29.11.2006, 06:38
Zitat:Rassismus ist eher das, was die Araber den Afrikanern angetan haben und zum Teil noch immer antun. Wer hat denn als erstes Schwarzafrikaner als "minderwertig" abgestempelt und gezielt versklavt, dies sogar aktiver als die Europäer?Was hat das Thema bitte mit dem Sklavenhandel im Mittelalter zu tun?
Ist also derbst :ot: aber nur so für die Bildung:
Schätzungen gehen von 12 Millionen von Europäern und 6-17Millionen von den Arabern verschleppten Schwarzarfikanern aus. Auch haben sich die Schwarzafrikaner selbst an diesem Handel rege beteiligt, aber das führt hier zu weit.
Dein Punkt ist mir in diesem Kontext jedenfalls nicht klar, aber wenn einem sonst nichts zu der Sache (Israel/Palästina) einfällt, Herr Ex-Mod dann schweifen wir gerne mal ab, was?

Zitat:Aber Rassismus-Beschuldigungen kommen eben halt propagandistisch einfach besser an, auch in Europa.Richtig. Nur dass die Juden/Israelis... da aus Gewohnheitsrecht und Kalkül am lautesten brüllen. Als Pali, Sinti, Roma, sonstwer...hat man auch garnicht annähernd die Mittel, also den Einfluss, die Lobby und letzendlich die Macht* derart wahrgenommen zu werden.
*Die "Macht" legitimes Opfer sein zu können ist in Legitimationsfragen im Rahmen kriegerischer Handlungen immer ziemlich ausschlaggebend gewesen. Pearl Habour, USS Main 1896 "Denkt an die Maine - Zur Hölle mit Spanien!", World Trade Center, ..die Palis, Al-Kaida, die Israelis machen es ganz genauso. Man muss nur die Macht und den Einfluss aufbringen dies in entsprechendem Maß zu verkaufen. Dafür braucht man Macht und Einfluss. Die Sintis&Romas und Schwarzafrikaner, Indios, ... gucken da eben in die Röhre.
Und so kommt es auch zu dieser für meine Augen amüsanten Randerscheinung, dass man sich plötzlich (nach 3000 Jahren) Sorgen um die Juden im Iran macht. Da wurden Pressemeldungen lanciert nach denen iranische Juden Davidsterne tragen müsste usw usf...nichts von dem ist wahr. Das Ahmadinejad sich sogar genötigt sah Geld für das jüdische Krankenhaus in Teheran zu spenden, wir hier garnicht mehr berichtet, na wozu auch hä?!?
Die Israelis wissen um ihre Medienmacht in Diskriminierungsfragen. So wurden die Schweden des Antisemitismus beschuldigt, als sie sich weigerten mit der israelischen Luftaffe eine Übung abzuhalten, aus Protest gegen die Politik des "Landes". Von der wahren Diskriminerung die die Araber in Israel erfahren lenkt man geschickt ab. Stattdessen sind die legitimen Opfer in den Medien meist die Bürger einer illegal errichteten Siedlung, denen eine Kassam das geliebte Sofa zerstört hat. (so jedenfalls kürzlich im ZDF? Mittagsmagazin) Dass bei der israelischem Militäraktion in den Wochen zuvor ca 120 Palästinenser getötet wurden und eine unbestimmte Zahl von Häusern, Autos, Infrastruktur zerstört wurde bleibt auf dem ersten Blick im Verborgenen. (jaja..natürlich sind die Palis wieder selber Schuld an dem Schlamassel

Aus der (vermeintlichen) historischen Verpflichtung bzw Verantwortung heraus, ziert man sich insb. in Europa die israelische Führung zurecht zuweisen. Bzw ganz so ist es ja garnicht mal. Verbale verurteilungen gibt es ja genug. Nur werden entsprechende Resolutionen des Sicherheitsreits regelmässig von den USA blockiert und trotzdem ist Israel alleiniger Weltrekordhalter in der Missachtung beschlossener Sanktionen! Auch das ist eine Tatsache. ABER es unternimmt niemand etwas. Weil den Juden darf man nichts mehr böses...:pillepalle: Und so geht die Rechnung aus Einluss, Antisemitismus-Heulerei und Militärmacht eben auf. So kann dieser "Staat" ohne Gegenwind tun und lassen was er will. Er geniesst weitestgehende Narrenfreiheit und tritt jegliches internationales Recht ungestraft mit Füßen. Schön für Israel. Unschön für die Araber.
Also auch wenn sie, die zionistischen Juden, heute selbst diejenigen sind, die die Diskriminierung zur Staatsdoktrin ernannt haben (damit meine ich nicht speziell die Militäraktionen sondern die Alltagssituation), so impliziert jede Aktion und Äusserung gegen sie eine vermeintliche Unterdrückung oder Missachtung von Juden. Eine Ironie des Schicksals, wenn man so will.
Das ist eine mehr oder weniger rationale sich an Tatsachen orientierende Feststellung, Analyse, auch wenn man meine Meinung insgesamt dazu nicht teilen muss.
Somit darf Dir trotzdem gefallen was die Israelis so tun, da bist Du ja nicht alleine. Nur ändert das nichts an dieser Feststellung und der Lebenssituation derer die darunter derzeit zu leiden haben. Nein da musst Du auch kein Mitleid aufbringen. Aber die Situation und Ursache/Wirkung kann man versuchen intellektuell zu begreifen. Aber auch das kann man bleiben lassen...<räusper>
