(Allgemein) Personalgewinnung, Wehrpflicht und der Aufbau von Reserven
Die 'Ostdeutsche Allgemeune Zeitung' beklagt, dass ehemalige Angehörige der NVA in der Bundeswehr keinen Reservedienst leisten könnten. Sie seien "Bürger zweiter Klasse", "dabei braucht die Bundeswehr sie". (Quelle) Die politische Konnotation mal ausblendend—stimmt die Aussage? Braucht die Bundeswehr "sie"? Anders gefragt: Braucht die Bundeswehr denn ehemalige westdeutsche Wehrdienstleistende bzw. Zeitsoldaten, die seit 1990 in keinem Feldanzug mehr gesteckt haben?
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Die Diskussion gab es vor einigen Monaten schonmal. Die Antwort ist: Nein.
Wen das betrifft, der ist heute zwischen 56 und 65 Jahre alt und hat keinerlei relevante Kenntnisse für den Reservistendienst. Und wenn der Ex-NVA-ler, der zur Wende nicht mehr in die BW übernommen wurde, jetzt in einer verspäteten Midlifecrisis noch sein Interesse am Reservistendasein entdeckt, müsste er halt die Grundausbildung für Ungediente wählen. Von dem, was derjenige in der NVA mal gelernt hat, dürfte ohnehin kaum noch etwas relevant sein, es wäre also eh eine neue Ausbildung erforderlich, um einen einsetzbaren Reservisten zu erhalten.

Das reiner Ost-Populismus. Man spielt mit dem Narrativ, dass die Ossis mindergeschätzt und ihre Lebensleistungen nicht anerkannt werden würden.
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(14.05.2026, 14:49)Broensen schrieb: Die Diskussion gab es vor einigen Monaten schonmal. Die Antwort ist: Nein.
Wen das betrifft, der ist heute zwischen 56 und 65 Jahre alt und hat keinerlei relevante Kenntnisse für den Reservistendienst. Und wenn der Ex-NVA-ler, der zur Wende nicht mehr in die BW übernommen wurde, jetzt in einer verspäteten Midlifecrisis noch sein Interesse am Reservistendasein entdeckt, müsste er halt die Grundausbildung für Ungediente wählen. Von dem, was derjenige in der NVA mal gelernt hat, dürfte ohnehin kaum noch etwas relevant sein, es wäre also eh eine neue Ausbildung erforderlich, um einen einsetzbaren Reservisten zu erhalten.

Das reiner Ost-Populismus. Man spielt mit dem Narrativ, dass die Ossis mindergeschätzt und ihre Lebensleistungen nicht anerkannt werden würden.

Tja Kollege...
... ich bin Ü55, seit Ü30 Jahren ex W15er, mein zivil Beruf wird in BW dringend benötigt, ich neu beordert mit regelmäßiger RDL
.. Und... In meinem Einsatz Team von 12 Personen in meiner Stammeinheit bin ich zwar der geringste Dienstgrad...aber der best ausgebildetste und mit längster Job Technikerfahrung (30 Jahre) versehene Kamerad... Mein Wort hat Gewicht.
Kurz
Die Bundeswehr braucht Leute wie mich... Punkt... Mehr denn Je... Den Jjunge Zetties mit JAHRZEHNTE WISSEN gibt es nicht.
Selbstverständlich benötigt man leute wie mich nicht für Balla Balla Pz Grenadier oder Fallschirmjäger...
... Aber in Logistik, Wartung, Sanität, IT und in ALLEN Verwaltungs Posten sehr wohl... Und mit Kusshand.CoolBig Grin
Kurz : Deine Aussage ist grob pauschalisierend, unwahr und ein wenig diskriminierend Sad
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(Gestern, 01:05)Milspec_1967 schrieb: Kurz : Deine Aussage ist grob pauschalisierend, unwahr und ein wenig diskriminierend Sad
Ah ja.... also würde man jemanden wie dich auch ohne weiteres direkt als Reservist in deiner Verwendung einsetzen können, wenn du nie in der Bundeswehr gedient, sondern nur Ende der 80er Wehrdienst in der NVA geleistet und seitdem keine Kaserne mehr von innen gesehen hättest? Dann könnte man auch einfach jeden Zivilisten ohne Grundausbildung direkt beordern.

Ich werde garantiert keinem Reservisten seinen Wert absprechen, hier ging es aber um eine spezielle Konstellation (NVA vor 1990, ohne Übernahme in die BW, seitdem kein Militärdienst), die so eben nicht funktionieren würde, egal wie wertvoll die zivilen Fähigkeiten desjenigen theoretisch sein könnten. Und ich habe auch nicht ohne Grund die Reserve für Ungediente angeführt, die es ja eben jedermann ermöglicht, Reservist in der Bundeswehr zu werden.
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(Gestern, 02:26)Broensen schrieb: Ah ja.... also würde man jemanden wie dich auch ohne weiteres direkt als Reservist in deiner Verwendung einsetzen können, wenn du nie in der Bundeswehr gedient, sondern nur Ende der 80er Wehrdienst in der NVA geleistet und seitdem keine Kaserne mehr von innen gesehen hättest? Dann könnte man auch einfach jeden Zivilisten ohne Grundausbildung direkt beordern.

