(Amerika) Alba, CELAC, Mercosur, UNASUR, Telesur (u. a.)
Wie gierig greift die US-Regierung nach Südamerika? Bereits beim Griff nach Venezuela war ein Hintergrund nicht nur "das Öl" (von wegen "Drogen") sondern auch das Interesse, China aus Venezuela heraus zu drängen. Nun könnte ein weiterer Pfeil im Köcher der Trump-Regierung stecken:
Zitat:Wirft Trump nun auch ein Auge auf das "Lithium-Dreieck" in Südamerika?
Aktualisiert am 30.01.2026, 11:29 Uhr

Ob Elektroautos oder KI-Geräte: Ohne das Leichtmetall Lithium läuft nichts. Die Nachfrage steigt weltweit. In Südamerika gibt es im sogenannten "Lithium-Dreieck“ ein großes Vorkommen. Derzeit profitiert vor allem China davon. Könnten die USA unter Donald Trump nach Venezuela nun auch diese Region ins Auge fassen?

Eine Analyse
von Anne-Kathrin Hamilton

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China dominiert Verarbeitung von Lithium weltweit
Bei der weltweiten Verarbeitung von Lithium steht China auf Platz eins. Das Land kontrolliert mehr als 70 Prozent der weltweiten Lithium-Raffinationskapazitäten, während Nordamerika und Europa zusammen nur wenige Prozent stellen. Im Sommer 2025 entdeckte China zudem eine große Lithium-Lagerstätte in der Provinz Hunan. Damit steigen die chinesischen Lithiumreserven auf 16,5 Prozent an, wie die Regierung mitteilt. Auch beim ausländischen Lithium mischt China mit, etwa in Südamerika.

China profitiert vom Lithium-Dreieck in Bolivien, Chile und Argentinien
In der Grenzregion zwischen Chile, Argentinien und Bolivien lagern rund 70 Prozent der weltweit bekannten Lithium-Vorkommen in der Atacama-Salzwüste – auch als "Lithium-Dreieck“ bekannt. "Vor allem in Argentinien und Chile engagiert sich China stark“, sagt Politikwissenschaftler Craig Johnson auf Anfrage unserer Redaktion. Als Professor an der University of Guelph befasst er sich mit erneuerbaren Energien (Lithium) in Südamerika. In Argentinien, wie er ausführt, ist das chinesische Unternehmen "Ganfeng“ seit etwa einem Jahrzehnt tätig und baut derzeit seine Präsenz durch Joint Ventures aus. Der überwiegende Teil der Lithium-Produktion von "Ganfeng“ geht nach China sowie in andere Batterie- und Elektrofahrzeug(EV)-Montagezentren in Südostasien.
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Ist dieser mögliche Konflikt irreal?
Nein, wenn man das letzte agieren von GröPaZ in seiner Nachbarschaft - von Grönland bis Venezuela - und darüber hinaus anschaut.

Wird das (wie beim Handstreich in Venezuela) ohne größere Auseinandersetzungen gehen?
Ich vermute, unter DTs dunklem Schatten werden die südamerikanischen Bündnisse noch mehr Gewicht gewinnen. Weil sich die beteiligten Länder einer gemeinsamen Bedrohung ausgestzt fühlen.

Und wird es nicht Zeit darüber nach zu denken, diesen Strang in das Thema "aktuelle Konflikte" zu verlagern?
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(31.01.2026, 12:56)Kongo Erich schrieb: Wie gierig greift die US-Regierung nach Südamerika? ...
die Fragen können gar nicht so schnell gestellt werden, wie GröPaZ mit der Antwort rüber kommt:
Zitat:„Grönland des Südens“: Trump greift nach strategisch wichtigem Ort – mit Mileis Hilfe
Stand:02.02.2026, 19:00 Uhr

