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RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Nightwatch - 30.11.2025 Stablecoins bilden ja nicht notwendigerweise FIAT-Währungen ab. Bitcoin mag Marktführer sein, die schon vergleichsweise hohe Volatilität lässt sich aber nicht wegdiskutieren. Und was für dabei für Bitcoin gilt, gilt für die ganzen anderen Wunderdinger erst recht. Ich bin ja selber investiert (in Bitcoin und Ethereum) aber für mich ist das nichts weiter als ein Hafen für hohe Liquidität in Risk-On Zeiten. Einen weitergehenden Nutzen sehe ich darin nicht, all diese Konzepte werden für die breite Masse zu esoterisch und für das Finanzsystem zu staatsfern sein als das Währungen und Zahlungssysteme ersetzen werden. Stattdessen bekommen wir halt digitale FIAT-Währungen und Ende. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - EuropeanMind - 12.01.2026 Die Trump-Regierung arbeitet auf jeden Fall weiter daran, die internationale Bedeutung des Dollars zu untergraben. Dieses Mal, indem sie die Axt an die Unabhängigkeit der Notenbank legt, was ein klares Alarmzeichen ist. - Die Unabhängigkeit der Notenbank ist nämlich dafür da, dass diese die Inflation bekämpft, auch wenn dies politisch missliebig ist. Entsprechend kann eine politisch hörige Notenbank, die zu niedrige Zinspolitik fährt zu höherer Inflation führen (siehe z.B. Türkei), was für den Außenwert einer Währung problematisch ist. Zitat:Welche Gefahr Trumps Angriff auf die Fed birgthttps://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/trump-powell-anklage-notenbank-100.html RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 12.01.2026 Das ist unter Wirtschaftsexperten wohl unstrittig, sie auch: Handelsblatt: Märkte fürchten Endspiel um die Unabhängigkeit der Fed Zitat: Mit den Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell eskaliert der Machtkampf um die Geldpolitik. Dollar, Aktien und Gold reagieren deutlich. Vor Gericht steht schon der nächste Showdown an.n-tv: Es sind nicht nur die Zinsen - Darum kann Trump Powell nicht riechen Zitat: Donald Trump will Notenbankchef "Jay" Powell loswerden. Doch der kapituliert nicht. Nun fährt der US-Präsident schwere Geschütze auf. Wirtschaftswoche: „Die Untersuchung gegen Powell ist ein Tiefpunkt in Trumps Präsidentschaft“ Zitat:Trump gräbt von allen Seiten an der Unabhängigkeit der Notenbank. Was das für Anleger bedeutet – und wer den Präsidenten stoppen könnte.eine Währung, die den tagesaktuellen politischen Einflüssen und Wünschen unterliegt, verliert Stabilität und einige weitere der wichtigsten "Geldfunktionen", und damit das Vertrauen der Wirtschaft. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 14.01.2026 (30.11.2025, 18:32)lime schrieb: Stablecoins bilden ja eher schon bestehende Währungen ab. Bitcoin ist allein tauglich weil er mit Abstand Marktführer ist. Aber ob dieser Vorteil in 3-5 Jahren vorhanden ist wage ich zu bezweifeln. Technisch wesentlich besser ist Solana und auch Ethereum. Solana traue ich zu Bitcoin irgendwann zu enthronen.dazu »Je mehr ich über den Bitcoin lerne, umso skeptischer werde ich« Zitat:Finanzprofessor Co-Pierre Georg warnt vor »enormen systemischen Risiken« beim Bitcoin – und erhält dafür Drohungen. Der Blockchain-Experte sieht drei Sollbruchstellen, die den Kryptomarkt erschüttern könnten. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Nightwatch - 15.01.2026 Für das Protokoll: Powells Amtszeit Ende komme was wolle sm 15. Mai 2026 und Trump wird als US Präsident den Nachfolger bestimmen. Sprich Powell ist lange weg bevor irgendwelche langwidrigen Gerichtsverfahren irgendeinen Effekt haben können. Egal wie reißerisch sich die bemühten Artikel lesen mögen; das ist ein ziemlich lahmer Nebenquest der Trump-Show ohne praktische Relevanz für den Plot. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 15.01.2026 (15.01.2026, 10:25)Nightwatch schrieb: Für das Protokoll: Powells Amtszeit Ende komme was wolle sm 15. Mai 2026 und Trump wird als US Präsident den Nachfolger bestimmen....und deshalb hat das Handelsblatt zurecht ein Interview mit Joseph E. Stiglitz abgedruckt: Zitat:„Es hätte längst einen großen Crash geben müssen“ Der letzte verlinkte Artikel (Interview) steht hinter einer Paywall, daher hier eine Ergänzung Zitat: Nobelpreisträger rechnet mit Trumps Wirtschaftspolitik ab RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Nightwatch - 16.01.2026 Was hat nun die Weltsicht eines 82-jährigen keynesianschen Globalisten genau mit der Causa Powell zu tun? Überhaupt finde ich diese exzessive Verlinkung irgendwelcher beliebiger Artikel nicht unbedingt diskussionsförderlich. Soll ich jetzt einen Artikel suchen der gegenteiliges behauptet oder ein Essay schreiben, das jemand, der nach eigenen Bekunden gerade den Markt nicht versteht vielleicht nicht die allerbeste Bezugsgröße ist? RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 16.01.2026 Den Zusammenhang hast Du doch selbst hergestellt. Du hast - zurecht, aber leider ohne Bezug zum Thema des Threads - "für das Protokoll" festgestellt, dass Powell in absehbarer Zeit abgelöst wird, und dann ein von GröPaZ eingesetzter Nachfolger die Arbeit der Fed bestimmen wird. Und daraufhin habe ich den Zusammenhang mit dem Strangthema hergestellt und die Meinung eines weltweit anerkannten und respektierten Ökonomie-Nobelpreisträgers wieder gegeben, dass eine postamerikanische Weltwirtschaft vor der Türe steht, und damit das "Aus des Dollar als weltweite Leitwährung" (das Verfahren nennt sich auch Ursache und Folgen bestimmen). Natürlich ist es so, dass ich den Kern der Aussage ggf. auch zitiere, damit man nicht jeden Link nachlesen muss - dass ich solche Aussagen dann auch mit Hyperlinks belege und nicht einfach als Behauptung in den Raum stelle. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Nightwatch - 16.01.2026 Zitat:Den Zusammenhang hast Du doch selbst hergestellt.Äh nein? Du hast drei Artikel zu Powells Kappelei mit Trump gepostet. Ich habe erwidert, dass der ganze Vorgang keine Relevanz hat. Daraufhin hast du zusammenhanglos einen beliebigen Ökonomen herausgekramt, der seiner Aussage nach gerade den Markt nicht versteht und einen Crash erwartet. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 17.01.2026 Nicht jeder versteht Kausalitäten - etwa zwischen einer unabhängigen Zentralbank, für die der Name Powell repräsentativ steht, und der Stabilität einer Währung. Ich bin darüber nicht verärgert und auch Dir nicht böse. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Nightwatch - 17.01.2026 Erneut: Die Causa Powell ist nicht geeignet die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage zu stellen. Der gute Mann ist im nächsten Quartal Geschichte, komme was wolle. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 17.01.2026 (17.01.2026, 13:19)Nightwatch schrieb: Erneut: Die Causa Powell ist nicht geeignet die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage zu stellen. Der gute Mann ist im nächsten Quartal Geschichte, komme was wolle.Erneut: Powell widersetzt sich erfolgreich dem politischen Druck von GrÖPaZ - ein von diesem ernannter Nachfolger wird das mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht machen, und damit ist die Unabhängigkeit der Fed vorbei., Um Dir den Erkenntnisprozess zu erleichtern hilft vielleicht ein anderer Bericht: Zitat:US-Ökonom über Trumps Kampf gegen die Notenbankmit anderen Worten: wenn sich Trump durchsetzt - und das wird er, wie Du ja ständig deutlich machst - dann geht es mit dem Wohlstand der USA, dem "Wirtschaftsstandort USA" und damit der Funktion des Dollar als weltweite Leitwährung sowas von schnell in den Graben ... RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - lime - 18.01.2026 (17.01.2026, 22:29)Kongo Erich schrieb: Erneut: Powell widersetzt sich erfolgreich dem politischen Druck von GrÖPaZ - ein von diesem ernannter Nachfolger wird das mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht machen, und damit ist die Unabhängigkeit der Fed vorbei., Rogoff gehört zum demokratischen Spektrum. Der hätte in Argentinien auch sicher behauptet dass Milei den Staat gegen die Wand fährt, dagegen ist er gut dabei ihn zu retten. Ähnlich sieht es in den USA aus. RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 19.01.2026 (16.01.2026, 07:31)Nightwatch schrieb: Was hat nun die Weltsicht eines 82-jährigen keynesianschen Globalisten genau mit der Causa Powell zu tun?wolltest Du fragen, was die Weltsicht eines keynesianischen Ökonomen mit den wirtschaftlichen Problemen der USA zu tun hat? Dann ergäbe Deine Nachfrage noch einen materiellen Sinn. (18.01.2026, 16:26)lime schrieb: Rogoff gehört zum demokratischen Spektrum. ...Es hilft doch nichts, die wirtschaftlichen Probleme der USA dadurch zu verdrängen oder lösen zu wollen, dass man namhafte Ökonomen irgend einer politischen Stömung oder Partei zuordnet. Man muss sich mit den Argumenten, den Inhalten der Kritik auseinander setzen. Und deshalb nochmal zurück zu Steglitz und anderen: Zitat:USA in der Schuldenfalle: Nach Ray Dalios Alarm warnt jetzt auch Joseph Stiglitz vor dem Crash RE: Dollar als weltweite Leitwährung? - Kongo Erich - 19.01.2026 zum Thema "Schuldenfalle" meint das HANDELSBLATT: Zitat:Beyond the obviousich würde das Thema "Staatsschulden" nicht so apodiktisch sehen. Da steht bei mir primär die gesamte Währungsmenge im Vordergrund - und die Frage der Verteilung. Denn wenn jemand Schulden hat, dann hat jemand anderer entsprechende Forderungen. Und es gibt - siehe Japan - durchaus Staaten, die mit einer sehr hohen Staatsverschuldung (bei der eigenen Bevölkerung) gut leben können. Dabei sehe ich auch den Unterschied in der Verwendung der Mittel. Es gibt Schulden zur Investition, die helfen, mehr Rendite zu erwirtschaften (das weiß jeder Handwerker) und es gibt Konsumschulden zum Verbrauch (wie in den Staaten). Und dementsprechend gebietet sich eine unterschiedliche bzw. differenzierte Betrachtungsweise. Aber das ist vermutlich meinem keynesianschen Hintergrund *) geschuldet und dürfte bei Nightwatch heftige Gegenrede auslösen. *) John Maynard Keynes sah Staatsverschuldung nicht per se als negativ, sondern als notwendiges Geldmarkt-Instrument in Krisen: Der Staat soll sich verschulden, um durch Ausgaben die Nachfrage zu steigern und die Wirtschaft anzukurbeln (antizyklische Politik), wodurch Schulden in Wachstum umgewandelt werden können und später durch höhere Steuereinnahmen bedient werden können. |