(Europa) Ukrainische Rüstungsindustrie
#31
Neuer ukrainischer Marschflugkörper - anscheinend mit ca. 700 km Reichweite.
Zitat:Zelensky hands over first ‘Hell' cruise missile able to strike deep into Russia

Ukrainian President Volodymyr Zelensky has officially handed over the first batch of Peklo (Hell) domestically developed and built long-range cruise missiles to the country's armed forces.

The president announced the development from his official X (formerly Twitter) account on 6 December, saying that the missile that puts Moscow within range is now being geared up for full-scale production and operational use. “The ‘Peklo' (Hell) drone-missile – our Ukrainian weapon with proven combat effectiveness. Today, the first batch was delivered to our defence forces. The mission now is to scale up production and deployment,” he said. Zelensky did not disclose performance specifications for the turbojet-powered cruise missile, but Ukrainian media with links to the defence forces noted it can fly 700 km at a speed of 700 km/h.
https://www.janes.com/osint-insights/def...nto-russia

Schneemann
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#32
«Pass dich an oder stirb»: Der Abwehrkrieg gegen Russland zwingt die ukrainische Drohnenindustrie zu Höchstleistungen berichtet die NZZ und führt aus:
Zitat:Die unbemannten Fluggeräte haben das Wesen des Krieges radikal verändert. Durch ihre Erfahrungen sieht die Ukraine sich für die Zukunft gerüstet. Sie hofft, zu einem grossen Exporteur von Rüstungsgütern zu werden.
...
Tatsächlich entwickelt sich der Krieg in der Ukraine eindeutig von traditionellen Manöverlagen wie "Panzerkrieg" oder "Luftkrieg" mit hohem Personal- und Ressourceneinsatz zu einem neuen Krieg - unbemannte Systeme, die demnächst wohl auch noch mit KI aufgepeppt werden.
Die unbemannten Drohnen sind preisgünstiger, lassen sich mehr aus der sicheren Distanz führen - und beherrschen inzwischen den Kriegsschauplatz. Und die zwangsläufig auf die Bedrohungslage sehr flexibel reagierende Ukraine gewinnt mit der Zeit zunehmend eine fast uneinholbare Expertise in dieser modernen Kriegsführung.
Wobei sich die Abkehr vom menschlichen Kämpfer nicht nur auf unbemannte Fluggeräte beschränkt.
Die Ukraine setzt auch unbemannte "Seedrohnen" ein, die bis hin zur Flugabwehr viele Aufgaben der Marine übernehmen - und unbemannte Kleinstpanzer für Bergungs- und Nachschubaufgaben, und sogar für den direkten Kampf.
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#33
Dieser mögliche Deal...
Zitat:Ukraine eyes joint drone production deal with the Philippines [...]

Ukrainian Ambassador to the Philippines Yuliia Fediv said over the weekend that both countries are working toward signing a memorandum of understanding (MoU) on defense cooperation by October. A high-level Ukrainian delegation, including officials from the Ministry of Defense, is expected to visit Manila to meet with their Philippine counterparts.

“The first step is to sign an agreement on defense between Ukraine and the Philippine government to create the legal framework for the next steps,” Fediv said at a forum hosted by the Chamber of Commerce of the Philippine Islands. “If we sign the MoU this October, then we can move forward with co-production.”

According to Fediv, a draft of the agreement has already been submitted to the Philippine Department of National Defense and is awaiting feedback.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...ilippines/

...könnte für Westtaiwan in der unübersichtlichen Inselwelt des Südchinesischen Meeres noch einige Probleme bereiten. Bekanntermaßen sind die Philippinos dort der kleinere Spieler, und dieser könnte den Riesen durchaus damit ärgern.

Schneemann
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#34
Es gibt Vermutungen, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, selbst den Fla-Panzer "Gepard" zu produzieren:

Quellen (zufällig):
n-tv: "Ukraine bemüht sich um Produktion von legendärem Panzer"
t-online: "Baut die Ukraine bald diesen deutschen Panzer?" (Kopie hier)

btw:
wieviele von den Kisten hat die Ukraine eigentlich erhalten?
Nach diesem Artikel waren das 50 (oder auch fast 70?) )aus Deutschland, 60 aus Jordanien und dann noch aus den Niederlanden, Belgien und Rumänien.
Dazu kommt dann noch der Skyranger, der auch auf dem Fahrgestell des Leopard-1 montiert wird.
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#35
Zur ukrainischen ballistischen Kurzstrecken-Rakete SRBM Sapsan, auch als Hrim-2 bekannt; sie soll knapp 500 Kilometer Reichweite haben und einen 480 Kilogramm-Gefechtskopf tragen können. Ein wenig Irritationen gibt es über den Stand des Baus - erste Exemplare wurden 2018 gezeigt, aber erst im Sommer 2025 wurde von einem Serienbau berichtet. Einen Ersteinsatz soll es bereits im Mai 2025 gegeben haben, allerdings haben die Russen berichtet, solche Raketen bereits 2023 abgeschossen zu haben (?).
Zitat:If Zelensky’s Claim Of Using Homegrown Ballistic Missile For First Time Is True, It’s A Big Deal

Ukraine has long pined for a missile of its own of this kind to provide a potent means of striking targets deep inside Russia without restrictions. [...]

