16.03.2025, 21:20
Und ich kann keinen Laser brauchen wenn ich Multispektralnebel habe, oder wenn neue Oberflächenbeschichtungen die Wirkung des Lasers bei sehr schnell fliegenden kleinen Objekten soweit reduzieren dass von einem Schwarm in dem Zeitfenster in welchem der Laser wirken kann genug durchkommen, und diese sehr flach über den Boden daher kommen, so dass der Laser sie aufgrund Geländehindernissen nicht aufgreifen kann usw. usw. usf. Schere, Stein, Papier, dass wird nie aufhören.
Davon völlig unabhängig richten sich Kanone und Rakete nicht gegen Kleindrohnen, die wird man anders bekämpfen müssen. Sondern dass sind Systeme gegen andere Panzer, gegen feindliche Infanterie usw. Laser hingegen werden 2040+ primär im Bereich C-RAM / Drohnenabwehr vorhanden sein, wo sie zunächst auch hingehören. Denn Laser haben einen wesentlichen Nachteil gegenüber Kanone und Rakete - und den lässt du hier völlig außer Acht: sie wirken nur und ausschließlich nur LOS. Der Kampf wird aber immer weitergehender NLOS geführt werden. Womit Laser in diesem Kampf ein Mittel zur Verteidigung sind, das ja, aber nicht ein Mittel zum Angriff.
Im zukünftigen Kriegsbild wird sich alles wesentliche (!) im NLOS Bereich abspielen. Und darin sind Raketen und Kanonen besser als Laser.
Du denkst dir Kanonen vermutlich zu konventionell, also so wie Kanonen heute. Aber da liegen ebenfalls immense Entwicklungssprünge brach: das reicht von Leichtgaskanonen bis hin zu Flüssigtreibladungen welche in einer Brennkammer zünden, und allerlei anderen Konzepten welche keine heutigen Granaten mehr verwenden bis hin zu Raketen deren KEP mehr MJ erzeugt als eine heutige 130mm usw.
Wenn ich von Kanone und Rakete spreche, meine ich nicht heutige Kanonen und Raketen. Deshalb ist dein Vergleich des Lasers mit dem heutigen falsch, da du ihn stattdessen mit solchen zukünftigen Kanonen und Raketen vergleichen müsstest.
Broensen:
Wenn du meine Strukturen dazu betrachtest, dann gibt es dort "weiter hinten" etliche weitere Drohnen / Raketenverbände, und diese hätten natürlich entsprechend viel einfachere, weniger geschützte Trägersysteme.
Warum aber einen Panzer als Träger für Raketen ? (Raketenjagdpanzer) Die Antwort ist schlicht und einfach, dass der Begriff "vorderste Linie" bereits in Zukunft völlig anders definiert werden muss. Eigentlich sogar schon heute. In vorderster Linie in der Art wie du das hier anreißt, wird zukünftig überhaupt kein Panzer mehr bestehen können, bis der Feind im vorderen Raum ausreichend zerschlagen ist. Und damit meine ich weitgehend.
Es gibt keine vordere Linie mehr, bzw. es wird keine solche mehr geben. Sondern es wird einen transparenten Raum geben. In diesen wirkt die Artillerie (im weitesten Sinne) von außen hinein, also außerhalb dieses Raumes. Es wird aber eben notwendig sein, auch in diesen Raum einzudringen, und dafür benötigt man Panzer. Deren Panzerung und die Zusammenstellung der Panzer muss sich aber gegen die NLOS Bedrohung ausrichten, also primär und vor allem anderen Schutz vor "Artillerie" (im weitesten Sinne) bieten und nicht vor feindlichen Kampfpanzern im LOS Bereich.
Es wird keine Duelle in vorderster Linie mehr geben, dass ist eine völlige Illusion. Und wo (rein theoretisch) solche doch noch möglich wären, aus was für Gründen auch immer, wird man nicht einmal das Risiko eingehen können vorzustoßen, weil dies dann vom Risiko durch weitere in diesen Raum vordringende feindliche Wellen von Drohnen etc vernichtet zu werden viel zu groß ist. Wo der Raum also intransparent ist, haben Panzer in Zukunft nichts zu suchen. Wo er transparent ist, benötigt man sie zum Schutz gegen die "Artillerie" im weitesten Sinne.
Deshalb ein Panzerungskonzept welches vor allem auf einen möglichst guten Rundumschutz und Schutz gegen Drohnen setzt. Und deshalb auch die von mir diesbezüglich vorgestellten Bewaffnungskonzepte.
