Indien
(03.02.2026, 12:27)Kongo Erich schrieb: Das bestätigen übrigens auch die hiesigen Mainstream-Medien. Der vorhin zitierte FOCUS schreibt z.B. deutlich "laut Trump". Und hier ein anderer Artikel zum Thema (Nach verbalem Gequarke und Wiederholung der Trumpschen Aussagen wird das auch deutlich - man muss halt bis zum Schluß lesen):
Kopie hier
also - keine Einstellung, aber möglicherweise eine Reduzierung ...

Und es geht nicht um "Mainstream-Medien" sondern um "Geqarke Trump" kontro Deinem (@ lime's) indischem Geschäftsfreund.

Laut ihm hätte Trump Ähnliches schon 11 Mal über Indien behauptet ohne dass es dazu gekommen wäre. In Indiens Geschäftswelt macht man sich darüber wohl sehr lustig. Auch kommt der Deal insgesamt eher schlecht an, zu nachteilig für Indien, unabhängig von der Öl-Behauptung.
Zitieren
In Indien werden jetzt Touristenvisa entzogen wenn die Touristen aktiv Propaganda gegen Israel und für Palästina betreiben.

https://indianexpress.com/article/india/...-10510848/
Zitieren
Die Verbindung Indien - Israel wird jetzt "näher" als ich gedacht hatte
Zitieren
Zurück zur Wirtschaftskraft Indiens.
Im Kontext mit dem Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien schreibt die Berliner Zeitung:
Zitat: ...
Die Vereinbarung umfasst etwa zwei Milliarden Menschen, fast ein Viertel der Weltbevölkerung und mehr als ein Fünftel der globalen Wirtschaftsleistung.
Schon jetzt beträgt das bilaterale Handelsvolumen circa 180 Milliarden Euro. Ein positiver Effekt der Handelserleichterungen auf den Wohlstand beider Wirtschaftsräume lässt sich kaum vermeiden. Die Details sind noch nicht bekannt, die Ratifizierung wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, aber die mediale Aufmerksamkeit spricht für sich. Die „Mother of all Deals“ sendet ein wichtiges Signal zur Zukunft europäisch-indischer Zusammenarbeit.
Warum dieses Abkommen so bedeutsam ist, zeigt ein Blick auf Indiens wirtschaftliche Dynamik: Als aktuell je nach Lesart viert- oder fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst das Land mit jährlich etwa 7 Prozent und wird bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich Deutschland und Japan überholt haben. Mit knapp 1,5 Milliarden Menschen und einem Durchschnittsalter von unter 30 Jahren (EU: ca. 45 Jahre) verfügt Indien über eine junge, wachsende Bevölkerung. Indien investiert massiv in die eigene Infrastruktur, verfügt über reichlich gut ausgebildete Fachkräfte und produziert bereits heute etwa jedes fünfte iPhone der Welt. Die Komplementarität zu Europas alternder, schrumpfender Bevölkerung liegt auf der Hand und eine engere wirtschaftliche Verflechtung erscheint nicht nur auf den ersten Blick und nicht erst seit 2026 sinnvoll.
,,,
Kopie hier
Zitieren
Raksha Mantri und sein französischer Amtskollege werden gemeinsam den Vorsitz beim 6. jährlichen Verteidigungsdialog in Bengaluru führen
https://www.pib.gov.in/PressReleasePage....g=3&lang=1
Veröffentlicht am: 15. Februar 2026, 14:55 Uhr, von PIB Delhi
Raksha Mantri Shri Rajnath Singh wird gemeinsam mit der französischen Ministerin für Streitkräfte und Veteranenangelegenheiten, Catherine Vautrin, am 17. Februar 2026 in Bengaluru, Karnataka, den Vorsitz des 6. jährlichen Verteidigungsdialogs zwischen Indien und Frankreich führen. Bei dem Treffen wird die gesamte Bandbreite der bilateralen Verteidigungszusammenarbeit überprüft, wobei der Schwerpunkt auf der Ausweitung der industriellen Zusammenarbeit liegt.

Während des Treffens soll ein Verteidigungskooperationsabkommen um weitere 10 Jahre verlängert werden, wobei voraussichtlich in Anwesenheit beider Verteidigungsminister eine Absichtserklärung über ein Joint Venture zur Herstellung von Hammer-Raketen unterzeichnet wird. Außerdem wird eine Ankündigung bezüglich des gegenseitigen Einsatzes von Offizieren in Einrichtungen der indischen Armee und der französischen Landstreitkräfte erwartet.

Die beiden Minister werden voraussichtlich auch der virtuellen Einweihung der Endmontage des leichten Mehrzweckhubschraubers H125 von Tata Airbus durch Premierminister Shri Narendra Modi und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Vemagal, Karnataka, beiwohnen.

Die Verteidigung ist seit jeher ein wichtiger Pfeiler der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Die starken und dauerhaften bilateralen Beziehungen spiegelten sich 2024-2025 in einer Reihe hochkarätiger Austauschprogramme wider. Premierminister Modi war Ehrengast bei der Parade zum Bastille-Tag im Juli 2023, bevor der französische Präsident als Ehrengast die Parade zum Tag der Republik 2024 beehrte.

Die jüngste Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft zwischen Indien und der EU ist ein wichtiger Schritt zur Vertiefung des gemeinsamen Engagements mit den europäischen Nationen. Die militärische Zusammenarbeit nimmt zu. Indien und Frankreich führen regelmäßig drei große Manöver durch – das Manöver Shakti mit der Armee, das Manöver Varuna mit der Marine und das Manöver Garuda mit der Luftwaffe – sowie mehrere andere Gelegenheitsengagements.

