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Libanon - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Welt (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=90) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=96) +--- Thema: Libanon (/showthread.php?tid=1882) Seiten:
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- Schneemann - 29.06.2009 Ich habe mit dem Economist sicher keine Probleme. Bin ja letztlich auch mal dankbar, dass endlich eine Einschätzung/Erläuterung zum Wahlergebnis im Libanon gepostet wird, die man auch tatsächlich ernstnehmen kann. Und ja, ich kann diese Quelle sehr wohl akzeptieren, da sie einer freien Presselandschaft entstammt; in einem solchen Fall ist es mir doch auch relativ egal, ob es nun eher eine linke oder eine konservative Zeitung ist. Diesbezüglich nervig-problematisch wird es m. E. nur – jetzt allerdings nicht auf den Economist zu beziehen –, wenn es Zeitungen sind, die zwar einem freien Presseraum entstammen, aber die dem Boulevard-Journalismus zugeneigt sind (The Sun, Bild und die anderen „Verdächtigen“) oder die einwandfrei extremistischeren Kreisen zuzurechnen sind (z. B. „Junge Welt“ [links] oder „Junge Freiheit“ [rechts]). Abgesehen davon: Ich bin schon etwas überrascht, dass die Opposition (also die „8. März“-Gruppe) angeblich rund 10% Stimmen mehr hat. Auf den Wahllisten (zugegeben, ich konnte die reine Prozentverteilung nicht finden) sind [nur] eindeutig die Stimmen in Bezug auf die gewonnenen Sitzplätze und die jeweiligen Gebiete (Beirut, Bekaa, Tripoli, etc.) abzulesen – und die fallen eben mit 71 zu 57 zu Gunsten der Hariri-Gruppe aus. Nun, aber man kann sich auch irren und die Sache zunächst falsch einschätzen (also i. d. Falle ich selbst). Schneemann. - Shahab3 - 24.08.2009 Zitat:Peres' allegation on Hezbollah's rocket stockpile baseless:Lebanese FM ![]() Weiter heißt es: Zitat:..."If Peres is convinced of peace, then he must persuade his government to implement UN resolution 425 and 1709 and withdraw from occupied Shebaa Farms and Kfarshouba hills. He must also end the daily air, ground and sea violations," said the minister....<!-- m --><a class="postlink" href="http://english.sina.com/world/2009/0824/265476.html">http://english.sina.com/world/2009/0824/265476.html</a><!-- m --> - Schneemann - 28.08.2009 Zitat:UN-Sicherheitsrat verlängert Libanon-EinsatzLink: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE57R00P20090828">http://de.reuters.com/article/worldNews ... 0P20090828</a><!-- m --> Schneemann. - Shahab3 - 29.08.2009 Das UNIFIL Mandat lautet nicht, wie bei Reuters fälschlicherweise behauptet "soll Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hisbollah im Süd-Libanon verhindern". Ein Aspekt der UNIFIL Mission besteht tatsächlich darin, die Grenzen zu sichern und das einsickern von Waffen (im ganzen Libanon) zu verhinden, die von der libanesischen Regierung nicht genehmigt wurden. Wenn in diesem Amt im Libanon ein Hizbollahmitarbeiter der libanesischen Regierung tätig ist, könnten die auch den Import von Atombomben nicht verhinden. Bewaffnete von Israel unterstützte Gruppen hätten diesesn Vorteil nicht, weil Sie nicht an der Regierung beteiligt sind. Siniora war übrigens höchst persönlich im Iran und hat Verträge zur Lieferung von Waffen unterzeichnet. :lol: Aber die Worte "Hizbollah", "islamisch" oder gar "radikal" sind eine sehr reduzierende Dichtung von Reuters, die sich auch in manch anderen westlichen Agenturen findet und dort als das Aufgabengebiet von UNIFIL dargestellt wird. Den Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon zu bestätigen und die Sicherheit der Grenzen zu gewährleisten ist im offiziellen UNIFIL Mandat mindestens so deutlich betont. <!-- m --><a class="postlink" href="http://unifil.unmissions.org/Default.aspx?tabid=1500">http://unifil.unmissions.org/Default.aspx?tabid=1500</a><!-- m --> Zitat:According to Security Council resolutions 425 (1978) and 426 (1978) of 19 March 1978, UNIFIL was established to: - Schneemann - 11.09.2009 Zitat:Lebanon's Hariri steps aside from PM roleLink: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.cnn.com/2009/WORLD/meast/09/10/lebanon.hariri/index.html">http://www.cnn.com/2009/WORLD/meast/09/ ... index.html</a><!-- m --> Schneemann. - Erich - 12.09.2009 <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/nahost352.html">http://www.tagesschau.de/ausland/nahost352.html</a><!-- m --> Zitat:Raketenbeschuss auf Israel Hizbullahs Arsenale mit syrischen Waffen - ThomasWach - 16.10.2009 Zitat:Report: Syria supplying long-range missiles to Hezbollah Quelle: http://www.haaretz.com/hasen/spages/1121298.html - Shahab3 - 16.10.2009 Die Kriegsvorbereitungen für den Winter laufen scheinbar auch auf der Gegenseite auf Hochtouren. Einen ähnlichen Bericht gab es vor ein paar Tagen bzgl. iranischer Lieferugen. Interessant dabei war auch die Vermutung, dass die iranischen Bedienmannschaften sukzessive durch libanesische ausgetauscht werden. - Tiger - 16.10.2009 @Shahab3 Du meinst, das diese Entwicklung mit dem zu erwartenden Angriff auf die iranischen Atomanlagen zusammenhängt? Gut vorstellbar, das dies Vorbereitungen für einen von der Hizbollah auszuführenden Vergeltungsschlag gegen Israel sind... - Schneemann - 16.10.2009 Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass eine Aktion gegen die Nulearanlagen, egal wie sie aussehen wird, irgendeine Reaktion der Hisbollah nach sich ziehen wird. Es wäre taktisch sicher von Vorteil, bevor man gegen die Atomanlagen losschlägt, den Südlibanon befristet wieder zu erobern und abzusichern. Nur politisch wird das wieder arg schlecht zu verkaufen sein. Schneemann. - Shahab3 - 16.10.2009 Tiger schrieb:Du meinst, das diese Entwicklung mit dem zu erwartenden Angriff auf die iranischen Atomanlagen zusammenhängt? Die Lieferung von Raketen mit erhöhter Reichweite und Sprengkraft ist sicherlich als Vorbereitung für ein solches Szenario zu sehen. Ein weiteres Indiz ist die in den letzten Wochen auffällig hohe Kadenz der Zerschlagung von israelischen Spionageringen im Libanon. Dass die Iraner (und Syrer) angesichts der massiven Investments und Trainings nicht ohne Einfluss sind, liegt zwar auf der Hand, aber einen Automatismus würde ich nicht unbedingt darin sehen. Die Hisbollah nimmt keine Befehle entgegen. Sie ist eine politische und militärische Kraft, die in erster Linie die Interessen der Libanesen (vornehmlich der Schiiten) vertritt und dazu ein eigenes Programm verfolgt. Aber es ist sehr üblich, dass man sich in Vorbereitung solcher Szenarien gegenseitig hilft und stärkt. Unter ähnlichen Aspekten würde ich auch die iranische Unterstützung der Syrer bei ihrem Raketenprogramm und der Anschaffung von Luftabwehrsystemen russischer Bauart sehen, die vom Iran bezahlt wurden. Schneemann schrieb:Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass eine Aktion gegen die Nulearanlagen, egal wie sie aussehen wird, irgendeine Reaktion der Hisbollah nach sich ziehen wird. Es wäre taktisch sicher von Vorteil, bevor man gegen die Atomanlagen losschlägt, den Südlibanon befristet wieder zu erobern und abzusichern. Nur politisch wird das wieder arg schlecht zu verkaufen sein. Genau das war sicherlich der israelische Plan von 2006. Allerdings ist die israelische Armee den Beweis schuldig geblieben ist, dass sie damit den Beschuss Israels unterbinden oder auch nur verringern kann. Im Gegenteil: Dass ihnen bei diesem vergleichweise sehr kleinen Konflikt schon nach 10 Tagen die Munition ausging, kommt einem Offenbarungseid gleich, bei dem man sich ernsthaft fragen muss, inwieweit die IDF noch einen ernstzunehmenden konventionellen Kriegsgegner darstellt. Weiterhin hat sich die Ausgangslage für einen solchen Plan Israels mit Stationierung von UNO-Truppen, die die Grenze überwachen, noch verschlechtert. Weitrechendere Raketen, die sich nördlich des Litani abschiessen lassen, sind unter diesem Aspekt eine Option für die