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@Quintus Fabius
Die deutsche Polizei ist selbst in die Zwangsprostitution verwickelt. Mit ihrer Duldung übt nämlich eine ganz bekannte Rockergang die Kontrolle über weite Bereiche des deutschen Rotlichtmilieus aus - wohl damit osteuropäische Gruppen möglichst nicht darin eindringen.
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zum Thema "Zwangsprostituion"
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article11285252/Yamina-15-die-Geschichte-eines-Wegwerfmaedchens.html">http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... chens.html</a><!-- m -->
Zitat:30.11.10
Zwangsprostitution
Yamina (15), die Geschichte eines Wegwerfmädchens
Frischfleisch für Freier: 70 Männer pro Woche hätte Yamina, eine Zwangsprostituierte, bedienen müssen. Ihr Fall zeigt die Hilflosigkeit der Behörden.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/debatte/article112900895/Bei-der-modernen-Sklaverei-versagt-unser-Staat.html">http://www.welt.de/debatte/article11290 ... Staat.html</a><!-- m -->
Zitat:Meinung 19.01.13
Zwangsprostitution
Bei der modernen Sklaverei versagt unser Staat
Der Staat tut zu wenig gegen Missbrauch und Menschenhandel: Die Opfer werden nicht ausreichend unterstützt, und Bordelle werden in Deutschland schlechter kontrolliert als Eckkneipen. Von
....
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/">http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/</a><!-- m -->
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.jungewelt.de/2013/04-15/030.php">http://www.jungewelt.de/2013/04-15/030.php</a><!-- m -->
Zitat:15.04.2013 /
Betteln und Sklave sein
100 bis 140 Millionen Kinder müssen weltweit ihr Leben als Street children fristen. Menschenrechte stehen für sie nur auf dem Papier
...
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Zitat:Die Fußball-WM 2022 in Katar sorgt für einen neuen Skandal: Laut "Guardian" schuften bei der Vorbereitung des Turniers Tausende nepalesische Bauarbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen. Zuletzt sei im Schnitt fast täglich ein Arbeiter gestorben.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...24692.html
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Ein Großereignis wie eine WM an einen Zwergstaat mit knapp 2 Mio. Einwohnern (davon 70% nicht mal aus dem Lande selbst stammend) und absoluter Monarchie zu vergeben, ist ein Treppenwitz an Unlogik. Dabei ist Ausbeutung von Indern, Philippinos und Pakistanis in diesen Staaten am Golf ein offenes Geheimnis. Aber: Man muss nicht nur alleine nach dem Nahen Osten oder nach den Golfstaaten schauen, um Sklaverei zu entdecken...
Zitat:EU-Bericht: In Europa leben 880.000 Sklavenarbeiter
Es sind erschreckende Zahlen, die nach SPIEGEL-Informationen ein Ausschuss des Europäischen Parlaments ermittelt hat: In der EU leben Hunderttausende Menschen wie Sklaven, ein Viertel von ihnen wird sexuell ausgebeutet. Der volkswirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden.
Hamburg - Rund 880.000 Menschen in der Europäischen Union gelten als Sklavenarbeiter, mehr als ein Viertel von ihnen wird sexuell ausgebeutet. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus einem Bericht des CRIM-Komitees hervor. Das Komitee ist ein Sonderausschuss des Europäischen Parlaments, der organisiertes Verbrechen, Geldwäsche und Korruption in Europa untersucht. [...]
Demnach machen organisierte Verbrecherbanden allein mit Menschenhandel jährlich Profite in Höhe von rund 25 Milliarden Euro. Dadurch wird in der EU jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden in dreistelliger Milliardenhöhe angerichtet.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fast-eine-million-sklavenarbeiter-leben-in-der-eu-a-927563.html">http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 27563.html</a><!-- m -->
Schneemann.
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wir sollten nicht so auf andere Länder herabsehen - die Mißstände gehen bis Europa und Deutschland:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/rumaenien-menschenhandel100.html">http://www.tagesschau.de/ausland/rumaen ... el100.html</a><!-- m -->
Zitat:Europäischer Tag gegen Menschenhandel
Wie Mädchen zur Ware werden
Weltweit leben Millionen Menschen in Sklaverei, erleben Zwangsprostitution und Zwangsheirat. Viele von ihnen sind von kriminellen Banden verkauft worden. Häufig heißt das Ziel Deutschland. Viele Mädchen werden in Rumänien "angefixt".
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Regelmäßig kommen junge Mädchen in ihre Sprechstunde, erzählt die Psychologin, und berichten vom "Anfixen". Einmal in der Hand von Zuhältern, werden die Mädchen zur billigen Ware degradiert. "Die Preise für Mädchen sind niedrig: Sie liegen zwischen 500 und 2000 Euro", sagt Dan Popescu, der in Bukarest für die rumänische Anti-Aids-Vereinigung ARAS arbeitet: "Das trägt mit dazu bei, dass die Mädchen sehr oft die 'Besitzer' wechseln und sich ihre Spuren sehr rasch verlieren. Heute können sie noch in der Nähe des Nordbahnhofs, aber zwei Tage später bereits nach Deutschland verkauft worden sein."