Und was hindert einen Kampfschützenpanzer daran mit einer zukünftigen Hochleistungs-MK einen Mission Kill zu erzielen indem er zuerst schießt ? Und was hindert einen Raketenjagdpanzer daran zuerst eine Rakete abzufeuern die mehr MJ hat als eine heutige 130mm ? Und was hindert einen Begleitpanzer daran zuerst zu schießen und den feindlichen Panzer so dermaßen vollzuhageln dass er allein dadurch nicht mehr zum Gegenschlag kommt ? Und wohlgemerkt: in Zukunft wird es Kanonen geben, die bei viel kleineren Kalibern immens viel mehr Wirkung haben werden als heute.
Natürlich. Gerade eben deshalb in meiner Struktur so viele zusätzliche de facto artilleristische Einheiten. Aber es wird immer auch die Notwendigkeit geben in den kritischen Bereich "weiter vorne" mit Panzern vorzudringen. Und dieser Bereich ist eben keine HKL mehr, keine Front, keine Linie, keine vorderste Linie, sondern das wird ein relativ breiter Raum sein, in welchem die Panzer ebenfalls weitgehend NLOS kämpfen werden und kämpfen müssen, und in welchem weniger geschützte / einfachere Trägersysteme gar nicht operieren können.
Sehe ich ebenso. Aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Logik, denn auch Raketen, Granaten usw. können in größeren Mengen (schlägt APS) und ohne Lenkung (schlägt EloKa) abfeuert werden und es sind sogar de facto Duell-Raketen möglich, welche einfach geradlinig in das Ziel einschlagen und dies mit einem KEP der vollkommen analog zu dem einer großkalibrigen BK wirkt.
Der Vorteil der BK ist in Wahrheit gar nicht das Duell ! Der Vorteil der BK ist eben nicht die Bekämpfung anderer Kampfpanzer, sondern dass man damit eine immense Bandbreite an Zielen, darunter auch weniger hochwertige Ziele als einen feindlichen Kampfpanzer sehr kostengünstig, effizient und durchhaltefähig bekämpfen kann. Die BK ist vor allem ein Vorteil im Stellungskampf, im Kampf um Schützengräben, Bunker, feindliche MG Nester usw usf. Sekundär (!) kann man mit ihr zudem alle feindlichen Panzer zerstören. Und sie hat eine größere Ausdauer im Feuer. Das sind in Wahrheit die Vorteile der BK.
Dieser Kampf um Stellungssysteme wird aber in Zukunft vollkommen anders geführt werden und sehr weitgehend vom NLOS Bereich dominiert sein. Und die durchhaltefähigkeit erzeugt man ebenfalls NLOS. Für die wenigen sehr speziellen theoretischen Duellsituationen reicht dann das gleiche Arsenal ebenso. Denn diese werden zu selten sein, als dass man dafür eine größere Durchhaltefähigkeit benötigt.
Und in Folge dessen würde ich eben nicht drauf verzichten wollen, dafür auch eine PzK vorzuhalten. Und wenn man das Duell annimmt, dann ist es elementar wichtig, zuerst zu schießen. Und das lässt sich insbesondere dadurch erreichen, dass man mehr effektive Reichweite generiert und/oder sich von der Notwendigkeit einer direkten Sichtlinie löst.
Das ist meiner Ansicht nach ein Widerspruch in sich: du schreibst von Duell (LOS) und dann davon, dass man mehr Reichweite generiert und sich von der direkten Sichtlinie löst. Das ist doch ein Widerspruch was du da schreibst. Das ergibt für mich keinen Sinn.
Die zwingende Schlußfolgerung, dass man mehr Reichweite nutzen muss un dass man sich von der direkten Sichtlinie löst teile ich ja vollständig. Aber in dem Moment in welchem ich dies tue, benötige ich keine großkalibrige BK mehr. Man kann eine solche natürlich so nutzen, aber man muss es nicht. Und wenn man es nicht muss, wozu dann ein Zusatzsystem vorhalten ?!
