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Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Europa und der Westen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=89) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=93) +--- Thema: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik (/showthread.php?tid=5869) |
RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - lime - 01.12.2025 (01.12.2025, 19:01)DopePopeUrban schrieb: Mal ganz davon abgesehen, dass das Meinungsbild der meisten Menschen hier wie im EU-Ausland deutlich zu einer vertieften Zusammenarbeit tendiert (Beispielhafte Umfragen hier und hier), Geltendes Recht ist das welches sich die EU-Staaten in ihrer nationalen Gesetzgebung selbst geben. Die EU hofft dass ihre Vorgaben dort umgesetzt werden, passiert dies nicht wird eben versucht Druck auszuüben. Aber sehr viele EU-Vorgaben werden schlicht national ignoriert oder zwar auf dem Papier umgesetzt aber deren Durchsetzung dann nicht oder kaum überwacht. Dies kommt besonders häufig in Ost- und Südosteuropa vor, wo es meines Erachtens auch vordergründig darum geht die EU-Ausgleichszahlungen abzugreifen. Käme es zur konsequenten Umsetzung, wie Du es forderst., würde die Stimmung der dortigen Bevölkerungen ganz schnell noch weiter umschlagen. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - kato - 01.12.2025 (01.12.2025, 20:02)alphall31 schrieb: Nach geltendem recht dürfte die EU auch keine schulden machen , man hat sich nur aus denn einzahlungen der Mitglieder zu finanzieren.Nur weil "gewisse Kreise" der EVP in westmitteleuropäischen Ländern, nachdem sie diesbezüglich überstimmt wurden, anderer Meinung sind, macht das die Corona-Wiederaufbauhilfen des schuldenfinanzierten NextGenarationEU-Fonds nicht "unrechtmäßig". RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 05.12.2025 Zitat:Aufrüstung made in Europe: Europa stärkt eigene Rüstungsindustrie – und irritiert Washingtonkopie hier RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Skywalker - 11.12.2025 Zitat:EU pushes Greece to rewrite SAFE plan after overreach https://turdef.com/article/eu-pushes-greece-to-rewrite-safe-plan-after-overreach RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 11.12.2025 Frist bis 2027 gesetzt: USA drängen Europa offenbar dazu, einen Großteil der NATO-Verteidigung zu übernehmen Das ist ein ehrliches und deutliches Signal, dass die USA die "pax americana" nicht mehr weltweit gewährleisten können. Die USA sehen sich zunehmend einer transpazifischen Rivalität mit China ausgeliefert - und haben zurecht erkannt, dass Russland dagegen ein deutlich leichterer potentieller Gegner, und schon gar kein Rivale mehr ist. Auch, wenn Putin der alten Sowjetmacht nachträumt. Europa hat zudem ein deutlich höheres Potential, es mit einem potentiellen Gegner auf zu nehmen, als die US-Verbündeten in Ostasien gegenüber einem immer stärker werdenden China. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 11.01.2026 Ein hoffnungsvoller Ansatz? Zitat:100.000 Soldaten – EU-Verteidigungskommissar schlägt Gründung europäischer Armee vor RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - alphall31 - 11.01.2026 Solange man keinen Schlussstrich nett die NATO setzen will wäre das nur eine Verzettelung der eh schon knappen personellen Strukturen. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 12.01.2026 nicht zwingend eine Verzettelung Zwei Säulen in der NATO - USA und EU (wobei die Kanadier sich entscheiden können, wo sie sich wegen der Nähe zu Grönland näher anbinden) könnten zu einer Straffung der Organisation führen; wir brauchen zumindest in Europa keine nationalen Streitkräfte mit einer x-fachen Mehrfachstruktur für Beschaffung und und und ... RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - alphall31 - 12.01.2026 Grönland ist allerdings seit 1982 nicht mehr Teil der EU . Da legt man dort auch Wert drauf . Auch wenn es den Status eines autonomen Territoriums Dänemark hat. Das richtige finanzielle Angebot und Status von den USA wechseln die auch ohne Krieg. Wenn es nicht die finanzielle Hürde gäbe wäre Grönland auch schon lange weg von Dänemark. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - emjay - 12.01.2026 Es gibt bisher keine Anzeichen, dass es eine Frage des Geldes wäre. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - EuropeanMind - 12.01.2026 (12.01.2026, 21:26)emjay schrieb: Es gibt bisher keine Anzeichen, dass es eine Frage des Geldes wäre. Ich denke es ist definitiv eine Frage des Nationalgefühls und des Vertrauens. Viele Grönländer wollen Unabhängigkeit und haben mit Dänemark vor allem wegen der Kolonialgeschichte ihre Probleme. Aber das heißt nicht, dass sie Dänemark gegen die USA eintauschen wollen. Gerade, wenn man sich anschaut, wie die USA beispielsweise mit den indigenen Populationen in Alaska umgegangen sind, nachdem sie das gekauft hatten oder wie sie heutzutage Puerto Rico behandeln. Und das Vertrauen, dass die Trump-Regierung (oder die USA) morgen Zusagen noch einhällt, die sie heute gemacht haben, dürfte bei vielen Menschen halt auch nicht so groß sein. Du kannst mir auch fünf Millionen versprechen - wenn ich glaube, dass da potentiell morgen die Militärpolizei vor der Tür steht und mir die direkt wieder wegnimmt, bin ich trotzdem vielleicht eher abgeneigt. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 15.01.2026 (12.01.2026, 21:20)alphall31 schrieb: Grönland ist allerdings seit 1982 nicht mehr Teil der EU . Da legt man dort auch Wert drauf .die EU ist doch erst 1993 durch den Vertrag von Maastricht gegründet worden. Das "nicht mehr" stimmt also nicht, Grönland war noch nie Teil der EU. (12.01.2026, 21:20)alphall31 schrieb: ...Das ist richtig. Und Grönland ist als autonomes Überseegebiet, das zum Königreich Dänemark gehört (Dänemark war 1973 der EWG beigetreten), auch seit der Gründung der EU mit dieser assoziiert - wie vorher schon der EWG. Grönland ist also nicht Teil der EU, aber die Bürger Grönlands sind dänische Staatsbürger. Seine Bürger sind also auch EU-Bürger. Zitat:Die USA halten an ihrem Anspruch auf Grönland fest, eine diplomatische Einigung ist nicht in Sicht. Europa verstärkt seine militärische Präsenz am Polarkreis. Antworten auf zentrale Fragen ...... liefert das Handelsblatt (Kopie hier) Und damit komme ich zurück zum Strangtitel: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Zitat:EU kündigt „europäische Sicherheitsstrategie“ anwas im Übrigen schon seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und spätestens mit Amtsantritt des aktuellen GröPaZ dringend angezeigt gewesen wäre ... aber die EU ist immer erst mit bzw in Folge von Krisen gestärkt worden. Klausel im Fokus Zitat: EU macht im Grönland-Streit brisante Ansage RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - voyageur - 16.01.2026 [NdÜ: Bei solchen Freunden, brauche ich keine .... Es ist der ideal Zeitpunkt diesen Streit wieder anzufachen.] Waffenexporte: Europa will Frankreich seine Kontrolle auferlegen La Tribune (französisch) Das Europäische Parlament möchte der Europäischen Kommission die Befugnis übertragen, die Waffenexporte der Länder der Europäischen Union in Drittländer zu kontrollieren. Brüssel hatte dies gewünscht, bevor Frankreich sich dagegen aussprach. Eine neue Runde zwischen