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Islamistischer Terrorismus - Druckversion

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- Merowig - 16.08.2003

Der Kampf gegen den Terros ist mit der Besetzung Afghanistans ( Ausbildungslager und Gewaehrung von Unterschlupf ) und Irak ( finanzielle und womöglich materielle/logistische Unterstuetzung fuer diverse palästinensische Terrororganisationen) noch lange nicht gewonnen. Drum dieser Thread.

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2003/08/15/153183.html">http://www.welt.de/data/2003/08/15/153183.html</a><!-- m -->
Zitat:Verteidiger verbieten Mzoudi den Mund
Zweiter Hamburger Terrorprozess hat begonnen - Staatsanwalt hält Angeklagten für einen Statthalter Bin Ladens
von Claus Hornung

Hamburg - Der gleiche Saal, der gleiche Platz, die gleiche Anklage. Als gestern im Saal 237 des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg der Prozess gegen Abdelghani Mzoudi beginnt, erleben einige Prozessbeobachter ein Déjà-vu. Auf dem Stuhl des 30-jährigen Marokkaners mit dem schütteren Haupthaar und dem dichten Vollbart saß vor zehn Monaten zum ersten Mal sein Landsmann Mounir el Motassadeq. Wie Motassadeq war auch Mzoudi mit den Terrorpiloten des 11. September befreundet. Genau wie dieser hat auch Mzoudi nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Beihilfe zum Mord in 3066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung begangen. Motassadeq wurde hier am 19. Februar zu 15 Jahren Haft verurteilt.


Scheinbar gefasst, den Blick auf die Unterlagen, die er vor sich ausgebreitet hat, hört Mzoudi der Verlesung der Anklage durch Bundesanwalt Walter Hemberger zu, der auch Motassadeq angeklagt hatte.


Mzoudi, heißt es darin, sei Mitglied einer konspirativen Organisationseinheit unter Führung der Al Qaida gewesen, die sich zum Kampf gegen die westliche Werteordnung verpflichtet sah. Er habe von den Anschlagsplänen der Terroristen Mohammed Atta, Marwan Al Shehhi, Ziad Jarrah und Ramsi Binalshibh gewusst und diese unterstützt. So will ein Zeuge Mzoudi in einem Trainingscamp von Osama Bin Laden gesehen haben. Hauptaufgabe Mzoudis aber, so die Anklage, sei dessen Funktion als "Statthalter" der Terrorzelle gewesen. Gemeinsam mit Mounir el Motassadeq habe er dafür gesorgt, dass deren Aufenthalte in afghanischen Terrorcamps und bei amerikanischen Flugschulen nicht auffielen. So habe er in deren Abwesenheit ihre finanziellen Angelegenheiten abgewickelt. Dem noch gesuchten Terroristen Zakariya Essabar soll er seine EC-Karte und die dazugehörige PIN-Nummer überlassen haben, womit dieser 1700 Mark von Mzoudis Konto abhob. Darüber hinaus habe Mzoudi Essabars Semester-, Krankenversicherungs- und GEZ-Gebühren bezahlt. Dadurch, dass er von Al Shehhi und Atta deren Wohnung in der Marienstraße während ihres Afghanistanaufenthalts übernahm, ohne deren Auszug zu melden, habe er geholfen, die Abwesenheit der beiden zu verschleiern. Später habe er ihnen einen "Unterschlupf" in einem Studentenwohnheim besorgt. Auch auf dem Testament von Atta steht Mzoudis Unterschrift - neben der von Motassadeq.
...
weiteres im Link
die Verteidiger versuchens mit der Masche Verschwoerungstheorie Mzoudi freizukriegen - eigentlich arm


- Alexander - 16.08.2003

Zitat aus dem oben erwähnten Welt-Artikel
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(Ihr Mandant werde sich nicht zu den Vorwürfen äußern, verkünden Mzoudis Anwälte, die Hamburger Rechtsanwältin Gül Pinar und Rechtsanwalt Michael Rosenthal aus Karlsruhe. In einer vorbereiteten Stellungnahme greift Rosenthal noch einmal das Urteil von Motassadeq auf. Dieser hatte zu allen Vorwürfen Stellung genommen. "Die schriftlichen Gründe dieses Urteils sind es gewesen, die zu dem Entschluss geführt haben, dem Mandanten hier den Mund zu verbieten", sagt Rosenthal. Auch in diesem Fall beweise die Staatsanwaltschaft einen Mangel an Verständnis dafür, was in einem anderen Kulturkreis normal sei.)
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Na ja, jetzt wirds seitens der Rechtsanwälte gewaltig gedreht. Also Quasi, er sei nicht schuld an der Mitarbeit und der Unterstützung von kriminellen islamischen Extremisten sondern, er wurde bloss verurteilt weil er (dummerweise) vorm Gericht gesprochen hat. Seine Untaten zählen in diesem Falle nicht sondern schlicht und einfach sein Gelaber. Sprich: sein Ungeschick. Aus diesem Grunde wird der nächste, verwirrter, düsterer Typ nicht aussagen wollen. Und wie schon so oft wird sofort die Multi-kulturelle Keule herausgeholt um zu beweisen kein Verständnis für andere Kulturkreise zu haben.
Da frage ich mich, geht es noch mit dieser ganzen Chuzpe? Oder wie lange wird dieser Unsinn noch toleriert.


