(Land) Das deutsche Heer
#46
https://www.reservistenverband.de/magazi...enkwaffen/

Heeresinspekteur Freuding mit seiner Vision:

- Deep Strike Task Force mit Typhon und Tomahawk kommt; Später Hyperschallwaffen
- Aufwuchs vor allem Litauen, Loitering Ammunition, Flugabwehr, Artillerie
- Feind soll 20 km vor der Front zerschlagen werden, Leo II/ PzGren Verbund + Jäger weniger bedeutend
- Neuer Raketenflugabwehrpanzer (!) wird entwickelt
- Mehr Innovation, mehr Ukraine-Lehren, mehr Flexibilität, mehr robuste Systeme (Puma als Negatib Bsp / Vector positiv)
- Mehr Vernetzung, schnelleres Lagebild sls Feind
- Mehr Ukraine erprobtes Gerät
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#47
(Vor 8 Stunden)Frank353 schrieb: - Neuer Raketenflugabwehrpanzer (!) wird entwickelt

Ich vermute es geht um den Teil hier?
Zitat:Allerdings hat sich die Bundeswehr dafür entschieden, einen neuen Flugabwehrverbund für das Heer entwickeln zu lassen, ausgerüstet unter anderem mit Flugabwehrraketenpanzern, die es noch nicht gibt. Diese Lösung wird leistungsstark sein, aber sie dauert. Die Rüstung damit dürfte sich bis in die 2030er- Jahre hinziehen – zu spät für einen möglichen „Fight tonight“.

Ich hatte das so verstanden, dass es hier um NNbS geht. Der IRIS-T SLS Boxer ist ja ein Flugabwehrraketenpanzer der entwickelt werden soll, und dessen Einführung noch in der Zukunft liegt.
Defence-Network 17.05.2025
Zitat:Im Rahmen des Vorhabens Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS) sind neben dem Skyranger zwei weitere Systemanteile auf dem Boxer-Fahrmodul B0 vorgesehen. Eine davon ist der Flugabwehrraketenpanzer, der auch als deutsches IRIS-T SLS bezeichnet wird (das ukrainische IRIS-T SLS wurde auf einem ungeschützten Fahrzeug realisiert, das schwedische auf einem Hägglunds). Die weitere, Boxer-gestützte Komponente in NNbS ist der Feuerleitpanzer, der die Führungsfähigkeit der Luftverteidigungslösung in der Bewegung gewährleisten soll.
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#48
Zitat: Deep Strike Task Force mit Typhon und Tomahawk kommt;

Dem geneigten Leser der vielleicht nicht weiß was Typhon ist:

https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/b...on-5977014

Eine solche Fähigkeit wäre vor allem auch für die konventionelle Abschreckung absolut wesentlich. Die Wichtigkeit einer solchen Bewaffnung kann gar nicht genug hervor gehoben werden.

Zitat:Aufwuchs vor allem Litauen, Loitering Ammunition, Flugabwehr, Artillerie

Ob Litauen Sinn macht hängt davon ab was konkret man dort aufwachsen lässt. Es ist eine gewisse Ironie, dass er Leo 2 / PzGren eine in Zukunft geringere Bedeutung beimisst, aber genau diese Komponente in Litauen den Kern des Aufwuchs dort darstellt.

Zielsuchende Munition sollte massiv ausgebaut werden. Flugabwehr ist selbsterklärend. Bei der Artillerie wird man diskutieren müssen was für eine und in welcher Menge:

Zitat:Feind soll 20 km vor der Front zerschlagen werden, Leo II/ PzGren Verbund + Jäger weniger bedeutend

Also Manöver durch Feuer statt Manöver durch Bewegung, was mMn nach durchaus der richtige Ansatz ist. Allerdings benötigt man dann wesentlich stärkere Artillerieverbände mit allen Konsequenzen für die Logistik welche dies nach sich zieht.

Echte Jäger würde ich für bedeutsam halten, aber hier sind natürlich mittlere Kräfte gemeint.

Zitat:Neuer Raketenflugabwehrpanzer (!) wird entwickelt

Absolut wesentlich, insbesondere auch im Verbund mit der Artillerie.

Zitat:Mehr Innovation, mehr Flexibilität, mehr robuste Systeme

Hört, hört.