Buenos Aires – Der Hafen von Ushuaia im Süden Argentiniens ist ein Schlüsselpunkt. Wer die Kontrolle hat, kontrolliert den Zugang zur Antarktis. Die Nähe zum Beagle-Kanal und der Drake-Passage, die Atlantik und Pazifik verbinden, sind ein weiterer Machtfaktor. Als der libertäre Präsident Javier Milei Ende Januar der Provinzverwaltung in einer unangekündigten Intervention die Kontrolle über den Hafen entriss, war der Aufschrei der Opposition groß.
Einen Tag später, am 23. Januar, landete eine unregistrierte Boing C-40 Clipper des US-Pentagons in Ushuaia. Nun war für Mileis Gegner klar: Nach Venezuela und Grönland ist Argentinien die nächste imperiale Beute von Donald Trumps geopolitischer Machtausweitung. Die argentinische Sozioökonomin Luci Cavallero sieht die Vorkommnisse als „eine historisch einzigartige Unterordnung der Regierung Milei unter die imperial geopolitischen Interessen der Vereinigten Staaten“.

Donald Trump und Javier Milei – Pläne für Feuerland undurchsichtig: Was ist in Ushuaia passiert?
Die Vereinigten Staaten erklärten rund 48 Stunden später –, es habe sich um eine strategische Mission von Abgeordneten in Sachen Energie, Gesundheit und seltene Erden gehandelt. Doch das mindert laut Cavallero nicht das Misstrauen der Opposition und die Sorge der Zivilgesellschaft vor dem Verlust nationaler Souveränität. „Ich bestehe darauf: Dieses Ereignis markiert Donald Trumps Gier Seewege und den Zugang zur Antarktis vom Hafen in Ushuaia aus zu kontrollieren“, sagt sie der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media.
Dass im Hafen von Feuerland, ein gepolitisch wichtiger strategischer Punkt, interveniert wird - ohne Erklärung gegenüber dem Gouverneur – mache eine Serie von Vereinbarungen und Manövern in kompletter Vertraulichkeit zwischen den Regierungen von Milei und von Donald Trump klar, sagt die Analystin. Trump hatte Milei vor den argentinischen Parlamentswahlen im Oktober einen Milliardenkredit zugesagt, den er vom Sieg des selbsternannten Anarchokapitalisten abhängig machte. Was genau die USA im Gegenzug bekommen, ist bisher intransparent. Klar scheint: Es geht dabei um Ressourcen und Macht.
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Dass das Abkommen EU - Mercosur nicht nur französischen Landwirten nicht gefällt war klar - inzwischen wird auch publiziert, wer da noch seine "Felle gefährdet" sieht:
Zitat:Geplantes Mercosur-Abkommen alarmiert China und USA: So wollen die zwei Handelsriesen zum Gegenschlag ausholen

Das Mercosur-Abkommen soll auf den Weg gebracht werden. China und USA holen zum Gegenschlag aus.
Nun wird also ausgerechnet Argentinien zum Rettungsanker für die Umsetzung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens. Mit 203 Ja-Stimmen bei nur 42 Nein-Stimmen gab das Abgeordnetenhaus in Buenos Aires der Vereinbarung jetzt eine breite, überparteiliche Rückendeckung.

Die Neuordnung der Handelspolitik, die Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung empfinden drei Viertel der Abgeordneten als so fundamental, dass sie auf jegliches taktisches, ideologisches Abstimmungsgeplänkel verzichteten. Auch linke peronistische Abgeordnete votierten dafür. Gibt nun auch noch wie zu erwarten der Senat grünes Licht, dürfte Argentinien das erste südamerikanische Land sein, das den EU-Mercosur-Vertrag unterzeichnet.

Und das hat besondere Bedeutung, denn sobald ein Mercosur-Partner den Vertrag ratifiziert hat, tritt das Abkommen in Kraft. Wenn auch nur vorläufig, weil im EU-Parlament Linksextreme, Rechtsextreme und Grüne Abgeordnete nach 25 Verhandlungsjahren die Vereinbarung nochmals vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lassen wollten und damit in eine rechtliche Grauzone schicken. Während Europa sich also selbst ausbremst, legt kein anderes Land in der westlichen Hemisphäre derzeit bei politischen Reformen und Veränderungen ein solches Tempo vor wie das vom libertären Präsident Javier Milei regierte Argentinien.

So reagieren USA und China auf Mercosur
Das handelspolitische Zusammenwachsen Europas und Südamerikas ruft allerdings deren geopolitische Handelsrivalen auf den Plan. Sowohl China als auch die USA holen zum Gegenschlag aus. Washington greift zum Mittel der bilateralen Handelsabkommen. Aus Sicht der Trump-Administration spielt ihr eine Glückssträhne bei Wahlergebnissen südlich des Rio Bravo in die Karten.

Innerhalb von einem Jahr gewannen in Ecuador, Argentinien, Bolivien, Chile, Honduras und Costa Rica Präsidenten und politische Kräfte, die sich auch über eine politische Nähe zu Donald Trump definieren. In diesem Jahr könnten in Kolumbien und Brasilien noch zwei weitere Schwergewichte dazu kommen. Im zuvor lange links regierten Lithium-Dreieck Argentinien, Bolivien und Chile hat sich der Wind bereits in Richtung USA gedreht. Boliviens Regierung kündigte an, die noch kurz vor den Wahlen durchgepeitschten Lithium-Verträge mit chinesischen und russischen Konzernen überprüfen zu wollen.
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Das alarmierte China versucht nun seinerseits, über Uruguay und seinen wichtigsten Partner Brasilien seine starke Präsenz in Südamerika zu vertiefen oder zumindest abzusichern. Vor wenigen Tagen beendete Uruguays Präsident Yamandú Orsi eine Delegationsreise ins Reich der Mitte. Am Ende brachte der Regierungschef des Mercosur-Landes 20 Abkommen mit nach Montevideo und bot Peking an: „Betrachten Sie unser Land als Eingangstor nach Südamerika.“

Bollwerk gegen China: Trump plant Gipfel
Tief beeindruckt zeigte sich Orsi von der Hafentechnologie in Shanghai: „Das ist die Zukunft.“ Welche Spuren die China-Reise bei der uruguayischen Regierung hinterlassen hat, ließ Industrie und Energie-Ministerin Fernanda Cardona wissen: „Es gibt ein vor und ein danach dieser Reise“. In Brasilien und Uruguay ließ China bereits vorfühlen, wie es mit einem eigenen Mercosur-China-Freihandelsabkommen aussehe.

Genau diese chinesische Präsenz aber ist US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Er lädt für den 7. März zu einem Gipfeltreffen mit lateinamerikanischen Regierungschefs ein, die mit den USA und dem Trump-Lager verbündet sind. Erwartet werden in Miami dann insgesamt sieben Regierungschefs, unter anderem Javier Milei (Argentinien) und Rodrigo Paz (Bolivien) aus zwei rohstoffreichen Ländern. Lateinamerika darf sich also nach Zeiten des europäischen Desinteresses und der Obama-Ignoranz, die vor allem Peking ausnutzte, über einen Wettstreit der Handelssupermächte um die Gunst der lange vergessenen Region freuen.
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Es ist für mich klar - die selbstbewussten Latinos werden immer mehr Gefallen daran finden, die Großmächte von der Nordhalbkugel gegeneinander auszuspielen. Mit dem von den USA geplanten Gipfeltreffen ist der Drops für Washington noch lange nicht gelutscht.
Und die US-Methode der bilateralen Handelsabkommen - teile und herrsche -, die ja auch in Europa versucht wird, ist recht schnell durchschaubar.
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Möglicherweise spuckt Trump-Freund Javier Milei noch in die Mercosur-Abkommens-Suppe - die gefällt schließlich weder China noch den USA :
Zitat:Argentinien sucht die Nähe zu den USA, ohne China vor den Kopf zu stoßen. Gerät das Mercosur-Abkommen dabei unter die Räder?
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