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Sechster Nahostkrieg - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Hintergründe (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=97) +--- Forum: Krisen, Konflikte und Kriege (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=99) +--- Thema: Sechster Nahostkrieg (/showthread.php?tid=6962) Seiten:
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RE: Sechster Nahostkrieg - Nightwatch - 27.06.2024 Die Zeit realtiver Ruhe im Norden ist wohl wieder vorbei, gab einen massiven Raketenangriff auf Safed Zitat:Approximately 40 rockets were launched from Lebanon into northern Israel on Thursday evening, targeting communities in the Upper Galilee region. The Iron Dome missile defense system intercepted about half of the rockets.https://www.ynetnews.com/article/hja21xs8a#autoplay Zitat: US intel indicates war between Israel and Hezbollah inching closerhttps://www.politico.com/news/2024/06/27/us-intelligence-israel-hezbollah-war-00165338 Erwartungen: Zitat: Cost of conflict for Hezbollah:https://x.com/IsraelRadar_com/status/1806327158643544169 Zitat: https://x.com/InstaNewsAlerts/status/1806041990028759497 Zitat: Guess how many Israeli localities have been depopulated because of Hezbollah attacks since October 8? https://x.com/EylonALevy/status/1806019172570132532 Zitat: The German Foreign Minister carried a message to Beirut stating that Israel is seriously considering expanding the war and that no one in the West will be able to repel it (Al-Akhbar)https://x.com/EndGameWW3/status/1806180958279737714 RE: Sechster Nahostkrieg - KheibarShekan - 29.06.2024 Zitat:Iran envoy to UN: All options on table if Israel wages war on Lebanonhttps://www.presstv.ir/Detail/2024/06/29/728358/All-options,-including-resistance’s-full-involvement,-on-table-if-Lebanon-attacked--Iran Die Gegenseite scheint einen offenen Krieg im Libanon nicht wirklich zu begrüßen und warnt ausdrücklich, den Konflikt dann ebenfalls auszuweiten. Grundsätzlich aber nicht überraschend, dass schon lange nicht mehr nur um lokale Brennpunkte geht und das dürfte Teil der gemeinsamen militärstrategischen Kalkulation der USA und Israel sicher auch sein. Faktisch findet dieser Konflikt ja bereits heute auf dieser größeren auf kalter Ebene statt, er würde dann nur entsprechend offener und direkter geführt werden. RE: Sechster Nahostkrieg - Nightwatch - 01.07.2024 Die IDF hat die Evakuierung von Khan Yunis angeordnet, wmgl gibt es dort bald erneut eine größere Offesnive: https://x.com/IsraelWarRoom/status/1807798676590297274 RE: Sechster Nahostkrieg - Nightwatch - 16.07.2024 Kurze Wasserstandsmeldung, außer regelmäßigen Bombardierungen irgendwelcher neuer Hamas Camps tut sich ja nicht allzu viel Zitat:IDF increasingly certain Deif died in strike, says Hamas fighters in ‘survival mode’https://www.timesofisrael.com/idf-increasingly-certain-deif-died-in-strike-says-hamas-fighters-in-survival-mode/ RE: Sechster Nahostkrieg - Skywalker - 17.07.2024 Zitat:Israel Eilat Port ‘bankrupt’ after months Houthi naval blockade https://www.middleeastmonitor.com/20240716-israel-says-eilat-port-bankrupt-after-months-houthi-naval-blockade/ RE: Sechster Nahostkrieg - Kongo Erich - 19.07.2024 Nach all den kleinkarierten Blicken auf die Auseinandersetzung selbst gibt es jetzt wieder einmal Anlass, die Ursachen der Auseinandersetzung zu betrachten. Der Internationale Gerichtshof hat gerade entschieden: Zitat:Israels Siedlungspolitik verstößt gegen Völkerrechtman kann das natürlich - wie alle anderen Gerichtsentscheidungen - kritisch hinterfragen. Aber es ist immerhin ein starkes Indiz für die These, dass Israel mit seiner Siedlungspolitik dazu beiträgt, dass sich die einheimischen Palästinenser zunehmend in die radikale Abwehrhaltung flüchten. Und die von vielen als "Königsweg" bezeichnete Zweistaatenlösung wird gerade von Israel selbst blockiert. Das führt dann zwangsläufig zu einem "Apartheitsstaat", in dem den einheimischen Palästinensern wesentlich weniger Rechte zugestanden werden, als eingewanderten Angehörigen der mosaischen Religion, die - ich sag es mal provokant - aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit den Anspruch erheben, eine Kolonialisierung der Region vorantreiben zu können. Damit - und nicht mit mehr Rechten bis hin zur Selbstverwaltung - werden radikale Widerstandskräfte gestärkt. RE: Sechster Nahostkrieg - Quintus Fabius - 19.07.2024 Die Zweistaatenlösung wird aber hier und heute inzwischen auch von einer Mehrheit der Palästinenser abgelehnt. Gleichermaßen oder sogar noch mehr als auf israelischer Seite. Da ist längst jeder Zug abgefahren und alles zu spät. Die Zweistaatenlösung hätte vielleicht noch vor dem aktuellen Geschehen eine Chance gehabt (wie gering, kann man diskutieren), aber hier und heute ist das vorbei. Zudem gibt es keine äußeren Mächte welche hier eingreifen würden um dies mit Zwang von Außen herzustellen. Von einer radikalen Abwehrhaltung zu sprechen, halte ich ebenfalls für fragwürdig, auch da ist man längst weit darüber hinaus. Die Palästinenser haben heute keine Abwehrreaktion mehr gegen einen "Fremdkörper", sondern dass ist absolut blinder, rein offensiver eliminatorischer Hass ohne Grenzen. Die Ursachen kann man benennen, sammeln usw. aber das ändert rein gar nichts am Status Quo. Es ist daher irrelevant, wie es dazu gekommen ist, hier und heute muss man mit dem Fakt leben wie es ist. Zitat: eingewanderten Angehörigen der mosaischen Religion, die - ich sag es mal provokant - aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit den Anspruch erheben, eine Kolonialisierung der Region vorantreiben zu können. In diesem Kontext möchte ich mal betonen, dass sehr viele Juden nicht nach Israel eingewandert sind - sondern dass sie in einem völkermörderischen Geschehen von den Muslimen dorthin vertrieben wurden. Es wurden sogar mehr Juden mit Gewalt nach Israel vertrieben als umgekehrt Araber aus Israel fliehen mussten. Zudem sind auch muslimische wie christliche Araber in Israel verblieben und haben sich eben für Israel entschieden. Und stellen heute noch einen bedeutenden Anteil der Bevölkerung. Es gibt auch noch andere Religionen dort, wie beispielsweise die Drusen usw. Die Idee, dass hier einfach Juden eine Kolonisierung betrieben hätten, durch Einwanderung, ist einfach falsch. Die Juden wanderten schon im 19 Jahrhundert dort ein und siedelten dort schon lange bevor Israel entstand und versuchten dort friedlich Land zu erwerben und einfach mit den Arabern zu koexistieren. Dies scheiterte, und dem folgend wurden unzählige Juden aus vielen arabischen Ländern mit Gewalt vertrieben - nach Israel. Durch die Einmischung dieser Juden im Laufe der Zeit stammt heute praktisch ein Gros der gesamten Bevölkerung von jüdischen Flüchtlingen aus dem Irak, Syrien, Jordanien, Ägypten usw usw ab. Die sind also genau so Flüchtlinge wie die palästinensischen Flüchtlinge. RE: Sechster Nahostkrieg - Kongo Erich - 20.07.2024 (19.07.2024, 18:31)Quintus Fabius schrieb: Die