Ukraine’s President Volodymyr Zelensky has announced that his country has begun using homegrown Sapsan (which means peregrine falcon) ballistic missiles in combat against Russia. While the claim may be disinformation, such a weapon would give Ukraine a highly valuable new standoff strike option, unlike any other in its inventory. It would also not be subject to any foreign restrictions on its use, as it continues to be the case with many longer-ranged weapons supplied by the United States and other Western partners. [...]

With that in mind, we should also consider the possibility that the Sapsan has not actually been used in combat. So far, there doesn’t seem to be any confirmed evidence of wreckage from impact sites in Russia, although the Russian Ministry of Defense has previously claimed that it successfully shot down examples of Ukrainian ballistic missiles over Crimea.
https://www.twz.com/land/if-zelenskys-cl...a-big-deal

Schneemann
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#36
Im Schatten - oder besser: infolge der Entwicklung erfolgreicherer Abwehrwaffen - des russischen Überfalls auf die Ukraine entwickelt diese eine durchaus konkurrenzfähige Rüstungsindustrie.
Aktuell berichtet n-tv:
Zitat:...
08:09 Selenskyj: Golfstaaten streben Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass die Ukraine den Vereinigten Staaten und den Ländern des Nahen Ostens ihre Expertise und militärische Erfahrung im Kampf gegen Shahed-Drohnen, Marschflugkörper und andere Bedrohungen aus der Luft zur Verfügung stellen wird. Dabei merkt der ukrainische Staatschef an, dass drei nicht näher spezifizierte Golfstaaten den Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen anstreben. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) in Washington sind dies wahrscheinlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar und Kuwait. Demnach hat Selenskyj in den letzten Tagen auch mit mehreren Führern aus Staaten des Nahen Ostens gesprochen, darunter mit dem bahrainischen König Hamad bin Isa Al Khalifa und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman al Saud, um Erkenntnisse zur Abwehr iranischer Bedrohungen zu erörtern. Die Ukraine könne den USA und ihren Verbündeten im Nahen Osten einzigartige Einblicke in die Bekämpfung iranischer Angriffe bieten, da das ukrainische Militär die Kampferfahrung der vergangenen vier Kriegsjahre gesammelt, institutionalisiert und operationalisiert habe.
...

+++ 05:35 Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien +++

Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
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#37
Die Erfahrungen der Ukraine mit der Drohnenabwehr sind "Gold wert". Und die Ukraine hat das erkannt. Möglicherweise bietet sich jetzt an - wie Reiser meint - Drohnenabwehr gegen Patriot-Raketen zu tauschen.
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#38
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj besiegelt Luftabwehr-Allianz mit Golfstaaten
Stand:28.03.2026, 16:50 Uhr
Zitat:Update, 16:40 Uhr: Die Ukraine hat mit mehreren Golfstaaten eine Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung besiegelt. Bei einer Reise in die Region schloss der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entsprechende Abkommen zunächst mit Saudi-Arabien und am Samstag dann mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.
...

Bei einem anschließenden Besuch in Katar schloss Selenskyj einen ähnlichen Vertrag. „Die Vereinbarung beinhaltet eine Zusammenarbeit in technologischen Bereichen, gemeinsame Investitionen und den Austausch von Fachwissen bei der Abwehr von Raketen und unbemannten Luftsystemen“, erklärte das katarische Verteidigungsministerium.
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#39
Die NZZ berichtet:
Zitat:Sowjetkanonen und Abfangdrohnen – die Ukraine hat das beste Rezept, um die Angriffe mit iranischen Shaheds zu stoppen

Die Ukraine hat bei der Abwehr von russischen Kamikazedrohnen grosse Fortschritte erzielt. Nun will sie ihr Wissen mit Verbündeten teilen – und den Golfstaaten aus der Patsche helfen. Ein Besuch bei den Pionieren des modernen Luftkampfs. ...

(13.09.2025, 12:52)Kongo Erich schrieb: Es gibt Vermutungen, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, selbst den Fla-Panzer "Gepard" zu produzieren:
...

btw:
wieviele von den Kisten hat die Ukraine eigentlich erhalten?
Nach diesem Artikel waren das 50 (oder auch fast 70?) )aus Deutschland, 60 aus Jordanien und dann noch aus den Niederlanden, Belgien und Rumänien.
Dazu kommt dann noch der Skyranger, der auch auf dem Fahrgestell des Leopard-1 montiert wird.
die Ukraine erhält anscheinend Nachschub:
Zitat:Im Krieg vielfach bewährt
Belgien treibt 15 alte deutsche Gepard-Panzer für die Ukraine auf
22.04.2026, 20:24 Uhr
Bei der Ausmusterung des Gepard-Flakpanzers vor vielen Jahren in Deutschland und Belgien hat niemand geahnt, dass diese in einem modernen Krieg mal eine hohe Bedeutung haben werden. Doch genau so ist es gekommen. Die Ukraine setzt sie erfolgreich ein - und soll weitere Exemplare bekommen.

