Erich schrieb:Man darf nicht vergessen, dass Israel als Ministaat mit dem Rücken zur Wand steht und sich große Verluste gar nicht leisten kann. In einem Zustand der militärisch absehbaren Niederlage - nach dem Hisb.-Debakel das ganze in noch größerem Maßstab gegen Syrien - könnten eindeutige Friedensavancen der Syrer auch als rettender Strohhalm verstanden und akzeptiert werden.
Die Geschichte zeigt uns, das Israel gerade so nicht reagiert. Wenn das Land in die Enge getrieben wird wird es zuschlagen und nicht auf Appeasement setzen.
Die Devise "Land für Frieden" gab es nur weil Israel aus einer Position der Stärke heraus Land abgeben konnte.
Das sieht heute mit Syrien ganz anders aus. Man wird angesichts eines drohenden Krieges dem Feind nicht noch eine bessere militärische Ausgangsposition verschaffen. Da halte ich es für wahrscheinlicher, das die Israelis die Sache ausschießen.
Man sollte auch nicht außer acht lassen, das die israelische Position in einem möglichen Krieg gegen Syrien so dramatisch nun auch wieder nicht ist. Die IAF sollte wirklich in der Lage sein die S-300 und mit ihnen die Iskander kleinzukriegen (welche so wahnsinnig gefährlich nun auch wieder nicht sind).
Und dann möchte ich erst mal sehen wie sich die syrische Armee in einem Krieg oder Grenzen und Regeln gegen die Tzahal behaupten kann. Das Krieg führen haben die Israelis nicht wirklich verlernt, aus dem Feldzug 2006 wurde gelernt.
Zitat:Ich frage mich aber - wohl wie Thomas - ob eine solche Einigung nicht auch ohne entsprechende Auseinandersetzungen möglich wäre.
Ein Israeli, mit dem ich auf dem Golan stand sagte darauf angesprochen in etwa: Land für Frieden? Wir hier nennen es anders. Nicht Land für Frieden sondern Land für ein Stück Papier. Wir sollen was Konkretes für ein Versprechen geben. Etwas Konkretes für etwas, das die Araber in einem Augenblick mit einem Schulterzucken wegwischen können. Davon halten wir nichts.
Das war 2005, vor dem Krieg gegen die Hisbollah und vor größeren Spannungen mit Syrien. Ich möchte bezweifeln, dass sich die Meinung dieses Israelis seitdem groß geändert hat.
Genauso möchte ich bezweifeln, das man Israel mit Angriffsdrohungen dazu bringen kann irgendetwas zu geben.
Wenn die Juden aus der Geschichte eines gelernt haben, dann das was der Preis für Appeasement sein kann.
Nasenbär schrieb:Das habe ich mir gedacht
. Ein paar Details würden mich schon interessieren: Wem gehören die Schiffe? Geht es durch den Suezkanal oder ums Kap und durch die Straße von Gibraltar? Haben iranische Flugzeuge Überflugrechte für die Türkei oder Irak?
Vielleicht sollte man das ein wenig anders angehen.
Ist das denn alles illegal? Doch nicht wirklich. Der Iran ist ein souveräner Staat, für Syrien gilt das Selbe. Die dürfen sich Waffen verkaufen wie sie lustig sind. Brisant wird die Sache doch erst wenn Syrien die weiter an die Hisbollah verschachert.
So denke ich mal, das die Waffentransporte auf den effizientesten Weg stattfinden.
Der Iran beauftragt irgendein Transportunternehmen, das die Ausrüstung nach Syrien verschippert. So wahnsinnige Ausmaße dürfte das nicht haben, ein paar große Schiffsladungen in den letzten Jahren.
Das man Raketen oä einfliegen lässt sollte eher die Ausnahme sein. Ist doch furchtbar unwirtschaftlich.
Nasenbär schrieb:Wenn das Angriffsziel wirklich ein Waffentransport für Hisbollah im Libanon waren und die Waffen über das Meer gekommen sind, macht der Ort des Angriffs keinen Sinn.
Dein Link geht nicht.
Egal, ich hab ja schon selber ne Grafik verlinkt.
Du hast schon recht.
Aber wir wissen nicht was genau die Israelis da bombadiert haben. Ich glaube kaum, das es ein 0815-Transport für die Hisbollah war. Das fand in den Monaten nach dem Feldzug 06 im viel größerem Ausmaß statt, die Arsenale sind jetzt wieder ziemlich aufgefüllt.
ME dürfte das ein wichtigeres Ziel gewesen sein. Was genau auch immer.
Ich gehe da mit deiner Vermutung konform, das könnte sehr sensitives Equipment gewesen sein, das absichtlich so weit in den Osten verlegt wurde um es außerhalb der Reichweite der IAF zu halten.
Eine andere Möglichkeit wäre aber, das es für den Irak bestimmt gewesen wäre. Wobei das den Israelis eigentlich herzlich wurscht sein kann.
So gesehen wären Meldungen von einem "iranisch-syrischen Raketenkomplex" der Zerstört wurde glaubhafter als ein Waffentransport.
Der hat in dieser Gegend tatsächlich nichts zu suchen. Mir kann da niemand weiß machen, das die Iraner das Zeugs via Türkei oder Irak nach Syrien bringen.