Ich werde garantiert keinem Reservisten seinen Wert absprechen, hier ging es aber um eine spezielle Konstellation (NVA vor 1990, ohne Übernahme in die BW, seitdem kein Militärdienst), die so eben nicht funktionieren würde, egal wie wertvoll die zivilen Fähigkeiten desjenigen theoretisch sein könnten. Und ich habe auch nicht ohne Grund die Reserve für Ungediente angeführt, die es ja eben jedermann ermöglicht, Reservist in der Bundeswehr zu werden.

Ich habe nur w15 mit 0815 Kram gemacht...
Meinen beruf erlernte ich weit nach der Bundeswehr!!
Trifft auf jeden nva Wehrpflicht menschen auch zu.
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(Gestern, 02:30)Milspec_1967 schrieb: Ich habe nur w15 mit 0815 Kram gemacht...
Bei der Bundeswehr, nehme ich an. Somit hast du zumindest schonmal deren Grundausbildung hinter dir und kennst die Grundlagen.
Zitat:Meinen beruf erlernte ich weit nach der Bundeswehr!!
Aber du wirst vmtl. zwischen deinem Wehrdienst und deiner aktuellen Beorderung auch schon Reservist gewesen sein. Oder hast du seit den 80ern nichts mehr mit dem Verein zu tun gehabt und hast dich erst vor wenigen Jahren wieder gemeldet und bist direkt auf deinen Posten beordert worden?

Nochmal: Die Frage ist lediglich, ob es ein Problem darstellt, dass jemand, der vor 1990 in der NVA war, aber danach nie wieder gedient hat und heute als Reservist in der BW dienen möchte, dafür erst die Grundausbildung für Ungediente durchlaufen muss.
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(Gestern, 02:42)Broensen schrieb: 1
Bei der Bundeswehr, nehme ich an. Somit hast du zumindest schonmal deren Grundausbildung hinter dir und kennst die Grundlagen.
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Aber du wirst vmtl. zwischen deinem Wehrdienst und deiner aktuellen Beorderung auch schon Reservist gewesen sein.
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Oder hast du seit den 80ern nichts mehr mit dem Verein zu tun gehabt und hast dich erst vor wenigen Jahren wieder gemeldet und bist direkt auf deinen Posten beordert worden?

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Ja.
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Nein.
3
Ja... 90er
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(Vor 10 Stunden)Milspec_1967 schrieb:
Zitat:Oder hast du seit den 80ern nichts mehr mit dem Verein zu tun gehabt und hast dich erst vor wenigen Jahren wieder gemeldet und bist direkt auf deinen Posten beordert worden?
Ja... 90er
Was heißt das? Dass du bereits in den 90ern Reservist geworden bist? Denn das wäre ja eben etwas völlig anderes als jemand, der das jetzt erstmalig machen würde.

Man könnte durchaus überlegen, ob es in der Vergangenheit sinnvoll war, keine NVA-ler als BW-Reservisten einzuplanen, aber die Frage hier war, ob es jetzt noch eine Relevanz hätte, das zu ändern.
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(Vor 9 Stunden)Broensen schrieb: Was heißt das? Dass du bereits in den 90ern Reservist geworden bist? Denn das wäre ja eben etwas völlig anderes als jemand, der das jetzt erstmalig machen würde.

Man könnte durchaus überlegen, ob es in der Vergangenheit sinnvoll war, keine NVA-ler als BW-Reservisten einzuplanen, aber die Frage hier war, ob es jetzt noch eine Relevanz hätte, das zu ändern.

Deine Frage :
.... hast du seit den 80ern nichts mehr mit dem Verein zu tun gehabt und hast dich erst vor wenigen Jahren wieder gemeldet und bist direkt auf deinen Posten beordert worden?
Antwort grammatikalisch korrekt : JA.. Nur, mein w5 war Anfang 90er., nicht 80er.
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Das einzige für was man da einen Aus der NVA Führung gebrauchen kann ist das er denn oberen mal erklärt um was es geht beim Militär und wie man mit so wenig Soldaten so viele Aufgabenfelder abdeckt. Da wären die ganzen studierten Pädagogen völlig überfordert. Gerade wenn man immer die Drehscheibe Deutschland schwadroniert sollte man mal die Akten der NVA sichten . Die waren in der Lage innerhalb weniger Stunde jede wichtige Eisenbahnbrücke im ganzen Land zu ersetzen . Wenn man sich mal anschaut wie wenig Eisenbahnbrücken es über die Flüsse im Osten gibt und das das auch der Russe weis sollte das zu denken geben.
Aber Hauptsache Rheinmetall hat Vertrag über hunderte Millionen bekommen um verpflegungsbeutel zu verteilen.
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