Belgien wird dem Medium L'Echo zufolge 15 Gepard-Flugabwehrpanzer von einem privaten Unternehmen erwerben und sie nach der Instandsetzung der Ukraine zur Verfügung stellen. Die betroffenen Panzer hat das belgische Verteidigungsministerium dem Bericht zufolge in den 2000er Jahren an ein Unternehmen namens Sabiex verkauft, das später von OIP übernommen worden sei. Was Belgien nun bezahlt, um sie quasi zurückzukaufen, ist nicht bekannt.

Gepard-Flugabwehrpanzer sind bereits seit 2022 im Einsatz in der Ukraine. Deutschland hatte dem von Russland angegriffenen Land seine ausgemusterten Exemplare zur Verfügung gestellt. Über 60 Stück sollen es sein. Weitere der niederländischen Version "Cheetah" (englisch für Gepard) erhielt die Ukraine laut Medienberichten über die USA aus Jordanien.

Die Flugabwehrpanzer haben sich trotz ihres hohen Alters besonders im Eliminieren von Drohnen bewährt und wurden für ihre hohe Abschussquote vielfach von ukrainischen Soldaten gelobt. "Allein eine Besatzung hat bereits 24 feindliche Ziele abgeschossen: Raketen und Shahed-Drohnen", heißt es zum Beispiel in einem Beitrag auf Facebook von der 540. Flugabwehrbrigade Lwiw.

In der EU hat Rumänien noch einige Dutzend Exemplare im aktiven Dienst. Zudem gibt es weitere in Brasilien. Unklar ist, wie viele ausgemusterte Geparden beziehungsweise "Cheetahs" auf der Welt noch in Depots bei privaten Firmen herumstehen.

Gepard-Flugabwehrpanzer haben eine Schuss-Reichweite von rund fünf Kilometern. Um ein großes Land wie die Ukraine zuverlässig vor Drohnen zu schützen, bräuchte es Hunderte Exemplare. Weil die nicht vorhanden sind, setzt die dortige Flugabwehr diverse andere Systeme ein. Darunter zum Beispiel Abfangdrohnen oder die Flugabwehrsysteme Iris-T, Nasams oder Sky Sentinel.
Kopie hier
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#40
Das Gewicht der Ukraine und ihrer Rüstungsindustrie scheint zunehmend bedeutender zu werden:
Zitat:Warum Europa plötzlich auf die Ukraine angewiesen ist
Deutschland und die Ukraine bauen ihre Rüstungskooperation aus, private Investoren sollen stärker einsteigen. Zunehmend wird klar: Europa braucht die Ukraine militärisch mehr als umgekehrt.

29.04.2026 - 04:04 Uhr
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#41
ergänzend:
Zitat:Überkapazitäten vorhanden
Selenskyj sieht Chancen für ukrainische Rüstungsexporte
29.04.2026, 08:55 Uhr

Mit einigen Weltregionen macht Kiew laut Selenskyj bereits Drohnengeschäfte. Jetzt sieht der Präsident weitere Möglichkeiten, die Finanzen des Landes aufzubessern. Derweil beklagt Kremlchef Putin ukrainische Angriffe gegen zivile Infrastruktur.

Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. "Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der großen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergäben sich so Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern.

Es gebe bereits mit einigen Regionen der Welt eine besondere Art der Kooperation: Drohnengeschäfte. Selenskyj nannte dabei Europa, den Nahen Osten und den Kaukasus. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen. Mit Deutschland wiederum baut die Ukraine gemeinsam Drohnen - und erst vor zwei Tagen vereinbarte Selenskyj eine Rüstungskooperation mit Aserbaidschan.
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#42
Zitat:Neue Rüstungsdeals im Nahen Osten: Ukraine wird zum Gewinner des Iran-Kriegs
Stand:07.05.2026, 16:31 Uhr

Die Ukraine ist eines der kriegserfahrensten Länder Europas. Im Iran-Krieg zeigt sich das als entscheidender Vorteil. Kiew kann bei den Golfstaaten punkten.

Kiew – Inmitten der Verwirrung um die Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Konflikts ist ein unerwarteter Grund für Optimismus der vorteilhafte Einfluss, den der Krieg auf die Ukraine gehabt hat. Während die Aufmerksamkeit der Welt von den wirtschaftlichen Folgen der Schließung der Straße von Hormus in Anspruch genommen wurde, hat Kiew den Konflikt geschickt zu seinem Vorteil genutzt.
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und das wohl nicht nur im Nahen Osten
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