RE: Palästina - Nightwatch - 12.05.2026
Jawollja, man brüstet sich damit, zweieinhalb Jahre nach den Massakern ein paar Hamas-Angehörige zu sanktionieren und stellt sie dann noch gleich auf eine Stufe mit den bösen Siedlern. Top.
Man könnte ja vielleicht mal die Türkei sanktionieren für ihre Unterstützung der Hamas. Oder den Antisemiten aus Al-Andalus.
RE: Palästina - Kongo Erich - 12.05.2026
Man könnte auch die Streitkräfte sanktionieren, die seit 2025 in den besetzten Gebieten zu Kinder erschossen und mehr als 800 Kinder verletzt haben, und so dafür sorgen, dass der Hamas und ähnlichen Terrororganisationen der Nachschub an Kämpfern erhalten bleibt - und weil wir gerade bei Schrödingers Hamas sind: Zitat: +++ 12:55 WHO: Reha-Geräte für Gaza stecken an Grenze fest +++
Im Gazastreifen haben nach neuen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 43.000 Menschen durch die Angriffe Israels seit Oktober 2023 lebensverändernde schwere Verletzungen erlitten. Material, um ihnen zu helfen, stecke aber teils mehr als ein Jahr beim Zoll fest, kritisiert die WHO-Vertreterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, Reinhilde van de Weerdt. Rund ein Viertel dieser Verletzten seien Minderjährige. Rund die Hälfte der 43.000 Menschen haben schwere Verletzungen an den Gliedmaßen, mehr als 5000 Amputationen, gut 2000 Verletzungen des Rückenmarks, mehr als 3400 Verbrennungen und gut 1300 schwere traumatische Hirnverletzungen, wie die WHO berichtet. Zusammen mit weniger komplizierten Fällen liege die Gesamtzahl der Verletzten bei rund 172.000. ...
+++ 17:00 Außerhalb des Gazastreifens: 70 Kinder seit 2025 in besetzten Palästinensergebieten getötet +++
In den besetzten Palästinenser-Gebieten außerhalb des Gazastreifens sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef seit Anfang 2025 70 Kinder getötet worden. Zudem seien mehr als 800 Kinder verletzt worden, teilt die Organisation mit. Die meisten Opfer im Westjordanland und in Ost-Jerusalem seien von scharfer Munition getroffen worden. "Dies sind keine Einzelfälle", sagt Unicef-Sprecher James Elder. Sie weisen auf ein anhaltendes Muster der schlimmsten Art von Verstößen gegen Kinder hin. Rund 93 Prozent der getöteten Kinder seien durch israelische Streitkräfte ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor..
...
RE: Palästina - Nightwatch - 13.05.2026
(12.05.2026, 21:12)Kongo Erich schrieb: Man könnte auch die Streitkräfte sanktionieren, die seit 2025 in den besetzten Gebieten zu Kinder erschossen und mehr als 800 Kinder verletzt haben, und so dafür sorgen, dass der Hamas und ähnlichen Terrororganisationen der Nachschub an Kämpfern erhalten bleibt - und weil wir gerade bei Schrödingers Hamas sind: Primitive Ablenkung. Das die Palästinenser ihre Kinder systematisch zum Kampf gegen Israel missbrauchen und das zutiefst antiisraelische UNICEF alles unter 18 als Kind tituliert sollte dir bekannt sein.
RE: Palästina - Kongo Erich - 13.05.2026
Rechtfertigungsversuche für Kindermörder? "Steine werfen" rechtfertigt keine Todesschüsse - auch nicht bei palästinensischen Jugendlichen.
Die ZEIT berichtet differenziert:
Zitat: gestern
16:06 Uhr
70 Kinder im Westjordanland und in Ostjerusalem in 16 Monaten getötet
Seit Januar 2025 sind in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten des Westjordanlands sowie Ostjerusalems laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef 70 Kinder und Jugendliche getötet worden. Weitere 850 Minderjährige seien im gleichen Zeitraum verletzt worden, sagte Unicef-Sprecher James Elder am Dienstag in Genf. 93 Prozent der Angriffe erfolgten demnach durch israelische Streitkräfte. Die meisten der getöteten Kinder seien von scharfer Munition getroffen worden, sagte Elder.
Gleichzeitig beobachte man eine historisch hohe Zahl von Angriffen durch extremistische israelische Siedler. Dies führt neben körperlichen Angriffen auch zu immer weiter zunehmender Vertreibung und der Zerstörung der Lebensgrundlage vieler Kinder und ihrer Familien. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres seien mehr als 2.500 Palästinenser vertrieben worden – 1.100 von ihnen seien minderjährig, sagte Elder. Auch Bildungseinrichtungen und Wasser- und Sanitäranlagen werden zunehmend zum Ziel von Siedlerangriffen. »Kinder und Jugendliche zahlen einen untragbaren Preis für die Eskalation militarisierter Einsätze und die zunehmenden Angriffe durch Siedler im besetzten Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem«, teilte der Unicef-Sprecher mit.
Im Gazastreifen werden derweil deutlich mehr Kinder getötet als in den anderen palästinensischen Gebieten. Im Januar meldete Unicef, seit Inkrafttreten der Waffenruhe seien dort um die 100 Kinder getötet worden – das sei mindestens ein Kind pro Tag. Im Oktober 2025 meldete Unicef, dass seit dem 7. Oktober 2023 schätzungsweise 64.000 Kinder im Gazastreifen getötet oder verwundet worden seien. Einem Bericht der WHO (PDF) zufolge entfiel von den über 5.000 Amputationen, die infolge israelischen Bombardements im Gazastreifen durchgeführt werden mussten, jede fünfte auf ein Kind.
Die ZEIT berichtet über die neuesten Untaten in Palästina
Zitat:Israel reißt palästinensische Geschäfte nahe Jerusalem ab
Israel hat mehrere Geschäfte von Palästinensern in einem Vorort von Jerusalem im Westjordanland abgerissen. Die israelischen Behörden begründen das Vorgehen mit dem Bau einer Straße, die palästinensische Gemeinden in dem Gebiet erschließen soll. Laut palästinensischen Vertretern ist die Straße jedoch Teil eines Plans, um palästinensische Fahrzeuge von einer neuen Schnellstraße fernzuhalten, die derzeit für völkerrechtswidrige israelische Siedlungen errichtet wird.
»An der Stelle der abgerissenen Geschäfte plant Israel den Bau einer neuen Straße, die den gesamten palästinensischen Verkehr auf diese Trasse umleiten soll«, sagte Hagit Ofran, Leiterin der israelischen Organisation Peace Now, die den Siedlungsbau ablehnt. Ziel sei demnach, das besonders sensible Gebiet E1 im Westjordanland für Palästinenser abzuriegeln. Das Projekt würde zur Vertreibung Tausender in diesem Gebiet lebender Beduinen führen, kritisierte Ofran.
...
Kopie hier
dazu Wikipedia:
Zitat:E-1 (East-1; hebräisch: מְבַשֶּׂרֶת אֲדֻמִּים, Mevaseret Adumim) ist ein Gebiet im Westjordanland, östlich von Ostjerusalem. Es erstreckt sich über eine Fläche von 12 Quadratkilometern. Im Jahr 2012 erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu seine Absicht, E1 für den Siedlungsbau freizugeben.[1]
Im August 2025 genehmigte das Higher Planning Committee of the Civil Administration, ein beim Verteidigungsministerium Israels bestehendes Planungsgremium der Verwaltung der israelisch besetzten Gebiete, Pläne für den Bau einer Siedlung mit 3400 Häusern.[2] Die israelische Besetzung ist laut einem nicht bindenden Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2024 völkerrechtswidrig, was von Israel bestritten wird. Unter anderem die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung bezeichneten die geplante Siedlung als völkerrechtswidrig und Verstoß gegen einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.[3]
Telepolis Zitat:E1-Projekt: Israels Todesstoß für den Palästinenserstaat
Israel genehmigt neues Siedlungsprojekt. E1 würde Westjordanland teilen und Zweistaatenlösung unmöglich machen. Was bedeutet das für die Zukunft der Region?
"Nicht mit Parolen, sondern mit Taten" schreibe Israel den palästinensischen Staat ab. Mit diesen Worten straft der israelische Finanzminister Smotrich die Behauptung, Israel sei an einer friedlichen Lösung interessiert, Lügen.
Er kommentierte damit eine Entscheidung des zuständigen israelischen Bauausschusses, im Westjordanland den Bau von 3400 Wohneinheiten zu erlauben. ...
und die ZEIT: Zitat:"So begräbt man einen palästinensischen Staat"
Israels Finanzminister kündigt den Bau der umstrittenen Siedlung E1 an. Sie würde Jerusalem isolieren und das Westjordanland zweiteilen. ...
RE: Palästina - Nightwatch - 13.05.2026
(13.05.2026, 12:02)Kongo Erich schrieb: Rechtfertigungsversuche für Kindermörder? Es ist nicht mein Problem wenn du dich weigerst die Realität zu Kenntnis zu nehmen.
(13.05.2026, 12:02)Kongo Erich schrieb: "Steine werfen" rechtfertigt keine Todesschüsse - auch nicht bei palästinensischen Jugendlichen. Strohmann. Wenn die IDF tödliche Gewalt gegen Minderjährige Steinewerfer einsetzen würde hätte man wahrscheinlich ein Dutzend Kinder in der Woche.
Davon ab, wer mit den dort verbreiteten Wurfschleudern Steine als Geschosse einsetzt wird nicht lustig harmlos Steine sondern setzt eine tödliche Waffe ein. Dagegen können und müssen die Soldaten dann auch vorgehen, nach Lage auch mit tödlicher Gewalt.
(13.05.2026, 12:02)Kongo Erich schrieb: Die ZEIT berichtet über die neuesten Untaten in Palästina Die Karte zeigt, dass das eine massive Erleichterung für die Palästinenser ist und die angebliche Isolierung Ostjerusalems deutlich verringert.
Geradezu unglaublich das die superduperultrarechte Israelische Regierung eine derartige Erleichterung auch nur in Betracht zieht.
RE: Palästina - Schneemann - 13.05.2026
Es ist nur marginal von Interesse, was international von wem wie gewichtet wird oder wer gegen wen welche Sanktionen verhängt. Aber um eines klar zu sagen - und das betrifft hier alle Seiten: Wenn hier nicht sofort ein freundlicherer und vor allem sachlicherer Umgangston Einzug erhält, dann verhängt die Moderation hier umgehend Sanktionen. Und diese Androhung sollte bitte ernst genommen werden.
Schneemann
RE: Palästina - Kongo Erich - 22.05.2026
(13.05.2026, 13:50)Nightwatch schrieb: ...
Die Karte zeigt, dass das eine massive Erleichterung für die Palästinenser ist und die angebliche Isolierung Ostjerusalems deutlich verringert.
Geradezu unglaublich das die superduperultrarechte Israelische Regierung eine derartige Erleichterung auch nur in Betracht zieht.
 die Karte zeigt, dass wieder eine Siedlung im Westjordanland aus dem Boden gestampft -, und das Siedlungsgebiet für die Palästinenser gesperrt wird.

Zitat:+++ 16:32 Schwere Völkerrechtsverstöße: Deutschland und europäische Partner kritisieren Israels Siedlungspolitik +++
Deutschland und weitere europäische Länder haben die geplante Ausweitung israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland scharf kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich die israelische Regierung auf, die Ausweitung von Siedlungen und administrativen Kompetenzen in den Gebieten zu beenden. "Das Völkerrecht ist unmissverständlich: Israelische Siedlungen im Westjordanland sind illegal", heißt es. Besonders erwähnt wird das sogenannte E1-Gebiet - gelegen zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim. Das Gebiet gilt als einer der sensibelsten Punkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Eine Bebauung dort würde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufspalten. Damit würde die Schaffung eines zusammenhängenden Territoriums für einen künftigen palästinensischen Staat erschwert oder gar unmöglich gemacht. In der Mitteilung warnen die vier Länder Unternehmen davor, sich an Ausschreibungen für Bauprojekte im E1-Gebiet oder anderen Bauvorhaben zu beteiligen. "Sie sollten sich der rechtlichen und auch der rufschädigenden Folgen bewusst sein, die ihre Beteiligung am Siedlungsbau hätte, einschließlich des Risikos, an schweren Verstößen gegen das Völkerrecht beteiligt zu sein."
...
RE: Palästina - Nightwatch - 23.05.2026
Siedlungsgebiet für Palästinenser ist eine ungewollt passende Umschreibung.
Ansonsten:
"Das Gebiet gilt als einer der sensibelsten Punkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Eine Bebauung dort würde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufspalten. "
[Bild: https://pbs.twimg.com/media/HI8r44qW4AAgmO8?format=png]
Man muss es nicht verstehen.
Plus eben wie gesagt: Es wird eine Umgehungsstraße geben, die Transitverkehr zwischen dem Norden und Süden der Westbank bei Maale Adumim ermöglicht, selbst wenn E1 bebaut wird (was eh nicht kommt, es ist nur grad Wahlkampf). Natürlich ist das dann auch nicht recht.
RE: Palästina - Schneemann - 24.05.2026
In der UN hat der palästinensische UN-Abgesandte seine Bewerbung um die Vizepräsidentenrolle in der Generalversammlung zurückgezogen. Nach aktuellem Stand gab es wohl Druck aus Washington, bis hin zu den Gerüchten, dass man ihm die Einreise verweigern könnte.
Zitat:Palestinian UN ambassador withdraws General Assembly vice presidency bid after US pressure
A diplomatic cable revealed that the United States instructed its diplomats to threaten Palestinian officials with revoking the visas of the Palestinian UN delegation ahead of the vote. [...] Palestinian UN Ambassador Riyad Mansour is withdrawing his bid for vice president of the UN General Assembly after the US threatened to revoke visas for the Palestinian delegation if he did not drop the bid, NPR reported.
https://www.middleeasteye.net/news/palestinian-un-ambassador-withdraws-vice-presidency-bid-after-us-pressure
Derweilen zeichnet sich ein interner Zwist bei den Palästinensern ab, einerseits was die Nachfolgeregelung für Abbas und seine Kleptokraten angeht - seinen Sohnemann, Yassir Abbas, hat er ja schon gezielt platziert -, andererseits auch was die generelle zukünftige Politik und deren Mangel an Transparenz und Demokratieverständnis angeht.
Zitat:Palestine ex-FM accuses Fatah leadership of weakening the movement’s national role [...]
Former Palestinian foreign minister Nasser al-Qudwa sharply criticised the leadership of Fatah, accusing it of stripping the movement of its national content and turning its eighth conference into a controlled gathering designed to serve the current leadership.
In an interview with Al Jazeera Mubasher, al-Qudwa said the conference lacked a clear legal and organisational basis, both in determining membership and shaping the political programme. [...] Al-Qudwa further criticised the broader Palestinian political system, saying the Palestinian Authority lacks genuine democratic mechanisms and arguing that meaningful reform requires comprehensive presidential and legislative elections rather than internal organisational votes alone.
https://www.middleeastmonitor.com/20260522-palestine-ex-fm-accuses-fatah-leadership-of-weakening-the-movements-national-role/
Schneemann
RE: Palästina - Kongo Erich - 10.06.2026
+++ 17:11 UN: Israelische Behörden unterstützen Siedler militärisch und finanziell +++
Zitat: ...
Ein Bericht der UN-Untersuchungskommission stützt die Vorwürfe gegen israelischen Akteure im Westjordanland. Demnach haben die israelischen Behörden Angriffe der Siedler finanziell und militärisch unterstützt. Die Sicherheitskräfte begleiteten die Siedler regelmäßig und dienten den Tätern als Schutzschild. "Die zunehmende Beteiligung israelischer Sicherheitskräfte an diesen Übergriffen kommt einer faktischen Verwischung der Grenze zwischen Siedlern und Soldaten gleich", heißt es in dem Bericht. Die Überfälle auf palästinensische Dörfer und landwirtschaftliche Flächen hätten seit 2023 um 130 Prozent zugenommen, heißt es weiter. Die Kommission dokumentierte zudem Fälle von tätlichen Angriffen, Entführungen und Missbrauch palästinensischer Kinder durch Siedler. Unter anderem seien am 19. April 2025 ein zwölfjähriges Mädchen und ihr dreijähriger Bruder mit vorgehaltenem Messer entführt und an einen Baum gefesselt worden.
...
phantasieren da die UN-Vertreter wieder? Wenn ich die vorherrschende Meinung richtig verstehe, dann ist es doch gerade anders herum.
Also - ein zwölfjähriges Mädchen und sein dreijähriger Bruder haben israelische Sicherheitskräfte an einen Baum gefesselt und die friedliebenden israelischen Siedler sind dann den Sicherheitskräften zu Hilfe geeilt.
RE: Palästina - Kongo Erich - 10.06.2026
ich zitiere das mal zustimmend hier:
(10.06.2026, 16:52)goschi schrieb: ...
Würden Iran und alle anderen Länder der Region den Teilungsplan der UNO aus 1947 anerkennen, wäre es für Israel weder notwendig noch annähernd durchsetzbar, wesentliche Teile Palästinas zu besetzen oder gar zu annektieren.
Die Stärke des Rechts muß 1947 ansetzen und dann Zug-um-Zug umgesetzt werden. - mir würden die international anerkannten Grenzen von vor 1967 schon reichen, und ergänzend schreib ich dazu einmal
Zitat:Israels radikaler Minister Smotritsch droht mit Räumung von Khan Al-Ahmar – aus Rache gegenüber dem IStGH
Stand:20.05.2026, 19:23 Uhr
Zwangsumsiedlung gilt als Kriegsverbrechen. Genau das plant Israels Finanzminister nun – zur Vergeltung gegen den Weltstrafgerichtshof. Dessen Chefankläger soll einen Haftbefehl gegen ihn beantragt haben.
Wie beweist man einem Gericht, dass man kein Kriegsverbrecher ist? Eher nicht, indem man vor seinen Augen ein Kriegsverbrechen in Auftrag gibt. Doch genau das hat Israels Finanzminister Bezalel Smotritsch am Dienstag (19. Mai) getan.
...
und ergänzend eine aktuelle Meldung der Frankfurter Rundschau Zitat: Vertreibungen im Westjordanland: „Entvölkert und zerstört“
Stand:10.06.2026, 16:22 Uhr
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Unter dem Titel „Auslöschung alles Palästinensischen“ fasst Amnesty in dem Bericht seine Recherchen zusammen, mit denen es die Gängelung, Entrechtung und Vertreibung der palästinensischen Gemeinschaften im Westjordanland dokumentiert hat. Die Menschenrechtsorganisation wirft Israel darin die „ethnische Säuberung des Westjordanlands“ vor. Die israelische Regierung unterstütze Siedlergruppen, die palästinensische Schäfer und Beduinen mit Gewalt vertrieben.
Diese Absicht verfolge nicht erst die rechts-religiöse Regierung von Benjamin Netanjahu. Sie vertrete dies aber so offen und aggressiv wie keine Regierung davor.
Amnesty-Researcherin Budour Hassan berichtete exemplarisch von dem Dorf Khirbet Zanuta (Zanuta). Radikale jüdische Siedlerinnen und Siedler hätten im Jahr 2021 nur einen Kilometer entfernt einen illegalen Außenposten errichtet. „Sie setzten die Zelte und Klassenräume der Dorfbewohner in Brand, brachen in ihre Häuser ein, schlugen sie mit Gewehren, warfen Steine nach ihnen, zerschlugen ihre Solarpanels und Fenster, leerten ihre Wassertanks und pumpten Abwasser auf ihr Ackerland.“
Dabei hätten der eingesessenen Bevölkerung nicht einmal zwei Urteile des Obersten Gerichtshofs Israels geholfen, wonach Polizei und Militär die Rückkehr der Gemeinde erleichtern und sie vor Angriffen hätten schützen sollen. „Jeder Versuch der Bewohner, zurückzukehren, wurde mit anhaltender Gewalt durch Siedler und der Zustimmung der israelischen Streitkräfte beantwortet“, konstatiert Amnesty. Heute existiere Zanuta nicht mehr: „Es wurde zwangsweise entvölkert und weitgehend zerstört.“
Die Menschenrechtsorganisation stellt fest, dass es Dutzenden palästinensischer Beduinen- und Schäfergemeinschaften in den vollständig von Israel kontrollierten Gebieten der Westbank ähnlich ergangen sei wie den Menschen von Zanuta. Die Deportation und Vertreibung von Palästinenserinnen und Palästinensern sei kein Produkt einzelner Extremisten, sondern „integraler Bestandteil einer organisierten Staatspolitik“.
...
wobei ich anmerken müsste, dass diese "zionistische Vertreibung" aus Sicht der Palästinenser bereits vor 1947 begonnen hat.
RE: Palästina - Kongo Erich - 12.06.2026
(10.06.2026, 16:52)goschi schrieb: Die Stärke des Rechts muß 1947 ansetzen und dann Zug-um-Zug umgesetzt werden. Hier ist in dem Zusammenhang eine interessante Zusammenstellung der Geschichte Palästinas durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Zitat:Nicht erst seit die Vereinten Nationen im Jahr 1947 den Teilungsplan für das damalige britische Mandatsgebiet Palästina vorgelegt haben, ist die Geschichte des Landes daher von blutigen Kämpfen geprägt.
Bei den Vereinten Nationen hat Palästina seit 2012 einen Beobachterstatus inne. Zwar haben mehr als 140 UN-Mitgliedstaaten Palästina als unabhängigen Staat anerkannt, dennoch ist die Staatlichkeit Palästinas völkerrechtlich umstritten.
