch-of-...-the-first
Der bemannte Teil des NGAD wird nur noch auf Sparflamme betrieben.
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Zwei türkische Anka-3 Drohnen beim Flug:
https://www.reddit.com/r/WarplanePorn/co...?rdt=54772
https://en.wikipedia.org/wiki/TAI_Anka-3
Zitat:The Anka-3 is a flying wing type stealth UCAV currently in development by Turkish Aerospace Industries.[4][5][6] It is one of two Turkish jet-powered stealth UCAVs developed as part of Project MIUS, along with the Bayraktar Kızılelma.
Gab auch schon erste Waffentests:
https://bulgarianmilitary.com/amp/2025/0...ernal-bay/
DIe zweite türkische Drohne welche damit im Kontext die türkische Luftwaffe stärken wird:
https://en.wikipedia.org/wiki/Bayraktar_...C4%B1lelma
Zitat:The Bayraktar Kızılelma (English: Red Apple) is a single-engine, low-observable,[4] carrier-capable,[5][6][7] jet-powered unmanned combat aerial vehicle (UCAV), currently in development by Turkish defense company Baykar.[8]
Und die real existierende Bundeswehr freut sich derweilen über eine geringe Anzahl geleaster Heron Drohnen. Ohne Bewaffnung versteht sich. Aber da können die Türken machen was sie wollen, die deutsche Heron hat ein wahres Alleinstellungsmerkmal !
Die German Heron TP ist nämlich das erste unbemannte Luftfahrzeug der Welt, das mit einer deutschen vollumfänglichen Verkehrszulassung betrieben wird.
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Vielleicht mal ganz unverbindlich bei den Israelis anfragen ob man sich nicht in das Program in Ramon einkaufen könnte.
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Wieso in Israel?
Ich bin der Meinung die Türkei ist dort inzwischen eher führend.
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Weil die Israelis anscheinend schon seit etlichen Jahren LR Stealthdrohnen im aktiven Dienst haben. Da ist es nicht bei den Herons geblieben.
https://www.twz.com/air/the-existence-of...o-surprise
https://theaviationist.com/2024/10/29/my...one-video/
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Wüsste nicht, warum die Türkei oder Israel da besonders hilfreich für die Europäer sein sollten. Die kritischen Komponenten der UAV dieser Länder stammen aus den USA und Kanada, sind nur rein konfiguriert worden. Für eigene CAD Designs und Radar-Tests braucht man hier keine ausländische Hilfe. Bei gesicherter Auftragslage gibt es hier problemlos UAV in allen Farben und Formen.
Drohnenkriegsführung im Heer – Konzept für Einsatz UxS/LMS im Heer liegt vor
Zitat:Mit der Erstellung des Konzeptes und der Formulierung der jeweiligen Bedarfe sowie der vorbereitenden Maßnahmen zur Einführung neuer Systeme und Technologien erschöpfen sich leider auch die Möglichkeiten des Heeres, weiteren Einfluss auf die Thematik zu nehmen, da Drohnen, genauso wie jedes andere Gerät und Waffensystem der Bundeswehr, dem gleichen Beschaffungsprozess unterliegen. Genau hier liegt auch eine der wesentlichen Herausforderungen der Drohnenkriegsführung: Der reguläre Beschaffungsprozess – von der Erstellung eines Forderungskataloges bis zum Abschluss der Integrierten Nachweisführung – dauert oftmals länger als der technologische Innovationszyklus im Bereich der UxS.
Zitat:Zudem wird der Fokus auf die Entwicklung und Implementierung eines einheitlichen „Human-Machine-Interfaces“ gelegt, welches den Wünschen des Heeres zufolge idealerweise auch noch an das Führungssystem angebunden werden kann. Ein einheitliches Steuerungssystem über alle UxS hinweg würde die Komplexität in der Ausbildung und Nutzung signifikant reduzieren und insbesondere in Kriegszeiten die Einführung neuer Systeme erleichtern
Da ist BW Superlösung. Man will eine Fernsteuerung, ein Display und eine Brille(?) für verschiedenste Drohnen. Danach klingt es zumindest. Das wäre in der Theorie super, aber auch unnötig. Das machen die Hersteller niemals mit, bzw. fallen dann kommerzielle/internationale Drohnen weg und jedes System müsste extra an das BW „Human-Machine-Interface“ angepasst werden. Im dem Bereich kommen alle paar Monate neue Brillen und Displays raus. Bis sich die BW auf etwas festgelegt hat, ist es schon veraltet.
https://www.hartpunkt.de/drohnenkriegsfu...liegt-vor/
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Gerade auch entdeckt. Mein erster Gedanke war allerdings ein anderer.
Absolut sinnig und notwendig.
