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(Amerika) Luftstreitkräfte Brasiliens - Druckversion

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Luftstreitkräfte Brasiliens - Erich - 24.11.2004

Zitat:Brazil declines to sign $750 million deal to buy Su-35 fighters from Russia

Despite the marketing efforts....
"Our offer for Su-35 planes is the best from the commercial and technical point of view. The pursuit plane is designed in compliance with the requirements of the Brazilian Air Force. Unlike the competitors, we offer a complex delivery with all necessary equipment and adequate offset programs. The package also includes an opportunity for Brazil to participate in the production of Su-35 planes, their modernization and the post-sale servicing," the general director of the Sukhoi holding, Mikhail Pogosyan told the Izvestia prior to Putin's visit to Brazil.

link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://english.pravda.ru/main/18/89/355/14626_brazil.html">http://english.pravda.ru/main/18/89/355 ... razil.html</a><!-- m -->
[Bild: http://students.soros.karelia.ru/~psuhanov/su-35.jpg]


- hawkeye87 - 25.11.2004

ich poste mal den ganzen artikel
Zitat:Brazil declines to sign $750 million deal to buy Su-35 fighters from Russia
Russia used to sign such contracts only with China and India


Vladimir Putin's visit to Brazil was supposed to end the long-standing tender connected with the delivery of Russian Su-35 pursuit planes to Brazil. "Our offer for Su-35 planes is the best from the commercial and technical point of view. The pursuit plane is designed in compliance with the requirements of the Brazilian Air Force. Unlike the competitors, we offer a complex delivery with all necessary equipment and adequate offset programs. The package also includes an opportunity for Brazil to participate in the production of Su-35 planes, their modernization and the post-sale servicing," the general director of the Sukhoi holding, Mikhail Pogosyan told the Izvestia prior to Putin's visit to Brazil.

A signed contract with Brazil is an issue of strategic importance for Russia. The list of competitors in the Brazilian tender includes the French fighter Mirage 2000, the US F-16 aircraft and the Swedish Grippen. Brazil plans to purchase not less than 12 planes, although the order quantity can be extended to 24 and even 60 fighter planes in the future. The contract has been tentatively estimated at $750 million. It is worth mentioning that the price of the deal may exceed $1 billion taking into consideration the deliveries of additional aviation arms, the creation of a certain infrastructure and the technical servicing, or even the licensed production of fighters.

Russia used to sign such contracts only with China and India (there was an expensive contract conduced with Malaysia about 1.5 years ago, though). Brazilian military men's opinion of Russian Su-35 fighters is rather flattering, although the fate of the tender is rather vague.

The problem can be explained with offset programs connected with the delivery of the military hardware. Brazil is one of the world leaders on the production of civil aviation technology. Embraer liners are widely spread all over the world. The company rendered a serious support to the incumbent Brazilian president during the pre-election campaign; now it is expecting the president to pay the debt. For example, the plane maker would like the president to support its suggestions for the delivery of the fighter Mirage-2000BR, which Embraer produces in cooperation with the French company Dassault Aviation. In the event Brazil acquires Su-35 planes, the company would like to link it with a cross purchase of regional jets. The Sukhoi company, however, is undergoing preparations to launch the series production of the RRJ regional jet of its own. Embraer has built many planes (the now-bankrupt American company US Airways and the Swiss Crossair refused to buy them); it has the developed technical servicing network too. That is why, Embraer's appearance on the Russian market may lead to lamentable consequences both for RRJ and other aviation projects of the home aviation industry.

A new head of the Brazilian Defense Ministry appeared in Brazil shortly before the Russian president's visit to the country. A new person on the ministerial position became a good reason to explain the time lag with the deal pertaining to the Russian Su-35 fighters. Russian officials have not released any comments on the matter.
dann hat die su-35 die mirage 2000, die jas-39 grippen und die lockheed f-16 geschlagen!


- pagan - 26.11.2004

Hallo,
dies ist mein erster Post als vergebt mir eventuelle Anfängerfehler Big Grin

Die Su-35 ist im Vergleich zur Mirage2000 mit sicherheit überlegen, aber Brasielien sollte sich doch mal für eine "Flugzeugfamilie" entscheiden. Die haben jetzt:

A-1 AMX (Koproduktion mit Italien)
F-5 Tiger 2 (USA)
Mirage III (Frankreich)
SU-35 (Russland)

Also was das alles an unterschiedlichen Schulungen für die Crews und verschiedensten Zulieferen für Ersatzteile, Waffensysteme, usw kostet. Da wäre für ein wirtschaftskriesengebeuteltes Land wie Brasilien doch einiges einzusparen wenn sie sich auf auf zumindes zwei "Familien" beschränken würden.

Meiner Meinung nach sollten sie zumindest 24 F-16 beschaffen und dafür die Mirage ausmustern. Das mit der AMX war ja schon eher ein Flop (ein Unterschall-JaBo mit gerade mal 3800 kg Waffelnlast)

Und ob eine F-16 Block 50 oder 60 wirklich schlechter ist als eine SU-35 ist auch sehr streitbar.


- Azrail - 26.11.2004

Also ein F16 Block 60 kann es immer noch nicht mit einem Su-35 Luftüberlegenheitsjäger aufnehmen das Ding ist ein "Superflanker" mit denen können es eher F15E "Strike Eagle" aufnhemen.
Ich schätze Brasilien wird vielleicht ihr Su-35 Lager vergrößern wenn die anderen ausgemustert werden.


- hunter1 - 26.11.2004

Falls sich Brasilien wirklich für die Su-35 entscheidet, betritt der Staat sicher Neuland. Es wäre glaube ich das erste Mal, dass man dort auf russische Waffentechnologie zurückgreift. Ich war eher erstaunt, als ich den Artikel über die Kaufabsicht las. Obwohl man russisches Gerät inzwischen mit westlicher Avionik und Triebwerken haben kann, braucht man doch völlig andere Wartungsstrukturen (Ersatzteile, Komponenten, Waffensysteme),als bisher gewohnt.
Die Su-35 ist aber für Brasilien in einem Punkt interessant: in der Reichweite. Das Land ist riesengross, über 8 Mio. qKm. Verständlich, dass man ein Flugzeug gut gebrauchen kann, welches nicht alle paar Minuten aufgetankt werden muss. Ihre Tropentauglichkeit hat die Flanker-Familie zudem schon in mehreren Staaten unter Beweis gestellt (Indien, Vietnam, Indonesien); von daher sollte also auch kein Problem bestehen.
Letztendlich könnte der Entscheid auch noch politisch beeinflusst werden: mit den USA läufts momentan nicht so gut, Präsident Lula ist für die Bush-Administration zu weit links, zudem gabs mal die Pressemeldung, dass US-Bürger, die in Brasilien einreisen, nun ebenfalls ihre Fingerabdrücke abgeben müssen, etc. Ein solches Klima könnte sich jedenfalls negativ für die F-16 auswirken.

Mal noch ne Frage: ist die Su-35 trägertauglich?
Wäre doch immerhin möglich, dass Brasilien seine Skyhawks durch etwas moderneres ersetzt in naher Zukunft, vielleicht durch ein Flanker-Derivat?


- pagan - 26.11.2004

Ok, das mit der Reichweite hab ich nicht bedacht, da stehen sich theoretisch
F-16 2.027 km und
Su-35 3.700 km gegenüber.

Die Avionik müsste ja von Embaer auf brasilianische Standarts umgerüstet werden können.

Ich denke nicht das die Su-35 von dem Brasilianischen Träger (Ehemals Franz. Foche) starten könnte. Der Träger ist für Katapultstarts ausgelegt, aber die Russischen Träger hatten nie Katapulte. Da wurden die Flieger einfach festgehalten bis sie Maximalschub hatten und dann losgelassen. Daher denke ich das der Bras. Träger für die Su zu kurz sein wird.

Sind sich eigentlich jemals f-16 (oder eben F-15) und Su-35, zumindest in alten Versionen, im Kampf begegnet? Vielleicht haben zur Abwechslung mal überzeugende Luftkampfleistungen den Ausschlag gegeben.