Dies wäre der erste Besuch von Catherine Vautrin in Indien, seit sie am 12. Oktober 2025 das Amt der französischen Verteidigungsministerin übernommen hat. Der jährliche Verteidigungsdialog zwischen Indien und Frankreich ist ein strukturiertes bilaterales Treffen auf Ministerebene, bei dem die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung und Sicherheit überprüft und gelenkt wird. Die 5. Ausgabe des Treffens fand vom 11. bis 13. Oktober 2023 in Frankreich statt.
***
VK/SR/Savv
Zitieren
(03.08.2025, 11:39)Kongo Erich schrieb: Indien lässt sich von DT nicht "bestrafen". Das nationale Selbstbewusstsein von Modi & Co. wird eher zu einer Trotzreaktion führen.
das zeigt sich auch aktuell wieder:
Zitat: ...
Derweil legt ‌Indien ein geplantes Handelsabkommen mit den USA Insidern zufolge vorerst auf Eis. Grund sei die amerikanische Untersuchung zu Überkapazitäten in der Industrie, sagten vier mit der Sache vertraute Personen. Eine Unterzeichnung des Abkommens könne ‌sich nun um mehrere Monate verzögern. Die indischen Ministerien ​für Handel und Äußeres äußerten sich zunächst nicht zu ‌den Informationen.
...
Zitieren
Mit dem Überfall auf den Iran haben Israel und die USA der aufstrebenden Regionalmacht Indien ziemliche Schwierigkeiten bereitet. So kommentiert die FAZ:
Zitat:Energiekrise:
Indiens böses Erwachen

Der Subkontinent importiert sein Gas fast komplett vom Golf. Das kommt die Inder nun teuer zu stehen.

Noch ist der Irankrieg nicht beendet, doch bereits heute hat er einen überraschenden Verlierer hervorgebracht: Indien, das sich wie kaum ein anderes Land von Energieimporten aus Nahost abhängig gemacht hat. Seit die Revolutionsgarden die Straße von Hormus abgeriegelt haben, wissen die Inder nicht mehr, wie sie ihr Abendessen kochen sollen. Weil der Subkontinent fast sein gesamtes Gas vom Golf ­importiert, wo derzeit 22 indische Frachter festsitzen, herrscht in Delhi und Mumbai Panik auf der Jagd nach Gaszylindern. Schon kommen Fragen auf, ob es bald noch Lebensmittel gibt, die sich zubereiten lassen – stellt Gas in Indien doch auch die Grundlage für Dünger dar.
...
paywall - Kopie hier
Indien (und die Welt) stehen vor einer Düngerkrise.

Nun lassen die Revolutionsgarden indische Schiffe durchaus passieren, wie erst die letzten Tage gezeigt haben.
Aber die Risiken - etwa für verirrte Drohnen und Raketen oder für Verwechslungen - sind trotzdem hoch, auch wenn keine Minen durch die Straße von Hormus treiben.

Dennoch wird die mangelnde Rücksicht auf die Bedarfe der Inder sicher nicht zur Förderung der Beziehungen zwischen Indien einerseits und Israel wie den USA andererseits beitragen. Es sei denn, beide Staaten können mit Ausgleichsmaßnahmen den Schaden der Inder minimieren. Das muss nicht zwingend ausschließlich die Gasversorgung betreffen. Denkbar ist auch eine Unterstützung bei den Plänen der Inder, sich in der Rüstungswirtschaft möglichst unabhängig zu machen.

Darüber hinaus werden die Inder auch eine Lektion umsetzen, die vor ihnen bereits die Chinesen umgesetzt haben: weg von fossilen Energien und eine möglichst breite Diversifikation. Indiens Küsten bieten gute Verhältnisse für Windkraft (Monsun), die Wüsten im Nordwesten an der Grenze zu Pakistan eignen sich für Solarkraftwerke, Wasserkraft könnte im Himalaya intensiviert werden. Und vor einem guten Jahr hat Indien eine Atomkraftoffensive gestartet. Derzeit hat Indien twa 19 bis 22 Reaktorblöcke (Stand 2022/2025) in Betrieb, was aber nur ca. 3 % der Gesamterzeugung ausmacht.
8 weitere Reaktoren sind im Bau. Die Regierung strebt bis 2047 eine Kapazität von 100 GW an, mittelfristig 22 GW bis 2032.
Indien dabei zu unterstützen und Versorgungslücken zu schließen - das könnte eine dankbare Aufgabe für uns in der EU sein, und das wäre sicher nachhaltiger als die Entsendung einer Kriegsflotte, die den Golf noch unsicherer macht.
Zitieren
Wie sieht es denn mit der Wasserversorgung aus dem Himalaya aus? Gehen nicht auch da die Gletscher zurück?
Das Wasser könnte da bald knapp werden.
Zitieren
Ein gutes Argument. Ich denke allerdings weniger an große Stauwerke mit riesigen Turbinenleistungen, sondern an lokale Anlagen, die (zweiter Schritt) ggf. über ein kleinteiliges Verbundnetz miteinander gekoppelt werden können.
So viel Strom für den örtlichen Bedarf liefern die Kleinturbinen und ihre Wasserlieferanten - in der Größe unseren mittelalterlichen Mühlen entsprechend - allemal. Die Wasserversorgung kann dann auch mit lokalen Kräften gesichert bzw. wieder hergestellt werden.
Solche kleinteiligen und dezentralen Anlagen sind nicht nur robuster gegen eine Reduzierung von Niederschlägen, sondern auch gegen gewaltsame Störungen anderer Art.
Zitieren


Gehe zu: