(Allgemein) Artillerietruppe
#61
(28.03.2025, 16:37)Milspec_1967 schrieb: Da kann nix mehr gestört werden, denn die KI Elektronik ist nicht jambar.

Jede Elektronik ist störbar. Der Unterschied liegt immer nur im Aufwand.
Zitieren
#62
Endphasengelenkte Artilleriemunition sind keine Drohnen, sondern Excalibur M982, SMArt, Krasnopol usw.

Vgl. dazu:
https://armyrecognition.com/focus-analys...-ukraine-2

https://euro-sd.com/2024/07/articles/395...burs-edge/

Eloka
https://www.truppendienst.com/themen/bei...pffuehrung

https://www.youtube.com/watch?v=UTCvxFKW840
.
Also mit anderen Worten GPS-gesteuerte Artilleriemunition ist, wenn der Gegner gute Eloka einsetzt, kaum noch zu gebrauchen, das gilt auch für Drohnen, die nur per GPS ins Ziel gehen.
Zitieren
#63
(28.03.2025, 16:27)Delbrueck schrieb: Vllt. habe ich es auch nicht klar ausgedrückt, wir greifen mit dem verstärkten PzGrenBat an. Dieses wird gedeckt durch das gemischte erweiterte Flugabwehrbataillon (C-RAM, C-UAV, Eloka inkludiert) daneben wie üblich gibt es Artillerievorbereitung gegen die Stellungen der Infanterie, Schützenpanzer, Kampfpanzer usw. des Gegners. Zeitgleich gibt es Counter-Artillerie-Feuer auf die erkannte gegnerische Artillerie.

Der Angriff läuft, dennoch kann der Gegner mit unerkannter Artillerie und seinen NLOS-PzAbwRak auf uns feuern, dieser Beschuss wird durch das erweiterte Flugabwehrbataillon abgewehrt. Unser verstärktes PzGrenBat kann unvermindert, ungeschwächt, angreifen. Dem Gegner verbleiben nur mehr die vor Ort übergebliebenden Kräfte um sich zu verteidigen. Der Gegner kann nur noch direkt feuern (bis zu einer Kampfentfernung von 2500m), wenn sich nun auch noch in unseren Angriff der PzGren und PzTrp Teile der erweiterten Flugabwehr hinein begeben, diesem dicht folgen. Dann könnten wir ggf. auch noch gewöhnliche PzAbRak, PzKanonenbeschuss mit unserem erweiterten Flugabwehrbataillon abwehren.
Hier kommen dann aber eher die Hardkillsysteme, Kunstnebel und die Panzerung als passive Komponenten ins Spiel.
Aktive Komponenten wären hier dann Lümmel-Drohnen (Loittering-UAV), weitere Drohnen, NLOS-PzAbwRak, bzw. endphasengelenkte Artilleriemunition, ggf. noch CAS durch Hubschrauber, Schlachtflieger oder Jagdbomber, und natürlich die Bordkanonen der SPz und KPz, sowie die Infanteriewaffen.

Der Gegner wäre dann gezwungen hier Reserven einzusetzen oder die Stellungen aufzugeben.


Das ist ja genau der Witz, den Herrn Reisner in diesem Video beschreibt:
https://www.youtube.com/watch?v=Jxa_hTYuR4c
.
Endphasengelenkte Artilleriemunition hat tw. im Ukrainekrieg eine Trefferquote im einstelligen Prozentbereich, er nannte 8%, weil das Jamming so stark ist.

Damit ist PzAbwehr mit SMArt tot. Ohne jetzt noch C-RAM zu bemühen.

SMArt wurde in Kleinstmengen geliefert und hat nach ukrainischen Angaben eine ziemlich gute Abschussrate. Hier muss man unterscheiden, das sie im Gegensatz zu anderen Munitionsarten kein GPS nutzt. Sie nutzt mit Infrarot und einem Radar im Millimeterwellenbereich zwei Sensorentypen die so in der Praxis nicht gestört werden können.
Zitieren
#64
Na das ist ja ein Hoffnungsschimmer. Zumindestens Infrarot ist heute schwer störbar bzw. ablenkbar. Radar kann dann doch wieder gestört werden.
Zitieren
#65
(28.03.2025, 16:27)Delbrueck schrieb: Vllt. habe ich es auch nicht klar ausgedrückt, wir greifen mit dem verstärkten PzGrenBat an. Dieses wird gedeckt durch das gemischte erweiterte Flugabwehrbataillon (C-RAM, C-UAV, Eloka inkludiert) daneben wie üblich gibt es Artillerievorbereitung gegen die Stellungen der Infanterie, Schützenpanzer, Kampfpanzer usw. des Gegners. Zeitgleich gibt es Counter-Artillerie-Feuer auf die erkannte gegnerische Artillerie.

Der Angriff läuft, dennoch kann der Gegner mit unerkannter Artillerie und seinen NLOS-PzAbwRak auf uns feuern, dieser Beschuss wird durch das erweiterte Flugabwehrbataillon abgewehrt. Unser verstärktes PzGrenBat kann unvermindert, ungeschwächt, angreifen. Dem Gegner verbleiben nur mehr die vor Ort übergebliebenden Kräfte um sich zu verteidigen. Der Gegner kann nur noch direkt feuern (bis zu einer Kampfentfernung von 2500m), wenn sich nun auch noch in unseren Angriff der PzGren und PzTrp Teile der erweiterten Flugabwehr hinein begeben, diesem dicht folgen. Dann könnten wir ggf. auch noch gewöhnliche PzAbRak, PzKanonenbeschuss mit unserem erweiterten Flugabwehrbataillon abwehren.
Hier kommen dann aber eher die Hardkillsysteme, Kunstnebel und die Panzerung als passive Komponenten ins Spiel.
Aktive Komponenten wären hier dann Lümmel-Drohnen (Loittering-UAV), weitere Drohnen, NLOS-PzAbwRak, bzw. endphasengelenkte Artilleriemunition, ggf. noch CAS durch Hubschrauber, Schlachtflieger oder Jagdbomber, und natürlich die Bordkanonen der SPz und KPz, sowie die Infanteriewaffen.

Ok ..... du greifst mit dem PzGrenBat an, und der Rest ist eigentlich Vorneverteidigung. Na dann hoffe ich mal, dass es nicht auf Minen fährt.
Zitieren
#66
Aus der Nennung all dieser Faktoren welche für einen erfolgreichen Angriff erforderlich sind, zuzüglich Minen und in diesem Kontext sollte man insbesondere auch per Drohne und per Artillerie (!) verlegte Minen mit nennen, zeigt klar auf, wie stark die Defensive aktuell gegenüber der Offensive ist.

Nun ist Artillerie ebenfalls in der Defensive stärker als in der Offensive (das liegt am erheblichen Regieaufwand denn man in der Defensive leichter bewerkstelligen kann als in der Vorwärtsbewegung). Das bedingt sich also gegenseitig.

Was aber bei dieser Betrachtung außen vor bleibt ist die Frage der Luftstreitkräfte. Da Krieg wenn er Ergebnisse liefern will wie Stein-Schere-Papier betrieben werden muss, und eigene Artillerie vs russische Artillerie diesem Funktionsprinzip eben nicht entspricht, stellt sich die Frage, inwieweit man überhaupt konventionelle Artillerie explorieren sollte. Warum Stärke gegen Stärke setzen ?! Es wäre sinnvoller eigene Stärke gegen feindliche Schwäche einzusetzen.

Daraus ergibt sich für mich die Schlußfolgerung, dass wir keine wirklich starke eigene Rohartillerie vorhalten sollten. Ich würde sogar ad extremum so weit gehen, die Rohrartillerie vollständig aufzugeben um dafür andere Systeme zu explorieren und deren Quantität dafür auszubauen.

Zu Endphasengelenkter Munition: dank der immensen technologischen Fortschritte gibt es hier eine ganze Reihe von Technologien welche kein GPS mehr verwenden und die auch nicht so einfach gestört werden können - der Gegner müsste also hier einen nicht unerheblichen Aufwand betreiben um dies zu erreichen. Allerdings stellt sich hier die Frage, inwieweit nicht von der Luftwaffe eingesetzte Wirkmittel nicht noch wesentlich besser wären, insbesondere da damit die Frage der Plattform am Boden ebenso völlig wegfällt wie die Frage der jeweiligen Konzentration im Schwerpunkt oder der Konterkonzentration, da aufgrund Geschwindigkeit und möglicher Strecken die man abdecken kann hier Feuerschwerpunkte sehr viel weitreichender verschoben werden können.

In dieser Fragestellung von Artillerie vs Luftwaffe würde ich mich für letzteres entscheiden, also für mehr Wirkmittel aus der Luft anstelle von mehr (Rohr)-Artillerie.
Zitieren


Gehe zu: