11.01.2014, 08:46
Ich denke es braucht eine Pause, wir kommen da nicht weiter. Die Diskussion ist an einem Punkt, wo wir nur noch sinnlos aneinander vorbei schreiben.
Zitat:IRGC targeting PKK terrorists
Islamic Revolutionary Guard Corps engaging MOSAD/CIA backed terrorists on the Northwestern borders with Iraq in an area now nicknamed Jafarkhan after the commander of the Saberin special forces unit that fought face-to-face with the terrorists to their last breath.
Iranian units that participated were Fateh 48th brigade and Saberin special forces unit from Tehran. As requested by the commander of Fateh 48th brigade, PKK terrorists retreated with humility from Iranian territories and borders.
Zitat:Islamic Revolutionary Guard Corps engaging MOSAD/CIA backed terrorists on the Northwestern borders with Iraq in an area now nicknamed Jafarkhan
Zitat:July offensive<!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Iran%E2%80%93Iraq_cross-border_raids">http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Iran% ... rder_raids</a><!-- m -->
Iran started its offensive against the PJAK on July 11, after an escelation of PJAK activity in North-Western Iran[1] and began shelling PJAK positions in Northern Iraq on July 16.[16] On July 17, the IRGC killed at least five PJAK members in a raid that destroyed one of the group's headquarters in north-western Iran. PJAK claimed 21 Iranian soldiers were killed in the clashes.[17] Iranian authorities on the other hand confirmed their casualties at 1 killed and 3 injured, while claiming to have inflicted "heavy losses" on the rebels.[18] They announced that they had captured three rebel bases, one of which was identified as Marvan and was said to be the leading PJAK camp in the region.[19]
On July 20, PJAK killed 5 IRGC members and one IRGC commander.[citation needed] IRGC forces killed 35 PJAK fighters and captured several others during clashes on July 25.[8] By July 26, more than 50 PJAK fighters and 8 Revolutionary Guards were reported to had been killed[16] and at least 100 PJAK fighters had been wounded according to Iranian sources,[20][verification needed] while over 800 people had been displaced by the fighting according to the International Committee of the Red Cross.[21] At least 3 civilians were killed.[11] During clashes in the Jasosan and Alotan heights the next day, Iranian forces claimed to have killed over 21 PJAK fighters, confirming that two IRGC forces had been killed and two had been injured during the clashes.[22]
On August 1, at request of the Kurdistan Regional Government, Iran halted its offensive and gave PJAK forces a one month grace period during the Muslim holy month of Ramadan to retreat all their forces from Iranian territory.[23]
...
On September 29, 2011, Iranian sources reported that PJAK officially surrendered with 180 deaths and 300 injured,[2] accepting Iranian demands of retreating one mile from the Iranian border and ceasing armed operations.[46] Iranian ambassador to Iraq Hassan Danaei-Far declared that they had cleared all areas of PJAK activities and that they had reached an agreement with the Iraqi central government and the Kurdistan Regional Government, in which they vowed to keep the border peaceful.[3]
In October 2011, President of Iraqi Kurdistan Massoud Barzani stated that the border between Iran and Iraqi Kurdistan would from now on be safe, after an agreement with PJAK.[4] It was however clear that PJAK withdrawal was made for redeplyment purposes along the Iran-Iraq border. The cease-fire collapsed on late December 2011, when a clash in Baneh between IRGC resulted in mortal casualties.
Quintus Fabius schrieb:Genau genommen schreiben wir nicht aneinander vorbei: wir beharren nur absolut auf unseren jeweiligen Standpunkten, weshalb es natürlich nie enden würde.Stimmt. Ich würde diese Konflikte wenn es möglich ist, meiden. Oder halt auch abziehen wie ein IKRK wenn sich die Partei die man unterstützen möchte, so wenig kooperativ und initiativ zeigt. Es macht einfach keinen Sinn wenn kein echter Wille in der eigenen Bevölkerung zur Korrektur ersichtlich ist. sollen sie es selber lösen ... denke es braucht auch den Druck eines vorzeitigen Abzugs.
Zitat:Und da du meine Strategie grundsätzlich ablehnst, stagniert dass ganze natürlich. Noch darüber hinaus verwenden wir verschiedene Definitionen und noch eins drauf: sehen wir den Feind moralisch/ethisch verschieden.Wenn ich jemandem helfe, muss dessen Willen zur Selbsthilfe klar ersichtlich sein. Wenn das nicht vorhanden ist, und der frischfröhlich die Fronten wechselt, dann muss man abziehen und keinen Partisanenkrieg führen.
Zitat:Eine Analyse von Mattis (einem General des USMC der im Irak im Bereich CI wie CT sehr erfolgreich war) zeigt auf: dass die besten Counterinsurgenten viel Zeit mit Reden zubrachten. Die erfolgreichen Offiziere und Truppen unter ihrem Kommando die große Erfolge in der Bekämpfung sowohl von Terroristen als auch von Aufständischen hatten, verbrachte alle ohne Ausnahme viel Zeit damit, mit den Einheimischen zu reden.Dem würde ich zustimmen. Da müsste man als Erstes die Sprache schnell und effizient erlernen, damit man selbst auch ein paar Sätze reden kann und nicht ständig auf einen Dolmetscher angewiesen ist. Dafür braucht es Geld. Die Kommunikation ist sicher wichtiger als eine Kalibervergrösserung beim Sturmgewehr.
Zitat:1 maximale FlexibilitätUnd Nachhaltigkeit
Zitat:2 sehr straffe Disziplin der eigenen Truppen durch eine sehr strikte FührungAm Ende zählt was gemacht wird, die Führung ist wichtig, wird aber generell stark überbewertet. Wenn du führst ist noch nichts ausgeführt. Das Entscheidende ist das was auf dem Platz geschieht.
Zitat: Es macht einfach keinen Sinn wenn kein echter Wille in der eigenen Bevölkerung zur Korrektur ersichtlich ist.
Zitat:denke es braucht auch den Druck eines vorzeitigen Abzugs
Zitat:Wenn ich jemandem helfe, muss dessen Willen zur Selbsthilfe klar ersichtlich sein. Wenn das nicht vorhanden ist, und der frischfröhlich die Fronten wechselt, dann muss man abziehen
Zitat:das sind die Schlagwörter die nichts bringen, man muss konkret Sachen bestimmen was zu machen ist.
Zitat:die Führung ist wichtig, wird aber generell stark überbewertet. Wenn du führst ist noch nichts ausgeführt. Das Entscheidende ist das was auf dem Platz geschieht.
Phantom schrieb:Da müsste man als Erstes die Sprache schnell und effizient erlernen, damit man selbst auch ein paar Sätze reden kann und nicht ständig auf einen Dolmetscher angewiesen ist. Dafür braucht es Geld.
Quintus Fabius schrieb:Die Bevölkerung ist völlig irrelevant. Es zählen meiner Meinung nach nur die Eliten. Ich kann aber deiner Aussage dahin gehend zustimmen, dass zumindest ein Teil der Eliten einen echten Willen an unserer Seite zu stehen haben muss, wenn man erfolgreich sein will.
Shahab3 schrieb:Dafür braucht es Geld? Dieses Argument kommt von Dir? :roll:Was bitte ist dein Problem? Ich sag ja dass ich es als sinnvoll erachte (muss vielleicht auch mal den Zusammenhang lesen). Man muss die benötigten Mittel bereitstellen und halt nicht jede im Arsenal befindliche Waffe durch ein grosskalibrigere Variante ersetzen muss. Es kostet alles und es gibt nur einen Topf aus dem man sich bedienen kann.
Zitat:Ein VHS Kurs z.B. Dari A1 im Umfang von ca. 20UE kostet ca. 100 Euro inkl. Lehrbuch.Damit hast du doch keine Sprache gelernt, da kannst du dich vielleicht als Clown profilieren. Ausbildung ist nie günstig, in erster Linie ist es natürlich der Arbeitsausfall der die Produktivität schmälert und die Kosten erhöht.