Davon völlig unabhängig richten sich Kanone und Rakete nicht gegen Kleindrohnen, die wird man anders bekämpfen müssen. Sondern dass sind Systeme gegen andere Panzer, gegen feindliche Infanterie usw. Laser hingegen werden 2040+ primär im Bereich C-RAM / Drohnenabwehr vorhanden sein, wo sie zunächst auch hingehören. Denn Laser haben einen wesentlichen Nachteil gegenüber Kanone und Rakete - und den lässt du hier völlig außer Acht: sie wirken nur und ausschließlich nur LOS. Der Kampf wird aber immer weitergehender NLOS geführt werden. Womit Laser in diesem Kampf ein Mittel zur Verteidigung sind, das ja, aber nicht ein Mittel zum Angriff.
Im zukünftigen Kriegsbild wird sich alles wesentliche (!) im NLOS Bereich abspielen. Und darin sind Raketen und Kanonen besser als Laser.
Zitat:Kanonen und Raketen sind keinerlei Fortschritt zu heute
Du denkst dir Kanonen vermutlich zu konventionell, also so wie Kanonen heute. Aber da liegen ebenfalls immense Entwicklungssprünge brach: das reicht von Leichtgaskanonen bis hin zu Flüssigtreibladungen welche in einer Brennkammer zünden, und allerlei anderen Konzepten welche keine heutigen Granaten mehr verwenden bis hin zu Raketen deren KEP mehr MJ erzeugt als eine heutige 130mm usw.
Wenn ich von Kanone und Rakete spreche, meine ich nicht heutige Kanonen und Raketen. Deshalb ist dein Vergleich des Lasers mit dem heutigen falsch, da du ihn stattdessen mit solchen zukünftigen Kanonen und Raketen vergleichen müsstest.
Broensen:
Zitat:das gehört für mich alles in die Artillerie, nicht unmittelbar in die Panzertruppen. Die brauchen natürlich auch ein paar Drohnen für's Situationsbewusstsein, aber wofür brauche ich einen 50-Tonnen-Panzer in vorderster Linie, damit der dort mit einer Drohne oder Rakete den Feind angreifen kann? Das kann alles von weiter hinten erfolgen und mit einfacheren Trägersystemen als einem MGCS-KPz.
Wenn du meine Strukturen dazu betrachtest, dann gibt es dort "weiter hinten" etliche weitere Drohnen / Raketenverbände, und diese hätten natürlich entsprechend viel einfachere, weniger geschützte Trägersysteme.
Warum aber einen Panzer als Träger für Raketen ? (Raketenjagdpanzer) Die Antwort ist schlicht und einfach, dass der Begriff "vorderste Linie" bereits in Zukunft völlig anders definiert werden muss. Eigentlich sogar schon heute. In vorderster Linie in der Art wie du das hier anreißt, wird zukünftig überhaupt kein Panzer mehr bestehen können, bis der Feind im vorderen Raum ausreichend zerschlagen ist. Und damit meine ich weitgehend.
Es gibt keine vordere Linie mehr, bzw. es wird keine solche mehr geben. Sondern es wird einen transparenten Raum geben. In diesen wirkt die Artillerie (im weitesten Sinne) von außen hinein, also außerhalb dieses Raumes. Es wird aber eben notwendig sein, auch in diesen Raum einzudringen, und dafür benötigt man Panzer. Deren Panzerung und die Zusammenstellung der Panzer muss sich aber gegen die NLOS Bedrohung ausrichten, also primär und vor allem anderen Schutz vor "Artillerie" (im weitesten Sinne) bieten und nicht vor feindlichen Kampfpanzern im LOS Bereich.
Es wird keine Duelle in vorderster Linie mehr geben, dass ist eine völlige Illusion. Und wo (rein theoretisch) solche doch noch möglich wären, aus was für Gründen auch immer, wird man nicht einmal das Risiko eingehen können vorzustoßen, weil dies dann vom Risiko durch weitere in diesen Raum vordringende feindliche Wellen von Drohnen etc vernichtet zu werden viel zu groß ist. Wo der Raum also intransparent ist, haben Panzer in Zukunft nichts zu suchen. Wo er transparent ist, benötigt man sie zum Schutz gegen die "Artillerie" im weitesten Sinne.
Deshalb ein Panzerungskonzept welches vor allem auf einen möglichst guten Rundumschutz und Schutz gegen Drohnen setzt. Und deshalb auch die von mir diesbezüglich vorgestellten Bewaffnungskonzepte.
Zitat:Also wenn ich mich auf diese Mittel der PzAbw verlasse, dann brauche ich keinen Duell-Panzer, da hast du recht. Aber wenn ich mich darauf nicht verlassen will, dann muss mein Duell-Panzer zuerst schießen können.