Hisbollah, die Israel eher durch Luftangriffe vergelten wird als durch einen erneuten Einmarsch. - Schneemann - 16.10.2009 Zitat:Weitrechendere Raketen, die sich nördlich des Litani abschiessen lassen, sind unter diesem Aspekt eine Option für die Hisbollah, die Israel eher durch Luftangriffe vergelten wird als durch einen erneuten Einmarsch.Naja, dann kann die UNO ja mal zeigen, wie sehr sie es mit der Sicherung der Grenzen ernst meint. Wenn die Israelis erst mal die Raketenstellungen aus der Luft zerschlagen haben, werden die Hisbollah-Kämpfer nämlich sicher versuchen, über die Grenzen einzusickern, um dort weiteren Schaden anzurichten. Dann darf die UNO mal ihre Objektivität beweisen. Schneemann. - Shahab3 - 16.10.2009 Schneemann schrieb:Naja, dann kann die UNO ja mal zeigen, wie sehr sie es mit der Sicherung der Grenzen ernst meint. Wenn die Israelis erst mal die Raketenstellungen aus der Luft zerschlagen haben, werden die Hisbollah-Kämpfer nämlich sicher versuchen, über die Grenzen einzusickern, um dort weiteren Schaden anzurichten. Dann darf die UNO mal ihre Objektivität beweisen. Da treten aber mal wieder seltsame Ansichten über Objektivität zu Tage... Nach Deiner eigenen Aussage sollte Israel einen Schlag gegen iranische Atomanlagen durch einen präventiven Angriff auf den Südlibanon beginnen. Ganz "objektiv" greift hier bereits das UNO Mandat. - Schneemann - 17.10.2009 Zitat: Nach Deiner eigenen Aussage sollte Israel einen Schlag gegen iranische Atomanlagen durch einen präventiven Angriff auf den Südlibanon beginnen. Ganz "objektiv" greift hier bereits das UNO Mandat.Nein, so eben nicht ganz. Genau genommen würde ich die libanesische Option sofort ganz ausblenden und auch keinen Angriff anraten, wenn dort eine „objektive“ und „fähige“ UNO-Truppe stünde, die – im Falle eines iranisch-israelischen Konflikts – auch die zu erwartenden Angriffe der Hisbollah verhindern würde. Das wird aber leider nicht passieren, teils aus logistischen, teils aus Gründen des Wollens; wenn es insofern zu einem Krieg ums Atomprogramm kommt und die Hisbollah Raketen auf Israel abschießt, wird die UNO-Macht vor Ort nichts, aber auch gar nichts machen. Die werden in ein paar Bunkern hocken, vielleicht einen Bericht schreiben und die Rauchspuren der Raketen beobachten, aber ansonsten Däumchen drehen. Und da die UNO, die hier eigentlich die Konfliktparteien auseinander halten soll, nichts groß machen wird, müssen es die Israelis im Rahmen der eigenen Sicherheitsbedürfnisse eben selbst machen. Ein „präventiver“ Angriff auf den Südlibanon kommt insofern auch deswegen vielleicht zustande und überhaupt als Option ins Gerede, weil die UNO hier im Falle eines Hisbollah-Angriffs mehr als unwillig, ja teils auch zu hilflos ist, um irgendwie großartig zu reagieren/reagieren zu können. Schneemann. - Shahab3 - 19.10.2009 @Schneemann Nein. Dein Angriff auf den Libanon wäre eine Verletzung der Libanon Resolution. Die "Objektivität", die Du von den dort stationierten UN-Truppen erwartest, müsste demnach (ganz objektiv) bei der ersten Grenzverletzung bereits konsequenterweise auch ein militärisches Eingreifen der UN-Truppen zur Folge haben. Inwieweit das militärische Potential dieser Truppen dazu ausreichend ist, ist ein anderer Sacherverhalt und bei der Frage nach der Beurteilung der "Objektivität" (besser: Neutralität oder Mandatstreue) dieser Truppen zunächst mal nebensächlich. Das Mandat der UN-Truppen lässt sich nicht in irgendeiner Form zurecht biegen, auslegen oder zu Gunsten einer von Dir bevorzugten Seite umintrepretieren, weil Dir das besser gefällt. ---- Von libanesischen Sicherheitskräften entdeckte Spionageausrüstung aus Israel ist nach der Einlagerung auf bisher ungeklärte Weise "explodiert": <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=120679">http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDe ... ?ID=120679</a><!-- m --> Zitat:18 October, 2009 Und die israelische Armee prollt mal wieder rum: Zitat:... |