Zitat:Der Anschaffungspreis einer Heron Drohne liegt bei 10.000.000 Euro. Daraus folgere ich, dass man für den reinen Anschaffungspreis nur eines einzigen dieser UAV, mindestens 100.000 Soldaten in den Sprachkurs Dari A1 schicken kann, oder 50.000 auf Level A2/B1 oder immernoch hunderte Soldaten auf annähernd muttersprachliches Niveau bringen.Du glaubst ja selbst nicht, dass du dich mit 200 Euro auf annähernd muttersprachliches Niveau bringen. Du bist doch in der Zeit völlig unproduktiv, das kostet den Staat ... du könntest durch diese x-Mannstunden Ausfall, x-Soldaten einsparen. Das ist doch nicht nur dieses Sprachbüchlein und die VHS-Kassette, eiei. In der Zeit wo du übst, kannst du nicht produktiv sein = diesen Stundenlohn musst du 1:1 rechnen. Auch der Quintus vergisst immer seinen Lohn, seine Pension, Unterkunft, Ausrüstung ... alles was der Staat für einen Soldaten zahlen muss. Sicher über 200'000 Euro im Jahr.
Zitat:Die reinen Entwicklungskosten der amerikanischen Predator Drohne betrugen >2.000.000.000 Euro. Zugegeben hinkt der Vergleich in der Sache, aber das ist sicher keine grundsätzliche Frage des Geldes.Nein der Vergleich hinkt nicht, man muss diese Dinge immer durchrechnen, völlig legitim! Wegen Prototypendrohnen die nie oder nur in Kleinserien gehen, lohnt sich die Geschichte einfach nicht. Da wäre die Bodenaufklärung, halt mit mehr Infanterieverlusten sicher deutlich günstiger und effektiver. Kann man aber aus einer grösseren Serie Maschinen kaufen, entfallen ein Grossteil der horrenden Entwicklungskosten und man hat unter dem Strich mit den UAVs ein besseres Gesamtresultat (weniger Verluste / mehr Motivation / vielleicht sogar die geringeren Kosten durch die geringeren Verluste) für die eigene Truppe.
Zitat:Die Bevölkerung ist völlig irrelevant. Es zählen meiner Meinung nach nur die Eliten. Ich kann aber deiner Aussage dahin gehend zustimmen, dass zumindest ein Teil der Eliten einen echten Willen an unserer Seite zu stehen haben muss, wenn man erfolgreich sein will.Meiner Meinung nach, ist das Volk durch die Medien, Smartphones unabhängiger denn je von einer elitären Ideologie. Das zeigen die ganzen Protestbewegungen in Nordafrika, die Bürger sind viel aufgeklärter als früher. Afghanistan ist sicher untypisch, weil dort die überwiegende Mehrzahl auf dem Land lebt und weitestgehend abgeschnitten von unabhängiger Presse ist. Deshalb haben die "local Heroes" vermutlich auch einen derart hohen Einfluss.
Zitat:Dies sehe ich gerade im assymetrischen Krieg anders. Die Führung ist im assymetrischen Krieg wesentlich. Die Ausführung hängt dort ebenfalls stärker von der Führung ab als in anderen Bereichen.Ich vergleich das immer mit einem Fussballteam. Die erfolgreichsten Teams sind die, bei denen die Stars auch nach hinten für die Defensive arbeiten. Wenn du 11 hast die sich auch darum kümmern, dass du keine Tore erhältst, dann hast du die grösste Chance zu gewinnen. Und ausgehend von dem Ziel welches sich das Team zwingend setzen muss, gibt es dann die einzelnen Aufgaben die ausnahmslos jeder Spieler zu erledigen hat. Und so ist es auch beim Militär, du kannst jeden Tag ohne Ende "führen", wenn du die Logik hinter deinem Tun nicht vermitteln kannst, bist du dauernd am Schreien/"Führen".