Zweistaatenlösung wird aber hier und heute inzwischen auch von einer Mehrheit der Palästinenser abgelehnt. Gleichermaßen oder sogar noch mehr als auf israelischer Seite.warum? (19.07.2024, 18:31)Quintus Fabius schrieb: ...Menschen jüdischen Glaubens gab es kontinuierlich seit der Römerzeit in der Region - auch während der Besetzung durch Kreuzfahrer und nach der Eroberung durch Muslime. Das ist unbestreitbar. Problematisch wurde die Situation erst mit dem Zionismus, einer (Ende des 19. Jahrhunderts entstandene) jüdische Bewegung, die das Ziel hat, einen selbstständigen Nationalstaat für Juden in Palästina (damals einer osmanischen Provinz) zu schaffen. Hauptbegründer war Theodor Herzl (1860-1904). Die Shoah hat dieser Bewegung nachträglich nicht nur massiven "Schwung", sondern auch eine intensive moralische Rechtfertigung gegeben. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die überlebenden Juden in den Lagern der ehemaligen Munitionsfabrik in Geretsried - Wolfratshausen zusammen gefasst und viele davon auf Schleichwegen oder auch mit großen Transporten in das britisch beherrschte Gebiet gebracht. Es handelte sich vor allem um (ost-)europäische Juden aus den Gebieten, die von den Nazis beherrscht waren. Und auch heute noch kommen viele Aussiedler aus dem ehemaligen Gebiet der UdSSR nach Israel. 1948 wurde der Staat Israel gegründet - gegen die Zusagen, die von britischer Seite den einheimischen Arabern gemacht worden waren. Von Beginn an wurde Israel von den meisten Arabern, die in dem Gebiet wohnten, nicht anerkannt. Das ist das Eine. Dass zugleich auch die Auswanderung nordamerikanischer Juden nach Israel kontinuierlich zunahm, ist das Andere. Auch hier handelt es sich zumeist um Menschen, die ihre Abstammung auf europäische Wurzeln zurückführen können - und die mit ihren gesellschaftlichen Werten einen Fremdkörper in der Kultur der Einheimischen (egal welchen Glaubens) darstellen. Die Migration von Menschen jüdischen Glaubens aus arabischen Ländern, aus Äthiopien (als besonderes Beispiel) oder aus asiatischen Regionen ist dagegen marginal. Die heutige israelische Gesellschaft ist wegen der genannten Einwanderungen aus Europa und Nordamerika vorwiegend "westlich" geprägt. Leider auch, was die Intoleranz oder Überheblichkeit der westlichen Zivilisationsgesellschaft gegenüber anderen Kulturen betrifft. Man sieht am Beispiel Israel, welche Folgen es hat, wenn eine örtlich tradierte Gesellschaft ohne Inkulturation von Zuwanderern einer völlig anderen Wertegemeinschaft übernommen wird. RE: Sechster Nahostkrieg - Schneemann - 20.07.2024 Zitat:Problematisch wurde die Situation erst mit dem Zionismus, einer (Ende des 19. Jahrhunderts entstandene) jüdische Bewegung, die das Ziel hat, einen selbstständigen Nationalstaat für Juden in Palästina (damals einer osmanischen Provinz) zu schaffen. Hauptbegründer war Theodor Herzl (1860-1904).Und ganz genau genommen sind sogar die Russen schuld. Denn die Idee, in Palästina eine Heimstätte für die bedrohte Judenheit aufzubauen, entstand - wie du korrekt schreibst - Ende des 19. Jahrhunderts. Und zwar nach massiven Pogromen im Zarenreich, wo ca. 5 Mio. Juden um 1900 lebten, die vermutlich tausende Tote unter der jüdischen Bevölkerung forderten (z. B. in Odessa bzw. im heutigen Moldawien). Über 650 Gesetze in Russland richteten sich alleine und nur gegen Juden. Auch die antisemitische Schmähschrift der "Protokolle der Weisen..." entstand maßgeblich im Zarenreich. Diese antisemitischen Umtriebe im Zarenreich waren