- Azrail - 16.08.2003

Solange die schuld einer Person nicht bewiesen ist ist diese Person unschuldig vor dem Gesetz meines Wissens ,wenn die schuld bewiesen ist dann plädiere ich für eine gerechtes Urteil wenn diese Personen oder Person aktiv den Terror also Chaos und Furcht unterstütz haben und Beihilfe zu mehrfachem Mord ausgeübt haben ist es natürlich gerecht diese Personen hart zu bestrafen.Terror und Terrorismus ist ein Produkt eines Chaos oder Furchregimes das heisst hätte man seiner zeit nicht Diktaturen oder dikatorische Monarchien unterstützt gäbe es vielleicht heute diese Probleme nicht.
Nochmals als info Islamistischer terrorismus ist ein Faschistischer Rassistischer
Terrorismus der sich auf die Religion beruft und rechtfertigt ähnlich dem Ku Klux Klan.


- bastian - 17.08.2003

Merowig, das nennt man Rechtsstaat, Verteidiger dürfen alles verbreiten was sie für richtig halten, damit muss man zurechtkommen. War im ersten Prozess ähnlich, damals gab es die Höchststrafe 15 Jahre.
Ein OLG wird mit solchen Verteidigern zurechtkommen. (Solche "Konfliktverteidiger" sind relativ selten erfolgreich..)

Im übrigen wage ich anzuzweifeln, ob der Sieg über den Irak ein Sieg oder auch nur Teil des Kampfes gegen den Terror war.


- Merowig - 22.08.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2003/08/20/156571.html">http://www.welt.de/data/2003/08/20/156571.html</a><!-- m -->
Zitat:Gericht in Marokko verhängt Todesstrafe gegen islamistische Terroristen
von Nikolaus Nowak

Madrid/Rabat - Marokkos Justiz zieht den Zirkel um die islamistischen Aktivisten im Königreich immer enger. Am Dienstag wurden bereits zum zweiten Mal in sechs Wochen Todesurteile gegen die Beteiligten und Hintermänner der Terroranschläge vom 16. Mai in Casablanca verhängt. Zwei der Verurteilten sollen der Gruppe von insgesamt 14 Selbstmordbombern angehört haben, die 33 Menschen, darunter acht Ausländer, mit in den Tod rissen.
...
weiteres im Link


- Azrail - 22.08.2003

Tja ein weiterer diktatorischer Staat der seines terroristischen Produktes entledigt aber leider nicht den Kern des Problems löst.


- Merowig - 24.08.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.thestar.com/NASApp/cs/ContentServer?pagename=thestar/Layout/Article_Type1&call_pageid=971358637177&c=Article&cid=1061503819120">http://www.thestar.com/NASApp/cs/Conten ... 1503819120</a><!-- m -->

19 Pakistanis wurden festgenommen - haben wahrscheinlich einen Anschlag auf einen kanadischen Reaktor geplannt.


- Holger - 27.08.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.diepresse.at/default.asp?channel=p&ressort=a&id=373564">http://www.diepresse.at/default.asp?cha ... &id=373564</a><!-- m -->
Zitat:Kaukasus: Dagestanischer Minister stirbt durch Terror
Ein Racheakt islamischer Extremisten wird hinter dem Attentat in der russischen Teilrepublik vermutet.



- Merowig - 01.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2003/09/01/162467.html?s=1">http://www.welt.de/data/2003/09/01/162467.html?s=1</a><!-- m -->
Zitat:Der dritte Totalitarismus
Leitartikel
von Herbert Kremp

Der August war ein bedrohlicher Monat; im September jähren sich die Großanschläge von New York und Washington das zweite Mal. Beide Monate haben im kollektiven Gedächtnis der Europäer ein Brandmal hinterlassen: Die Weltkriege brachen aus. Nun expandiert der Terrorismus. Mit der Verbreitung von Unsicherheit und Tod, seinem Element und Ziel, taucht ,,Dies irae, dies illa'" ("Dieser Tag ist ein Tag des Grimms", übersetzte Luther) in der Vorstellung auf. Gemeint ist diesmal ein Weltkrieg der mentalen und geografischen Sprünge, gordisch verknotet mit einem neuen Totalitarismus.

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http://www.welt.de/data/2003/09/01/162437.html
Zitat:Lebenszeichen vom mutmaßlichen Terroristen Bahaji
Zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September gibt es von dem weltweit gesuchten mutmaßlichen Terroristen Said Bahaji ein neues Lebenszeichen. Der 28-Jährige meldete sich Mitte August telefonisch bei seinen Eltern im marokkanischen Meknes, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet. Danach erzählte Vater Abdallah Bahaji dem Blatt: "Er sagte, es gehe ihm gut und wir sollten uns keine Sorgen machen. Es werde sich bald alles aufklären, und er sei in guten Händen. Dann legte er auf."