Und was hindert einen Kampfschützenpanzer daran mit einer zukünftigen Hochleistungs-MK einen Mission Kill zu erzielen indem er zuerst schießt ? Und was hindert einen Raketenjagdpanzer daran zuerst eine Rakete abzufeuern die mehr MJ hat als eine heutige 130mm ? Und was hindert einen Begleitpanzer daran zuerst zu schießen und den feindlichen Panzer so dermaßen vollzuhageln dass er allein dadurch nicht mehr zum Gegenschlag kommt ? Und wohlgemerkt: in Zukunft wird es Kanonen geben, die bei viel kleineren Kalibern immens viel mehr Wirkung haben werden als heute.
Zitat:das natürlich nicht bedeutet, dass nicht trotzdem das Groß der Panzer mit diesen Mitteln ausgeschaltet werden sollte, aber halt eben artilleristisch und nicht durch die Panzertruppen.
Natürlich. Gerade eben deshalb in meiner Struktur so viele zusätzliche de facto artilleristische Einheiten. Aber es wird immer auch die Notwendigkeit geben in den kritischen Bereich "weiter vorne" mit Panzern vorzudringen. Und dieser Bereich ist eben keine HKL mehr, keine Front, keine Linie, keine vorderste Linie, sondern das wird ein relativ breiter Raum sein, in welchem die Panzer ebenfalls weitgehend NLOS kämpfen werden und kämpfen müssen, und in welchem weniger geschützte / einfachere Trägersysteme gar nicht operieren können.
Zitat: Ich erwarte auf mittlere Sicht einen Wettlauf der APS und EloKa mit den ihnen gegenüberstehenden Bedrohungen.
Sehe ich ebenso. Aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Logik, denn auch Raketen, Granaten usw. können in größeren Mengen (schlägt APS) und ohne Lenkung (schlägt EloKa) abfeuert werden und es sind sogar de facto Duell-Raketen möglich, welche einfach geradlinig in das Ziel einschlagen und dies mit einem KEP der vollkommen analog zu dem einer großkalibrigen BK wirkt.
Der Vorteil der BK ist in Wahrheit gar nicht das Duell ! Der Vorteil der BK ist eben nicht die Bekämpfung anderer Kampfpanzer, sondern dass man damit eine immense Bandbreite an Zielen, darunter auch weniger hochwertige Ziele als einen feindlichen Kampfpanzer sehr kostengünstig, effizient und durchhaltefähig bekämpfen kann. Die BK ist vor allem ein Vorteil im Stellungskampf, im Kampf um Schützengräben, Bunker, feindliche MG Nester usw usf. Sekundär (!) kann man mit ihr zudem alle feindlichen Panzer zerstören. Und sie hat eine größere Ausdauer im Feuer. Das sind in Wahrheit die Vorteile der BK.
Dieser Kampf um Stellungssysteme wird aber in Zukunft vollkommen anders geführt werden und sehr weitgehend vom NLOS Bereich dominiert sein. Und die durchhaltefähigkeit erzeugt man ebenfalls NLOS. Für die wenigen sehr speziellen theoretischen Duellsituationen reicht dann das gleiche Arsenal ebenso. Denn diese werden zu selten sein, als dass man dafür eine größere Durchhaltefähigkeit benötigt.
Und in Folge dessen würde ich eben nicht drauf verzichten wollen, dafür auch eine PzK vorzuhalten. Und wenn man das Duell annimmt, dann ist es elementar wichtig, zuerst zu schießen. Und das lässt sich insbesondere dadurch erreichen, dass man mehr effektive Reichweite generiert und/oder sich von der Notwendigkeit einer direkten Sichtlinie löst.
Das ist meiner Ansicht nach ein Widerspruch in sich: du schreibst von Duell (LOS) und dann davon, dass man mehr Reichweite generiert und sich von der direkten Sichtlinie löst. Das ist doch ein Widerspruch was du da schreibst. Das ergibt für mich keinen Sinn.
Die zwingende Schlußfolgerung, dass man mehr Reichweite nutzen muss un dass man sich von der direkten Sichtlinie löst teile ich ja vollständig. Aber in dem Moment in welchem ich dies tue, benötige ich keine großkalibrige BK mehr. Man kann eine solche natürlich so nutzen, aber man muss es nicht. Und wenn man es nicht muss, wozu dann ein Zusatzsystem vorhalten ?!