Ein unabhängiger palästinensischer Staat ist das erklärte Ziel der Mehrheit der internationalen Gemeinschaft. Doch wie kann das gelingen, wenn die wichtigsten Fragen um das Territorium Palästinas, um israelische Siedlungen, um die Stadt Jerusalem und die palästinensischen Flüchtlinge nicht geklärt sind und es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt? In diesem Teil unseres Dossiers zum israelisch-palästinensischen-Konflikt erhalten Sie einen Überblick über die (Vor-)Geschichte Palästinas und zentrale Ereignisse.
btw:
Nachdem im aktuellen Golfkrieg ein Rahmenabkommen "vor der Tür stehen könnte" bin ich gespannt, wie sich das für Palästina weiter entwickelt.
Der Iran verbindet seine Konfliktlösung mit einer Einigung für den Libanon mit der Hisbollah.
Von einer Entwicklung für Palästina habe ich bisher nichts gelesen.
Und zu Palästina gehört auch der Gaza-Streifen. Da wird es noch einmal einen "Tick" komplizierter. Gaza steht seit dem "Erdrutschsieg" in den Wahlen von 2006 und der nachfolgenden gewaltsamen Machtübernahme 2007 unter Kontrolle der Hamas und damit infolge unter einer israelischen Blockade.
Dazu kommen die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen.
Die Wahl von 2026 kann unter diesen Umständen nicht zwingend als repräsentativ gewertet werden.
RE: Palästina - Kongo Erich - 12.06.2026
Video - n-tv Blufarb: Laut IDF Schlag gegen Hamas
Zitat:Israel bombardiert offenbar erneut großflächig Gaza
12.06.2026, 13:18 Uhr
Israelische Streitkräfte greifen in der Nacht offenbar Gebiete im Gazastreifen an. Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb berichtet, dass die Angriffe nach israelischen Angaben Hamas-Kämpfern und -Infrastruktur gegolten haben. Nach palästinensischer Darstellung werden dabei Zivilisten verletzt.
RE: Palästina - Kongo Erich - 17.06.2026
Zitat:+++ 14:45 Feuer gelegt: Israelische Siedler greifen Moscheen im Westjordanland an +++
Israelische Siedler haben im Westjordanland laut palästinensischen Angaben zwei Moscheen angegriffen und teilweise in Brand gesetzt. Der Bürgermeister des Dorfes Dschildschilija, Osama Abdullah, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Siedler hätten in der Nacht Feuer im Waschraum der Moschee gelegt, das Gotteshaus selbst beschädigt und feindliche Slogans auf die Wände geschmiert. Der palästinensische Zivilschutz konnte den Brand nach eigenen Angaben mit Hilfe von Dorfbewohnern löschen. AFP-Journalisten sahen vor Ort Brandspuren und Spuren von Vandalismus. Außerdem waren auf Hebräisch Worte wie "Rache", "Die Nacht der Moscheen" und "Grüße von der Hügeljugend" auf die Wände geschrieben worden. Die Hügeljugend ist eine Bewegung extremistischer jüdischer Siedler. Weniger als zehn Kilometer von Dschildschilija entfernt wurde in der Ortschaft Al-Masraa al-Nubani nach örtlichen Angaben ebenfalls ein Brandanschlag auf eine Moschee verübt. Siedler hätten einen Molotow-Cocktail auf die Moschee geworfen, die Flammen hätten aber nur einen Teil des Gebäudes getroffen, sagte Bürgermeister Saad Dagher der AFP.
RE: Palästina - Kongo Erich - 19.06.2026
Zitat:"Pogrome" im Westjordanland
Ex-Premier: Israel führt "systematische Kampagne der ethnischen Säuberung" durch
18.06.2026, 20:47 Uhr
Ehud Olmert war mehrere Jahre lang israelischer Ministerpräsident. Der aktuellen Regierung macht er schwere Vorwürfe: Sie unterstütze aktiv "jüdischen Terrorismus" im Westjordanland und verfolge eine Politik, die die Vertreibung der Palästinenser zum Ziel habe.
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genauso berichtet die FAZ:
Zitat:Vorwürfe gegen Israel:
Olmert sieht „ethnische Säuberungen“ im Westjordanland
18.06.2026, 22:46
Ehud Olmert war bis 2009 Ministerpräsident von Israel. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen Netanjahus Regierung. Er spricht von „ethnischen Säuberungen“ im Westjordanland.
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die Vorwürfe sind so deutlich, dass ich mehr als ein seriöses Medium als Quelle angeben möchte
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