Zitat:Das was auf dem Platz geschieht, ist im assymetrischen Krieg mehr als in anderen Dingen ein Produkt der Führung und wird daher entscheidend von ihr beeinflusst.Die Mechanismen sind einfach, da brauchst du kein Guru sein. Die Fühungskräfte sind in meinen Augen völlig überbewertet, würden sie vermehrt ihr Ziel einer Aktion erklären, würde es gescheiter kommen. Ich bin eher der Meinung dass viel zu viel geführt und zu wenig Absicht/Ziel erklärt wirkt. Wenn man die Ziele einer Aktion erklärt, ergibt sich für den Soldaten in der Regel auch das sinnvolle Verhalten. Führung ist häufig ein reiner Akt der Selbstbefriedigung ... die Hälfte der Hierarchien könnte man problemlos abschaffen, das Resultat wäre ganz bestimmt besser.
Zitat:Ich bin eher der Meinung dass viel zu viel geführt und zu wenig Absicht/Ziel erklärt wirkt. Wenn man die Ziele einer Aktion erklärt, ergibt sich für den Soldaten in der Regel auch das sinnvolle Verhalten.
Zitat:Führung ist häufig ein reiner Akt der Selbstbefriedigung ... die Hälfte der Hierarchien könnte man problemlos abschaffen, das Resultat wäre ganz bestimmt besser.
Zitat:Afghanistan ist sicher untypisch, weil dort die überwiegende Mehrzahl auf dem Land lebt und weitestgehend abgeschnitten von unabhängiger Presse ist. Deshalb haben die "local Heroes" vermutlich auch einen derart hohen Einfluss.
Quintus Fabius schrieb:Aber auf allen Ebenen ist die Vermittlung der Logik hinter dem Tun gerade eben ein wesentlicher Teil der Führung! Gerade das macht gute Führung aus, ist Führung, die Logik zu vermitteln. Wo die Logik nicht vermittelt wird, sondern nur befohlen wird, da wird gerade eben schlechter geführt.Seh ich gleich. Was ich aber früher immer erlebt hab, ist leider pausenloses Mikromanagement.
Zitat:Auch im Irak oder in Lybien haben die Stammesführer mehr zu sagen als du denkst, während umgekehrt die Afghanen viel besser informiert sind als du glaubst.Wenn du keine Presse aus vielen Quellen hast, kannst du nicht gut informiert sein. Und bezüglich Stammesführer ist es eben grad ein Problem, dass die so viel zu sagen haben. Du musst dich bei deiner Doktrin immer bei einem Local Hero einschleimen, damit du überhaupt Aussicht auf Erfolg hast. Es ist besser wenn sich die Bevölkerung selber eine Meinung bildet und nicht ein bestechlicher Vertreter-Clown der je nach Begünstigung die Seite wechselt.
Zitat:Sollte dort eine freie Presse die reine ungefilterte Wahrheit berichten (Vietnam)?Sicher ein schwieriges Thema, denn man kann über einen Krieg auch sehr einseitig berichten. Auf der anderen Seite müssen Skandale wie Abu-Ghuraib aufgedeckt werden. Ich denke Pressefreiheit ist notwendig.
Zitat:Und hier vertrete ich eine Meinung gegen den derzeitigen Trend: meiner Ansicht nach sollten wir als COIN Betreibende immer und absolut die Wahrheit verkünden und diese auch durch eine frei im Einsatzgebiet agierende Presse explorieren lassen. Ich will später auch noch erklären warum.Denk ich auch, hier ist es gleich wie mit der Führung. Wenn man die Logik auch hinter dem Leid was man selbst verursacht, täglich mit einer Pressestelle erklärt, dann ist es der bessere Weg. Man muss auch Verständnis für ein Mass an Kollateralschaden erarbeiten. Einfach nichts zu sagen, respektive permanent das chirurgische Präzisionsmärchen runterbeten, ist sicher nicht der richtige Weg.