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- Merowig - 05.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2003/09/05/164945.html">http://www.welt.de/data/2003/09/05/164945.html</a><!-- m -->
Zitat:El-Dschasira-Reporter unter Terrorverdacht in Spanien festgenommen

Der Journalist Taisir Aluni soll Aktivitäten von El Kaida mitfinanziert haben und als Bote tätig gewesen sein. Auch ein direkter Draht zu bin Laden wird ihm vorgeworfen.


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Erst hohe Al Dschasira Tiere die auf der Lohnliste des irakischen Geheimdienstes standen. Jetzt El Quaida...
Ein Schelm der boeses denkt ... :evil:


- Holger - 06.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,264558,00.html">http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 58,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Schily sieht keine erhöhte Gefährdungslage

Kurz vor dem zweiten Jahrestag der Anschläge des 11. Septembers sieht Bundesinnenminister Schily keine erhöhte Gefährdungslage in Deutschland. "Ich bin nicht der Meinung, dass es einen Jahrestagsterrorismus gibt", sagte Schily.



- Merowig - 07.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.wams.de/data/2003/09/07/165237.html">http://www.wams.de/data/2003/09/07/165237.html</a><!-- m -->
Zitat:Der Terror lebt weiter

Seit fast zwei Jahren befinden sich die USA im Kampf gegen den Terrorismus. Dass die Welt dadurch sicherer geworden sei, lässt sich nur schwer behaupten. Das Auswärtige Amt warnt - außer vor Reisen in den Jemen, den Irak und nach Afghanistan - vor "terroristischen Aktivitäten, die sich vor allem auf den Nahen und Mittleren Osten, die arabischen Mittelmeeranrainerstaaten, die Staaten am Horn von Afrika, die Staaten Zentralasiens sowie Süd-, Südost- und Ostasien konzentrieren". Anschläge könnten sich aber auch gegen Ziele in Europa, Australien, Kanada oder die USA oder gegen den Luftverkehr richten - fast auf der ganzen Welt können Deutsche demnach zu Terrorzielen werden.

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http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A32736-2003Sep5.html
Zitat:FBI Issues Alert for Four Terror Suspects
Men Suspected of Plotting Against U.S.
By Susan Schmidt
Washington Post Staff Writer
Saturday, September 6, 2003; Page A03

The FBI yesterday issued a worldwide alert for four Middle Eastern men believed to be planning terrorist acts against the United States, two of whom are suspected in recent bombings in Riyadh, Saudi Arabia, and Casablanca, Morocco.

...



- Merowig - 09.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.guardian.co.uk/elsewhere/journalist/story/0,7792,1037777,00.html">http://www.guardian.co.uk/elsewhere/jou ... 77,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Ottawa dispatch

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Security conscious

The arrest of 23 terrorism suspects has highlighted Canada's fears of a possible attack as the September 11 anniversary approaches, says Anne McIlroy

Monday September 8, 2003

The allegations are vague but alarming, especially with the second anniversary of the September 11 2001 terror attacks on the US looming.

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http://www.welt.de/data/2003/09/09/165817.html?s=1
Zitat:Der nächste Anschlag kommt sicher
In Europa hat das Gefühl der Bedrohung durch Terrorismus nachgelassen
von Walter Laqueur

Washington - Die Bilanz des Kampfes gegen den Terror zwei Jahre nach dem 11. September ist nicht eindeutig. Es hat viele Erfolge gegeben, aber von einem Sieg zu sprechen ist sinnlos. Terrorismus wird es geben, solange es politische und religiöse Konflikte gibt, mit anderen Worten, ein Ende gibt es nicht in der voraussehbaren Zukunft.

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- Merowig - 09.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,264934,00.html">http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,264934,00.html</a><!-- m -->
Zitat:TERRORPROZESS

Mzoudi soll Anschläge auch auf Kinder befürwortet haben

Im zweiten Hamburger Terrorprozess ist der mutmaßliche Terrorhelfer Abdelghani Mzoudi durch die Aussage eines Zeugen schwer belastet worden. Mzoudi sei ein "extrem fanatischer" Muslim, der sich damit gebrüstet habe, das von iranischen Fundamentalisten ausgerufene Todesurteil gegen den Schriftsteller Salman Rushdie auszuführen.

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Ein Jammer das dem Schwein nur 15 Jahre drohen...


- DorianGray - 09.09.2003

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,264924,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 24,00.html</a><!-- m -->

Zitat:Kamikaze-Attacken gegen Israel geplant

Alarmstimmung in Israel. Nach Angaben des Armeechefs hatte das Terrornetzwerk al-Qaida Flugzeugattacken gegen Gebäude in seinem Land geplant. Der oberste Soldat Israels drohte damit, auch gegen Terrorgruppen im Ausland Vergeltungsschläge zu führen.