u. a. dann auch beim 1. Zionisten-Kongress in Basel im Jahr 1897 einer der gewichtigsten Gründe, weswegen man die Gründung eines eigenen jüdischen Staates als sichere Heimstätte anstrebte bzw. dieses Ziel ausrief. Dass die Russen sich deswegen ständig bzw. seit 1948 auf die Seite der Araber schlugen, könnte also an einem chronisch schlechten Gewissen gelegen haben bzw. liegen. Da die Moskowiter Machthaber aber bzgl. eines schlechtes Gewissens bekanntermaßen recht robust sind, denke ich, dass es vermutlich doch eher andere, geostrategische oder gar auch (in "bester" alter Tradition) antisemitische Gründe gab... Schneemann RE: Sechster Nahostkrieg - Nightwatch - 27.07.2024 Nachdem sich die Lage im Norden zuletzt weniger intensiv gestaltet hat: Zitat: Hezbollah rocket kills 10, including children, injures at least 34 in Majdal Shamshttps://www.ynetnews.com/article/syo004cfya#autoplay (Leider) schent es weiterhin keine israelischen Ambitionen für eine Ausweitung des Krieges auf den Libanon zu geben. Stattdessen führt man den Kleinkrieg gegen die Hamas (erfolgreich) weiter: IDF orders new evacuations for humanitarian zone, hits Hamas HQ in central Gaza school https://www.timesofisrael.com/idf-issues-new-evacuations-for-humanitarian-zone-hits-hamas-hq-in-central-gaza-school/ RE: Sechster Nahostkrieg - Quintus Fabius - 27.07.2024 Erich: Zitat:Menschen jüdischen Glaubens gab es kontinuierlich seit der Römerzeit in der Region - auch während der Besetzung durch Kreuzfahrer und nach der Eroberung durch Muslime. Und wo habe ich das bestritten ?! Ich wies nur daraufhin, dass es eine massive und weitgehend ignorierte Vertreibung von Juden aus muslimischen Ländern nach Israel gab, und dass ist ebenso unbestreitbar. Zitat: Dass zugleich auch die Auswanderung nordamerikanischer Juden nach Israel kontinuierlich zunahm, ist das Andere. Auch hier handelt es sich zumeist um Menschen, die ihre Abstammung auf europäische Wurzeln zurückführen können - und die mit ihren gesellschaftlichen Werten einen Fremdkörper in der Kultur der Einheimischen (egal welchen Glaubens) darstellen. Die Migration von Menschen jüdischen Glaubens aus arabischen Ländern, aus Äthiopien (als besonderes Beispiel) oder aus asiatischen Regionen ist dagegen marginal. Nein war sie nicht. Es wurden aus muslimischen Ländern immense Mengen an Juden mit Gewalt oder sonstigem Zwang vertrieben, unter Verlust von Eigentum und Landbesitz. Und das sind dermaßen viele gewesen, dass Israel dadurch immens und nachhaltig geprägt wurde. Im übrigen beißt sich deine Aussage, dass die Einwanderer einen Fremdkörper darstellten mit der ersten Aussage von dir, dass dort durchgehend Juden gelebt haben. Können also nicht so fremd gewesen sein, wenn sie unbestreitbar durchgehend da waren. Auch und gerade weil so viele Juden als Flüchtlinge aus muslimischen Ländern nach Israel kamen, und zwar ungefähr genau so viele wie umgekehrt muslimische Araber Israel verlassen haben, genau deshalb sind die Israelis zudem eben kein europäischer Staat - sondern viel mehr wie die anderen Völker in dieser Region als wie wir. Zitat:Man sieht am Beispiel Israel, welche Folgen es hat, wenn eine örtlich tradierte Gesellschaft ohne Inkulturation von Zuwanderern einer völlig anderen Wertegemeinschaft übernommen wird. Tatsächlich aber lebten und leben Muslime in Israel, als Teil der israelischen Gesellschaft, ebenso Drusen und Christen und andere. Umgekehrt geht das keineswegs in diesem Ausmaß, nicht mal ansatzweise und genau darin liegt der