Mein einziger Kritikpunkt ist die Frage nach der Bezahlung der Industrie. Um das zu verdeutlichen: um die dort angesprochene KI und auch die Wirkmittel und Verbringer zu entwickeln und ständig weiterentwickeln zu können müssen Bestellungen vorliegen, am besten in hohen Stückzahlen und langfristig. Also 10 Jahre lang das in der Stückzahl, jedes Jahr neue Version.
Da die Steuerung möglichst gleich bleiben soll, die Akkus u.ä. wenn möglich auch, es explizit im Text auch um die Ausbildung von Mulziplikaterausbildern ging, kann so schnell eine Stückzahl erreicht werden. Was dann zu alt wird kann man immer noch an befreundete abgeben.
Übrigens beantwortet der Text deine Frage nach der Brille und Fernsteuerung.
Grob: " um wie heute einen Soldaten das UGV fernzusteuern, einen weiteren Soldaten zur Bedienung der Waffe zu brauchen und einen weiteren der beide im Nahbereich schützt, soll entsprechende KI entwickelt werden. Ohne die Man in the Loop Fähigkeit zu verlieren. Die kognitive Belastung aber möglichst gering zu halten ".
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(21.03.2025, 16:20)Diogenes schrieb: Da ist BW Superlösung. Man will eine Fernsteuerung, ein Display und eine Brille(?) für verschiedenste Drohnen. Danach klingt es zumindest. Das wäre in der Theorie super, aber auch unnötig. Das machen die Hersteller niemals mit, bzw. fallen dann kommerzielle/internationale Drohnen weg und jedes System müsste extra an das BW „Human-Machine-Interface“ angepasst werden. Im dem Bereich kommen alle paar Monate neue Brillen und Displays raus. Bis sich die BW auf etwas festgelegt hat, ist es schon veraltet.
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Es geht glaube ich weniger um das FPV Spielzeug, sondern um wirkliche Drohnen ;-) Diese fliegt man ja nicht mit mehr VR-Brille, sondern sitzt als Bediener an einer richtigen Terminal artigen Konsole: Bedienpult, Tastatur, Joystick, mehreren Monitoren usw. die in der Regel weiter weg vom Geschehen in einem mobilen Container oder als feste Installation irgendwo stehen.
Jetzt kann aber die Konsole, also die Knöppjes, die Beschriftung, die Menüführung, die Telemetrieinformationen, der Mechanismus zum Aufschalten auf Ziele oder Auslösen der Waffen, etc. jeweils individuell nach Hersteller oder Drohne gestaltet sein. DAS will man aber nicht. Man will im Optimalfall an der gleichen Konsole, mit einheitlich geschultem Personal, eine breitere Palette von Drohnen der Klasse 1 und 2 bedienen können. Das ist nachvollziehbar und sinnvoll. Gerade da man auch gleichzeitig der Truppe ermöglicht auch auf tieferen Ebenen gewisse FPV/UAV quasi eigenständig für den wahrgenommenen Bedarf zu beschaffen, ist es um so mehr notwendig, gemeinsame Standards frühzeitig zu definieren, bevor eine "Schatten-Drohnenwirtschaft" innerhalb der Bw außer Kontrolle gerät.
Es geht im Text um Klein- und Minidrohnen. Die werden nicht aus dem Container bedient. Die werden im Rucksack transportiert, da gibt es kein Terminal.
Die werden mit "VR Brillen", "Gameboys" und Controllern gesteuert. Das mag für die älteren Semester kindisch wirken, aber diese "Spielzeuge" sind für viele Verluste in der Ukraine verantwortlich.
Das sich die BW einen Standard wünscht kann ich sehr gut vollziehen. Ich hätte gerne nur noch eine Fernbedienung.
So funktionert die Industrie nicht. Dafür entwickelt sich die Technik zu schnell.
Das ist aber kein großes Problem. Die Dinger sind sich recht ähnlich:
[Bild: https://cdn.sanity.io/images/mgxz50fq/~p...uto=format]
[Bild: https://images.techeblog.com/wp-content/...rone-1.jpg]
Besteht die BW auf ihr System fallen viele Hersteller wie Anduril oder Sykdio raus, bzw. müssen die Systeme erst angepasst werden. Das kostet Zeit und Geld und die beiden genannten Hersteller werden wenig Lust haben sich mit deutschen Vorschriften auseinanderzusetzen.
Die Kosten für solche System bewegen sich in 3- bis 4stelligen Bereich und der Ausbildungaufwand hält sich Grenzen. Ein BW NormSystem wäre Quatsch.
Noch ist nichts entschieden. Warten wir es ab.