Zitat:Mehr Vernetzung, schnelleres Lagebild sls Feind

Ein Punkt den man spezifisch in diesem Kontext mehr hervor heben müsste wäre die Frage der Sensoren. Wir benötigen sehr viel mehr und verschiedene Sensoren.

Insgesamt alles gut und richtig.

Was mir rein persönlich noch fehlt wäre:

1. ein Schwerpunkt bei der Logistik, insbesondere wie man diese neu und anders aufstellen kann, da die Versorgung hin zu den Kampfverbänden heute ein wachsendes Problem darstellt.

2. Die Bevorratung von Muniton und anderen Verbrauchsmitteln.

3. Ein Schwerpunkt in Bezug auf Moral, mililtärische Kultur, Doktrin, Strukturen, und insbesondere Ausbildung, also die menschliche Seite des ganzen

4. Minenkriegsführung

5. Auf den Kampf in Städten spezialisierte Einheiten, welche dezidiert dafür besonders ausgebildet, ausgerüstet und aufgestellt werden

6. Die Integration von Luftwaffe und Bodeneinheiten in einen einzigen Verbund in welchem praktisch nicht mehr zwischen Luftwaffe und Heer unterschieden wird

7. Pioniere, insbesondere aber Brückenpioniere
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#49
Genau. Er widerspricht sich zum Teil etwas, mehr Elektronik steht oft im Zielkonflikt mit Robustheit.
Aber ich denke, wir wissen was er meint.

Er hat den Sonderstab Ukraine geleitet, was sich in seiner Vision widerspiegelt. General Freuding steht für strategische Steuerung, Struktur und Reformarbeit, weniger für Einsatzerfahrung (wie eigentlich alle). Ob er seine Ideen in der aktuellen Situation von BAAINBw, Industrie und Bedrohung umsetzen kann, wird sich zeigen.

Interessant finde ich, dass er für das Heer viele Luftwaffenkomponenten vereinnahmt, Luftabwehr, Deep Strike, Drohnen und "herumlungernde Munition". Bei der IDF gab es scheinbar eine ähnliche Forderung.
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#50
Zudem haben strategische Abstandswaffen mit über 500km Reichweite zumindest in D nichts beim Heer zu suchen. Es sind wie Taurus Wirkmittel für einen konventionellen, strategischen Zweitschlag. Wenn man schon die UA anführt, gehört wohl dazu, dass dort ausnahmslos alle strategischen Angriffe (Strom Shadow/Neptune) auf russisches Gebiet vom Militärgeheimdienst gesteuert werden - was Sinn ergibt, hier jedoch undenkbar ist. Es scheint so, dass sich die Politik mal wieder blind was ins Depot legt ohne die Verantwortung für die neue Dimension übernehmen zu wollen. Zudem fehlt dem Heer die hierfür die nötige Aufklärung - was mal eben kurz im Nebensatz erwähnt wird, aber natürlich wesentlich ist. Wenn ich schon Task Force lese..... sollen sich vor dicke Hose Holzgewehr erstmal um ihren Funk kümmern.
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#51
Das passt aber alles nicht mit den Beschaffungen zusammen für die man hier Milliarden verschwendet .


Zitat: Er hat den Sonderstab Ukraine geleitet, was sich in seiner Vision widerspiegelt. General Freuding steht für strategische Steuerung, Struktur und Reformarbeit, weniger für Einsatzerfahrung (wie eigentlich alle). Ob er seine Ideen in der aktuellen Situation von BAAINBw, Industrie und Bedrohung umsetzen kann, wird sich zeigen.

Ohne den derzeitigen Minister hätte er diesen Posten nie bekommen, was auch durchweg bekannt ist . Wer die Storys kennt aus dem Ministerium Weis was ich meine. Der sonderstab war nichts anderes als die Schaffung von pseudo DP in der passenden besoldungsstufe . Das hätte jeder turnhallenwart machen können. Schon weil es da weder etwas zu führen oder zu entscheiden gab.
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#52
Das ist schlecht, aber muss ja keinen Grossverband führen, nur die Rahmenbedingungen schaffen, dass wir gewinnen können.
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#53
(Vor 2 Stunden)Frank353 schrieb: ...aber muss ja keinen Grossverband führen...
Das hat er schon 2,5 Jahre lang getan. Die Panzerlehrbrigade 9.
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#54
Als er Kompaniechef bei SFOR war hatte ich schon mal das Vergnügen und vor ca 2 Jahren in Kiew noch mal .
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