Paris und Brüssel steht bevor... Michel CABIROL Veröffentlicht am 16.01.26 um 06:00 [Bild: https://pictures.latribune.fr/cdn-cgi/image/format=auto,width=1200,height=675/media/melody/2025/09/27/le-rafale-interesse-taiwan-1758966303_fecb8a30b7d8603db8a30b7d8d6db8v_.jpg] Die Rafale, Speerspitze der französischen Waffenexporte. Während sich die Regierung Lecornu in energieaufwendigen und endlosen Haushaltsdebatten ergeht, wird die Souveränität Frankreichs in Brüssel und Straßburg schwer angegriffen. Worum geht es? Das Europäische Parlament will der Europäischen Kommission durch einen Änderungsantrag die Befugnis übertragen, die Kontrolle über die Waffenexporte der EU-Mitgliedstaaten auszuüben. „Die Sicherheitslage erfordert die einheitliche Festlegung von Genehmigungs- und Zertifizierungsverfahren auf EU-Ebene für neue Produktionsanlagen und Ausfuhrgenehmigungen für Verteidigungsgüter“, heißt es in dem kurz vor Weihnachten (22. Dezember) veröffentlichten Bericht über den Vorschlag zur Änderung der Richtlinien 2009/43/EG und 2009/81/EG (Vereinfachung des innergemeinschaftlichen Transfers von Verteidigungsgütern und Vereinfachung der Sicherheits- und Verteidigungsmärkte). Diese Änderung ist eine echte Provokation gegenüber den Interessen Frankreichs, für das die „Ausfuhrkontrolle“ eine Frage von lebenswichtigem Interesse ist. Frankreich ist seit fünf Jahren der zweitgrößte Waffenexporteur der Welt, (weit) hinter den Vereinigten Staaten. Die zunächst von der Europäischen Kommission und anschließend vom Parlament gewünschte Änderung der Richtlinie 2009/81/EG ist jedoch noch nicht endgültig beschlossen. Frankreich kann sich ihr entschieden widersetzen, auch wenn es den Anschein hat, dass es seine Kämpfe in Brüssel zunehmend verliert. Aufgabe der Souveränität durch Frankreich? Lesen Sie auch Rüstung: Der Export ist für die Souveränität Frankreichs von entscheidender Bedeutung Rafale, U-Boote... Der französische Rüstungsexport übersteigt 21 Milliarden Euro Deutschland behindert den Rüstungsexport von Arquus Rüstungsexport nach Riad: Das Diktat Berlins führt London und Paris an der Nase herum Für Frankreich und sicherlich auch für andere Länder wird dieser Text als Verzicht auf ihre strategische Autonomie und Souveränität angesehen werden. Dies wird sich auf ihre Politik im Bereich der internationalen Beziehungen und auf die strategischen Partnerschaften auswirken, die sie mit Drittländern geschlossen haben, wie beispielsweise zwischen Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sollte dieser Änderungsantrag der finnischen Berichterstatter Pekka Toveri (EVP) und Anna-Maja Henriksson (Renew) angenommen werden, würde er ganz pragmatisch die Ambitionen Frankreichs im Bereich des Exports von Waffensystemen bremsen, die in Brüssel nach einer Empfehlung durch ausländische Lobbying-Kanzleien, die in den Fluren der Kommission wimmeln, genehmigt würden. RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - emjay - 16.01.2026 Was bedeutet "NdÜ"? RE: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - Kongo Erich - 17.01.2026 In welchem Kontext? Im medizinischen Bereich steht "NdÜ" für Neurogene Detrusorüberüberaktivität, eine medizinische Bezeichnung für eine Funktionsstörung der Blase, die durch eine Schädigung des Nervensystems verursacht wird und zu unkontrolliertem Harndrang und Urinverlust (Inkontinenz) führt, da der Blasenmuskel (Detrusor) unwillkürlich zusammenzieht. Diese Störung, oft bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Parkinson oder nach Rückenmarksverletzungen auftretend, beeinträchtigt die normale Blasenfunktion und kann unbehandelt Nierenschäden verursachen. |