- hunter1 - 26.11.2004

Zitat:Sind sich eigentlich jemals f-16 (oder eben F-15) und Su-35, zumindest in alten Versionen, im Kampf begegnet? Vielleicht haben zur Abwechslung mal überzeugende Luftkampfleistungen den Ausschlag gegeben.
In Indien wurde kürzlich eine Übung zwischen F-15 (USA) und Su-30 ausgetragen. Die indischen Piloten haben offenbar den Sieg davongetragen. Es gibt allerdings Stimmen, die sagen, die F-15 habe verlieren müssen, um in den USA die F-22 in besseres Licht zu rücken.
Denkbar wären auch "Grenzgefechte" zwischen Indien und Pakistan, sowie zwischen Taiwan und China.
Indonesien führt übrigens in seiner Luftwaffe sowohl F-16 als auch Su-30.

Vergleichsmöglichkeiten für die Brasilianer sollte es also schon geben.


- ChrisCRTS - 26.11.2004

Zitat:pagan postete
Hallo,
dies ist mein erster Post als vergebt mir eventuelle Anfängerfehler Big Grin

Die Su-35 ist im Vergleich zur Mirage2000 mit sicherheit überlegen, aber Brasielien sollte sich doch mal für eine "Flugzeugfamilie" entscheiden. Die haben jetzt:

A-1 AMX (Koproduktion mit Italien)
F-5 Tiger 2 (USA)
Mirage III (Frankreich)
SU-35 (Russland)
Der vertrag ist gerade unterschrieben also die haben (noch)nicht Su35.
Wenn die kommen werden wahrseinlich die alte Mirage oder F-5 oder beides ausgemustert.
Also "nur" zwei "Flugzeugfamilie"Wink


- Erich - 26.11.2004

bin ja gespannt wie sich das weiterentwickelt; die klassische Sache wäre ja, dass Brasilien (wie z.B. Indien und China mit russischen Produkten oder bei der Koproduktion Brasiliens bei der AMX mit Italien) in eine Lizenz-/Koproduktion einsteigt, um damit know how zu erwerben, die Anschaffungskosten zu reduzieren, in der eigenen Industrie Arbeitsplätze zu sichern und von Ersatzteillieferungen unabhängiger zu werden ......


- ChrisCRTS - 27.11.2004

Für lizenz produktion musten mindestens 60 Flugzeuge her oder?
Wenn Brazilien auf 12 oder 24 bleibt sehe ich schwarz.
Aber für Russland ist gut. Sie hat jetzt fuß gefast in Sud Amerika.


- beat - 29.11.2004

Zitat:ChrisCRTS postete
Wenn die kommen werden wahrseinlich die alte Mirage oder F-5 oder beides ausgemustert.
Also "nur" zwei "Flugzeugfamilie"Wink
Die F-5 durchlaufen gerade eine umfassende Modernisierung (Cockpit, Grifo-F Radar usw.) und sind in Zulauf zur Truppe. Danach können sie ca. weitere 15 Jahre verwendet werden, d.h. sie sollen bis ca. 2018 im Einsatz bleiben. Die SU werden somit primär die Mirage III ersetzen.


- hawkeye87 - 29.11.2004

Zitat:ChrisCRTS postete
Für lizenz produktion musten mindestens 60 Flugzeuge her oder?
Wenn Brazilien auf 12 oder 24 bleibt sehe ich schwarz.
Aber für Russland ist gut. Sie hat jetzt fuß gefast in Sud Amerika.
jep, brasilien ist das erste land, das russische waffentechnologie einsetzt. ich denke, das wird jetzt öfters passieren. immerhin haben die russischen flugzeuge niedrige anschaffungskosten im vergleich zu westlichen (außer grippen) und bringen erhebliche kampfkraft mit sich. und bei der finanzlage der meisten südamerikanischen staaten wäre das eine gute alternative zu den teuren westlichen produkten.


- hunter1 - 29.11.2004

Zitat:jep, brasilien ist das erste land, das russische waffentechnologie einsetzt
Stimmt nicht, Peru fliegt Mig-29 und Mi-24. Die Hinds haben sogar schon Kampfeinsätze gegen den Sendero Luminoso hinter sich.