entscheidende Unterschied zwischen Israel und seinen Nachbarn. Ungefähr 19 % der Bevölkerung Israels sind Nicht-Juden, davon ungefähr 90% Araber und 17% der Bevölkerung Israels sind Muslime. Zeige mir mal einen muslimischen Staat mit 17% jüdischer Bevölkerung jüdischen Glaubens ?! Fakt ist: Israel hat auch nach der Flucht vieler Muslime weiterhin sehr viele Muslime in seinem Staatsgebiet toleriert und sie genau so als Staatsbürger aufgenommen wie neu dazu kommende Juden. Umgekehrt haben die Muslime fast jedwede Juden aus ihren Ländern mit Gewalt vertrieben. RE: Sechster Nahostkrieg - Schwabo Elite - 27.07.2024 Die Hisbollah hat die Golan-Höhen mit 40 Raketen angegriffen und dabei viele zivile Opfer verursacht: https://www.n-tv.de/politik/Viele-tote-Kinder-nach-Raketeneinschlag-auf-Golanhoehen-article25119842.html Merkwürdig daran: Die Hisbollah bestreitet den Angriff. Offenbar war die Tötung von Zivilisten nicht die Absicht und jetzt versucht man die möglichen Folgen zu mildern. Ich nehme an, dass Israel jetzt den Libanon umfassend angreift, bzw. die Hisbollah. RE: Sechster Nahostkrieg - KheibarShekan - 28.07.2024 (27.07.2024, 21:47)Schwabo Elite schrieb: Offenbar war die Tötung von Zivilisten nicht die Absicht und jetzt versucht man die möglichen Folgen zu mildern. Bei den Opfern bzw. Dorf soll es sich um syrische Drusen handeln, also keine jüdischen Siedler. Letztere hätte man wohl am ehesten noch in Kauf genommen, aber so sehe ich den Sinn nicht. Eventuell eine fehlgeleitete Rakete? Der libanesische Drusenführer Walid Jumblatt hat sich jedenfalls demonstrativ auf die Seite von Hisbollah gestellt und u.a. davor gewarnt, dass der "israelische Feind" unter den Volkgruppen des Libanon Zwietracht sähen möchte. Die "Märtyrer" in Gaza, Libanon und Golan würden sich durch nichts unterscheiden, sie wären das Ergebnis "israelischer Aggression". https://thisisbeirut.com.lb/lebanon/276129 RE: Sechster Nahostkrieg - Schwabo Elite - 28.07.2024 (27.07.2024, 19:55)Nightwatch schrieb: (Leider) schent es weiterhin keine israelischen Ambitionen für eine Ausweitung des Krieges auf den Libanon zu geben. Ich vermute, es ist Israel egal, ob die getöteten Kinder Drusen waren, Juden, Eskimos oder Touristen. Sie wurden in Israel getötet, was Israel nicht mehr hinnehmen kann und vermutlich auch nicht wird. RE: Sechster Nahostkrieg - KheibarShekan - 28.07.2024 (28.07.2024, 00:45)Schwabo Elite schrieb: Sie wurden in Israel getötet, was Israel nicht mehr hinnehmen kann und vermutlich auch nicht wird. Beim ersten Teil stimme ich Dir ja bedingt zu. Drusen sind sicher vergleichsweise angenehm in der Konstellation für Israel. Das hat im Libanon "historischen" Kontext. Dass es sich beim einseitig annektierten Golan um israelisches Staatsgebiet handelt, sehen das Völkerrecht, die überwältigende Mehrheit der Vollversammlung und versch. UN Resolutionen anders. Ich würde Deine Aussage in der Form umformulieren, dass es gänzlich egal ist, welchen Vorfall Israel als Casus Belli heranzieht. Davon gibt es ja potentiell genug. Es dürften schon ca. ein gutes Dutzend Israelische Zivilisten durch den Beschuss der Hisbollah ums Leben gekommen sein. Im Libanon, auch wenn das hier natürlich egal ist, sind ebenfalls bereits ca. 100 Zivilisten durch israelischen Beschuss ums Leben gekommen. Ob ein Krieg weiter eskaliert, wo und wie lange ist eine technische Fragestellung, keine Frage der hinreichenden Gründe oder des ob. Israel ist dabei sein Abschreckungspotential einzubüßen. Die müssen etwas tun. |