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(21.03.2025, 09:22)KheibarShekan schrieb: Wüsste nicht, warum die Türkei oder Israel da besonders hilfreich für die Europäer sein sollten. Die kritischen Komponenten der UAV dieser Länder stammen aus den USA und Kanada, sind nur rein konfiguriert worden. Für eigene CAD Designs und Radar-Tests braucht man hier keine ausländische Hilfe. Bei gesicherter Auftragslage gibt es hier problemlos UAV in allen Farben und Formen.
Immer mehr kritische Komponenten wurden bei den türkischen UAV/UCAV in den letzten Jahren durch heimische Komponenten ersetzt. So setzt Baykar seit einigen Jahren bei den türkischen Bayraktar TB2 Drohnen das CATS Zielerfassungssystem von Aselsan ein. Die Akinci Drohne die an der Suche des Wracks des abgestürzten Helikopters des bei dem Unglück verstorbenen iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi beteiligt war mit einem ASELFLIR-500 ausgestattet.
(21.03.2025, 16:50)Falli75 schrieb: Gerade auch entdeckt. Mein erster Gedanke war allerdings ein anderer.
Absolut sinnig und notwendig.
Mein einziger Kritikpunkt ist die Frage nach der Bezahlung der Industrie. Um das zu verdeutlichen: um die dort angesprochene KI und auch die Wirkmittel und Verbringer zu entwickeln und ständig weiterentwickeln zu können müssen Bestellungen vorliegen, am besten in hohen Stückzahlen und langfristig. Also 10 Jahre lang das in der Stückzahl, jedes Jahr neue Version.
Wozu?
Wir reden hier von Wegwerfdrohnen. KI klingt teurer als es in Wahrheit ist, das wird alles schon entwickelt. Das sind keine Milliardensummen in der Entwicklung. Da muss die BW wenig machen.
Das sind keine Kampfjets oder Panzer. Warum sollten wir einen Anbieter mit einer 10 Jahres Garantie beschenken und hohe Stückzahlen auf Vorrat ergibt auch wenig Sinn.
Der Markt lebt von der Konkurrenz. Die BW soll das kaufen was sie braucht und was angeboten wird. Man braucht keine einheitliche Ausrüstung oder zentralisierte Ausbildung.
Dann beschafft Battalion A die Drohne X und Battalion B die Drohne Y, je nach Auftrag.
Das mag der deutschen Soldatennatur widersprechen, wäre aber die pragmatische Lösung.
Flexibilität ist gefragt und im Bereich UAV funktioniert die (soziale) Marktwirtschaft. Es gibt keinen Grund durch Lobbypolitik auch diesen Markt kaputt zu machen.
Die Rüstungslobby hat schon mal unser nationale Luft-und Raumfahrtindustrie zerstört. Wie versuchen sie gerade mühselig in kleinem Umfang wieder aufzubauen.
Ein BW Drohnenprogramm, welches auf den nächsten Großauftrag für Airbus hinausläuft, braucht keiner.
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Warum entwickeln sie die denn?
Weil sie im Moment viele davon in die Ukraine verkaufen können und eine Lizenzproduktion in selbiger aufbauen können.
Dann ist der Krieg zu Ende und dann?
Du bekommst nur private oder instutionelle Fonds aufgelegt um eine Produktion überhaupt finanziell aufbauen zu können, wenn massive Abnahmen quasi gesichert sind.
Deshalb genau wie bei Ari Munition langfristige Verträge, bloß hier mit dem Zusatz, jedes Jahr eine neue Generation liefern zu können, durch die schnelle Entwicklung auf diesem Gebiet.
Nee.
Alleine was DJI in den letzten 10 Jahren an Innovationen rausgehauen hat, übertrifft jede deutsche Rüstungslobby Maßnahme bei weitem. Anduril, Skydio entwickeln nicht für die Ukraine. (ich nenne die beiden weil sie gerade "Hot Shit" sind, es gibt auch andere)
Langfristige Industrieverträge würde die Entwicklung in Deutschland nur ausbremsen. Lass das mal den "Markt" regeln.
Wir sind eine freie, soziale Marktwirtschaft, keine Planwirtschaft.
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Um dein Argument zu nutzen, selbst wenn du es nicht mehr liest, stellt sich die Frage in wie weit DJI irgendwelche KI an Bord hat?
Desweiteren inwieweit Glasfaser, um ein Beispiel zu nennen, einen zivilen Marktwert hat, in hoch ECM belasteten Frontregionen aber sehr wohl.
Um dieses Marktvolumen zu erreichen musst du Dinge bauen, die sich am zivilen Markt durchsetzen. In militärischen Drohnen sind wir über dieses und den entsprechenden Preis aber schon weit hinaus.
Komme mir hier bitte keiner mit , aber die DJI können doch zu dir zurück fliegen, also haben sie KI. Ich denke das hätten wir 1992 in der 10. Klasse in Turbopascal programmieren können, hätte es GPS u.ä. samt entsprechenden Empfängern gegeben.
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