...
Für die Zuhälter ist das ein gutes Geschäft: Menschenhandel lohnt sich. 25 Milliarden Euro erwirtschaften kriminelle Banden in Europa im Jahr, auch mit Prostitution, schätzt man im Europaparlament. Man geht dort von etwa 270.000 Zwangsprostituierten in ganz Europa aus. "Die Opfer werden hauptsächlich im Ausland ausgebeutet", sagt ein rumänischer Kripo-Beamter, der anonym bleiben will. "Man kann schon von traditionellen Zielorten für die Opfer des Menschenhandels sprechen: Italien, Spanien, Griechenland, Deutschland." Neuerdings, so der Beamte, würden auch immer mehr rumänische Opfer des Menschenhandels in skandinavischen Ländern identifiziert.
Stand: 18.10.2013 11:56 Uhr
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/amnesty-international-tausende-indonesierinnen-sklavinnen-in-hongkong-12674264.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 74264.html</a><!-- m -->
Zitat:Amnesty International
„Tausende Indonesierinnen ,Sklavinnen’ in Hongkong“
21.11.2013 · Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Indonesien und Hongkong vor, nichts gegen die Ausbeutung indonesischer Einwanderinnen in Hongkonger Haushalten zu unternehmen. Die Frauen berichten über Gewalt und Lohnbetrug.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.gmx.net/themen/nachrichten/panorama/40ax5i4-frauen-london-sklaverei-gehalten#.hero.Frauen%20als%20Sklaven%20gehalten.647.223">http://www.gmx.net/themen/nachrichten/p ... en.647.223</a><!-- m -->
Zitat:21.11.2013, 16:23 Uhr
Frauen in London in "Sklaverei" gehalten
... Viele Jahre sollen sie unter unvorstellbaren Bedingungen in einem Haus in London als moderne Sklaven festgehalten worden sein: Jetzt wurden drei Frauen von der Polizei befreit
...
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Wenn ihr Mal ein Standardwerk dazu lesen wollt, das sehr gut geschrieben ist und viele überraschen wird. Die Geschichte der Sklaverei von Egon Flaig. Der Name Hindu-Kusch wird dort mehrfach fallen. Keine Spoiler.
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Ja, die Massenversklavung von Hindus durch muslimische Invasoren und die genozidalen muslimischen Kriege in Nordindien sind auch so ein Kapitel, dass außerhalb von Indien praktisch unbekannt ist.
Ich weiß noch nicht genau wo ich es hinpacke, aber Sklaverei im allgemeinen bzw. eine Weltgeschichte der Sklaverei etc. sind hier ja nicht das Thema.
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Da gebe ich dir recht, allerdings haben Rom ubd später die muslimischen Staaten ihre Landwirtschaft und ganzes Stastssystem auf Sklaverei aufgebaut, stärker als Brasilien und die USA später.
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In dem Kontext ebenfalls fast völlig unbekannt, insbesondere in Deutschland ist, dass die frühen Deutschen bei ihrer Expansion über die Elbe durchaus sehr aktiv als Sklavenjäger über die dort lebenden slawischen Stämme herfielen und diese an die Muslime an der Südküste Frankreichs verkauften, wo es regelrecht Sklavenjäger-Festungen gab, von denen aus diese Menschen dann in den islamischen Raum exportiert wurden. Viele deutsche Adelsgeschlechter die sich bei der Ostexpansion hervor taten, betätigten sich zugleich vor allem als Sklavenjäger und sekundär als Sklavenhändler. Und zwar war hier die Besonderheit, dass man selten direkt an die Muslime verkaufte, sondern die Sklaven über jüdische Zwischenhändler verhökerte.
Gerade im Frühmittelalter lebten viele Juden in Mitteleuropa vom Sklavenhandel. Deutsche Adelige verkauften die Sklaven primär über Juden und diese unterhielten beispielsweise in Koblenz und Regensburg recht große Sklavenmärkte. Überhaupt nicht das Bild was man so vom Frühmmittelalter in Deutschland und den Juden in dieser Zeit hat. Mit dem immer weiter steigenden Bedarf an Eunuchen spezialisierten sich jüdische Familien auch darauf, slawische Jungen zu kastrieren was als wirtschaftlicher galt als sie erst im Zielland entsprechend zu verstümmeln. Denn die Rate derjenigen welche das aufgrund Wundinfektion usw. nicht überlebten war relativ hoch. So wurde die "Rohware" möglichst unmittelbar "weiterverarbeitet". Wohlstand wie Landbesitz deutscher Adeliger in Ostdeutschland und Osteuropa begründeten sich oft auf Sklavenjagden, der entsprechenden Entvölkerung der Landstriche und der Inbesitznahme und Neubesiedelung des vorher von den Slawen dort entleerten Landes.