Zitat:das wird jetzt öfters passieren. immerhin haben die russischen flugzeuge niedrige anschaffungskosten im vergleich zu westlichen (außer grippen) und bringen erhebliche kampfkraft mit sich. und bei der finanzlage der meisten südamerikanischen staaten wäre das eine gute alternative zu den teuren westlichen produkten.
Dazu sollte man vielleicht noch sagen, dass zwischen Kolumbien und den USA enge militärische Verbindungen bestehen; das kann man an Waffenkäufen (z.B. Hubschrauber) sehen. Der Drogenkrieg in Kolumbien bindet die beiden Staaten auch zusammen, d. h. die Russen werden es wahrscheinlich nicht so leicht haben, dort Fuss zu fassen.
Ähnliches könnte für Venezuela gelten. Der Staat ist massgeblich vom Ölexport in die USA abhängig, womit diese ein Druckmittel haben, um den Ankauf eigener Rüstungsgüter zu erzwingen. Venezuela fliegt übrigens schon seit längerem F-16.
Ein paar südamerikanische Eigenproduktionen wurden zudem mit amerikanischer Hilfe entwickelt, etwa der argentinische Strahltrainer Pampa. Auch solche geschäftliche Verbindungen rücken Südamerika und die USA in die Nähe.

Auffallend an Südamerika ist auch, dass viele Staaten (veraltete) Mirages oder Mirage-Derivate (Kfir) fliegen, so Equador, Kolumbien, Chile, Argentinien, Brasilien. Ich bin nicht ganz à jour, wo die Muster noch im Einsatz stehen, aber Frankreich und Israel werden diesen traditionellen Absatzmarkt bestimmt heftig verteidigen.
Die Absicht Brasiliens, Flanker zu kaufen kommt für mich daher sehr überraschend. Aber wer weiss, vielleicht bewähren sich die Russen ja wirklich, dann könnten sie in Südamerika ein Milliardengeschäft machen, denn die meisten Luftwaffen dort sind überaltert.


- ChrisCRTS - 29.11.2004

@hunter1: Etwas Off Topic aber ich glaube nicht das eine Ölexportiernde land (Venezuela) von jemand under druck setzen last. Mit die preise und die nachfrage!


- Skywalker - 01.05.2005

Zitat:BRASILIEN

Fast zehn Jahre nach Baubeginn (1996) konnte die brasilianische Marine ihr U-Boot TIKUNA endlich zu Wasser lassen.

Das Design des beim Arsenal de Marinha in Rio de Janeiro gebauten U-Bootes beruht auf dem deutschen Typ 209/1400, von dem die brasilianische Marine als TUPI-Klasse bereits vier Einheiten in Dienst hat. Drei der TUPI waren mit HDW-Hilfe und deutschen Materialpaketen ebenfalls in Rio de Janeiro gebaut worden. Die TIKUNA weist allerdings zahlreiche von brasilianischen Ingenieuren eigens entwickelte Modifikationen auf und ist mit einer Verdrängung von getaucht 2.500 ts auch deutlich größer als diese (1,590 ts).

So kann Brasilien zwar mit Stolz für sich in Anspruch nehmen, nach Australien das einzige Land auf der südlichen Hemisphäre zu sein, das eigenständig U-Boote bauen kann. Andererseits dürften aber - neben finanziellen Problemen - gerade auch die eigenen Veränderungen am Grunddesign nicht unerheblich zu den Verzögerungen beim Bau der TIKUNA beigetragen haben. In den kommenden Monaten soll der Neubau nun ausgiebig erprobt werden; im Dezember will die Marine die TIKUNA offiziell in Dienst stellen.

Die Ambitionen der brasilianischen Marine gehen über die TIKUNA hinaus. Schon bald soll beim Arsenal de Marinha mit dem Bau von insgesamt fünf U-Booten eines neuen Typs (S-MB-10) begonnen werden. Auch hat man wohl die Hoffungen auf den Eigenbau eines nukleargetriebenen U-Bootes noch nicht gänzlich aufgegeben . Immerhin hat der (bei der Taufe der TIKUNA übrigens anwesende) brasilianische Präsident da Silva erst vor zwei Jahren die "Wiederbelebung" dieses 1996 nach gescheiterter Finanzierung aufgegebenen Prestigevorhabens angekündigt.
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.marineforum.info/HEFT_5-2005/MaaW/maaw.html">http://www.marineforum.info/HEFT_5-2005/MaaW/maaw.html</a><!-- m -->