Auch in Deutschland selbst gab es im Frühmittelalter und teilweise noch bis ins Hochmittelalter hinein gar nicht so wenig Sklaven. Insbesondere begehrt waren hier Kinder und Junge Frauen, was zu der Praxis führte, bei den genozidalen Sklavenjagden im Osten alle Männer immer systematisch zu töten und nur Kinder und Junge Frauen übrig zu lassen. Letztgenannte wurden oft systematisch massenvergewaltigt, was meiner Einschätzung nach ein hoher Motivator für junge Deutsche in dieser Zeit war, sich an diesen Sklavenjagden zu beteiligen. Regellose Gewaltausübung ohne jede Konsequenzen, Vergewaltigung junger schöner Frauen und Bereicherung sind starke Motive. Darin unterschieden sich die deutschen Sklavenjäger in keinster Weise von den Muslimen in Nordindien, während der islamische Sklavenhandel in Afrika eher auf junge Männer aus war.
Mit der zunehmenden Christianisierung und durch den massiven Kampf der Kirche gegen die Versklavung von Christen ging dann die Sklaverei in Deutschland massiv zurück und starb im Hochmittelalter dann langsam ab. Zudem wurde die Sklaverei durch die immer weitergehende Entrechtung armer Bauern und die Ausweitung der Leibeigenschaft zunehmend ersetzt. Der Leibeigene wurde der Ersatz für die Sklaven. Dennoch ist es vielleicht ganz interessant festzuhalten, dass die Sklaverei in Deutschland keineswegs illegal war und zwar noch lange Zeit nicht. In Preußen war es beispielsweise noch bis 1794 theoretisch legal Sklaven zu haben, vorausgesetzt diese waren keine Christen, auch wenn dies zu dieser Zeit keine praktische Rolle mehr spielte. Das Gesetz hielt im weiteren fest, dass Ausländer bei einem vorübergehenden Aufenthalt jedoch weiterhin Sklaven behalten durften. Diese wurden jedoch automatisch frei, wenn der Ausländer sich dauerhaft ansiedelte.
Einzelfallweise kam es noch bis ins 19 Jahrhundert zu Fällen wo Gerichte in Deutschland über Sklaven entschieden. Den Schluss bildete ein Prozess, bei dem ein Deutscher der einen Sklaven aus Brasilien mitgebracht hatte. Das Gericht in Beriln entschied im Jahr 1854, dass der Sklave kein Anrecht auf Freiheit hätte, weil der Deutsche zugleich die brasilianische Staatsbürgerschaft habe und sich eben nur vorübergehend in seiner Heimat aufhalte. Damit sei der Sklave weiterhin Eigentum des Deutschen. Basierend auf diesem Urteil wurde dann erst 1857 das Gesetz entsprechend geändert, dass jeder Sklave der Deutschen Boden betritt automatisch frei ist. Damit war Sklaverei beispielsweise in Deutschland de facto und de jure bis 1857 noch möglich. Das bezog sich aber nur auf Deutschland. In den deutschen Kolonien war Sklaverei noch bis zum 1WK durchaus gang und gäbe, vor allem in Deutsch-Ostafrika.
Sklavenhandel durch Deutsche wurde ebenfalls erst 1895 verboten. Bis dahin war es legal mit Sklaven im Ausland zu handeln. Das Gesetz dazu ist amüsanterweise immer noch in Kraft und gültig für die Bundesrepublik Deutschland.
https://www.gesetze-im-internet.de/sklhg/__2.html
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Bezüglich Leibeigenschaft als Ersatz für Sklaverei:
Inwieweit wurde die Leibeigenschaft durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der frühen Neuzeit begünstigt - die gesellschaftlichen Rangunterschiede nahmen offenbar zu - und wo und inwieweit gab es regionale Unterschiede bei der Leibeigenschaft?
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Das ist ein immens umfangreiches und komplexes Thema, und ich habe leider zur Zeit sehr wenig Zeit.
Auf das allergröbste und kürzeste:
Ein wesentlicher Faktor waren Abkühlung (kleine Eiszeit), allgemein klimatische Verschlechterungen und Wetterereignisse.
Arbeitskräftemangel nach der Pest auf den Gütern des Adels und der Wohlhabenden.
Dann war der 30jährige Krieg ein Faktor, der viele Bauern in die Leibeigenschaft brachte.
Eine allgemeine Verschlechterung der Sicherheitslage in der frühen Neuzeit, denn Leibeigenschaft bedeutete für verarmte Personenkreise auch zugleich einen gewissen Rechtsschutz und Sicherheit gegen Übergriffe von anderen (außer natürlich ihrem jeweiligen Herrn / Landeigentümer).
Verminderte soziale Aufstiegschancen und immer massivere Unterschiede zwischen Adel / Wohlhabenden und dem einfachen Volk. Erstarrende soziale Strukturen mit nachhaltiger Konzentration von Macht und Reichtum in den Händen weniger.
Wegfall der Heiratsbeschränkungen bei den Leibeigenen. Was in der Frühzeit der Leibeigenschaft tatsächlich ein Hauptargument dafür war kein Leibeigener zu werden.
Veränderte militärische Strukturen (Söldnerheere statt Feudalaufgebote)
Vorteile der Leibeigenschaft für verarmte Bauern (kein Wehrdienst, keine Verantwortung, der Eigentümer hatte auch Pflichten gegenüber den Leibeigenen, insbesondere, dass er sie bei Missernten ernähren musste etc)
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