Nightwatch schrieb:....
Weiterhin, das die öffentlich Rechtlichen Sender alles andere als ausgewogen über Israel berichten stammt nicht von mir. Auch wenn es jeden einigermaßen objektiven Zuschauer ins Gesicht springen müsste, darüber wurden schon Studien erstellt und veröffentlicht.
Beispielsweise das Forschungsinstitut Media Tenor im Auftrag von Bild am Sonntag:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bild.de/BTO/news/aktuell/2006/08/06/nahost-konflikt-hisbollah-raketen-tel-aviv/hg-ard-zdf.html">http://www.bild.de/BTO/news/aktuell/200 ... d-zdf.html</a><!-- m -->
...
:lol: dass Du schon die berüchtigte "BILD-Zeitung" heranziehen muss, um Deinen Quatsch loszuwerden ("jeder, der Dir nicht nach dem Mund redet ist nicht ausgewogen") verwundert nicht mehr.
Dazu könnte ich jetzt genauso polemisch mit <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.anis-online.de/mediendatenbank/2006/060805.htm">http://www.anis-online.de/mediendatenba ... 060805.htm</a><!-- m --> anworten:
Zitat:...
Realsatire. Das Springer-Propagandablatt untersucht die Ausgewogenheit der Medien hinsichtlich Israels. Man kann sich vorstellen, was dabei herauskommt:
...
Es spielt keine Rolle, was vor Ort passiert, es geht nur darum, wie Israel dargestellt wird: "Besonders kritisiert Media Tenor die für die Medienwirkung wichtige Fragestellung Täter/Opfer. Im Bericht heißt es: 'Täter ist in erster Linie Israel, Opfer in erster Linie die Zivilbevölkerung im Libanon.'"
...
- und ich könnte jetzt auch genüsslich aus dem Internet <!-- m --><a class="postlink" href="http://bloomerized.blogspot.com/2006/08/mediatenorbild-vs-ardzdf.html">http://bloomerized.blogspot.com/2006/08 ... rdzdf.html</a><!-- m -->
über
"MediaTenor/Bild vs. ARD/ZDF" zitieren.
Aber mir gehts nicht um Polemik. Mit gehts um Seriosität und Wahrheit.
Und deshalb - einige andere Untersuchungen (mit etwas mehr Qualität):
Medienforschung/IFEM in Köln
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bpb.de/files/EGYUH2.pdf">http://www.bpb.de/files/EGYUH2.pdf</a><!-- m -->
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www1.bpb.de/publikationen/QCA98W,0,Nahostberichterstattung_in_den_Hauptnachrichten_des_deutschen_Fernsehens.html">http://www1.bpb.de/publikationen/QCA98W ... ehens.html</a><!-- m -->
Zitat:bpb-Studie
Nahostberichterstattung in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens
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Inhalt
Die bpb-Studie zur Nahostberichterstattung untersucht das Bild vom Nahen Osten in den Hauptnachrichten der vier größten deutschen Fernsehsender ARD/Das Erste, ZDF, RTL und SAT.1. Die Studie beschreibt die Entwicklung der Berichterstattung quantitativ, strukturell und inhaltlich.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www1.bpb.de/publikationen/HOUWSK,0,Zusammenfassung_und_Fazit.html">http://www1.bpb.de/publikationen/HOUWSK ... Fazit.html</a><!-- m -->
Zitat:Zusammenfassung und Fazit
Die Analyse der wichtigsten Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens führt zu einem Nahostbild, das von den tagesaktuellen Ereignissen und den Formatregeln der Fernsehnachrichten geprägt wird. Filtert man alle Nahostbeiträge der Jahre 1999 bis März 2002 aus den heterogenen Nachrichtensendungen heraus und betrachtet sie in chronologischer Abfolge, entsteht im Zeitraffer ein überaus ereignisreiches prozessuales Bild der langfristigen Entwicklung.
...
In der gesamten Nahostberichterstattung lassen sich nur selten explizite journalistische Bewertungen feststellen, aus denen eine parteiliche Positionierung zugunsten einer Konfliktpartei begründet werden könnte. Die Journalisten bleiben selbst überwiegend neutral und neutralisieren zitierte Wertungen der Konfliktgegner, indem sie meist beide Konfliktseiten kontrovers präsentieren.
...
Unterschiede zwischen den Sendern lassen sich am ehesten darin erkennen, dass ARD und ZDF nicht nur wesentlich umfangreicher, sondern auch politisch differenzierter und mit mehr Hintergrund berichten als RTL und SAT.1. Auch erscheint die Präsentation in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten zurückhaltender und weniger dramatisch.
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und für diejenigen, die nicht die komplette Studie anschauen wollen eine kurze Zusammenfassung (auch nicht von mir):
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www1.bpb.de/presse/RFC4EM,0,Zur_Studie_NahostBerichterstattung_in_den_Hauptnachrichten_des_deutschen_Fernsehens.html">http://www1.bpb.de/presse/RFC4EM,0,Zur_ ... ehens.html</a><!-- m -->
Zitat:...
Zu der Studie kam es vor allem wegen des von der israelischen Botschaft geäußerten Verdachts, dass die deutschen elektronischen Medien tendenziös über den Nahostkonflikt berichteten und dass insbesondere die Position Israels in diesem Konflikt einseitig bewertet würde. Um dieser Frage einmal auf den Grund zu gehen, haben wir uns entschieden, eine empirisch fundierte Analyse in Auftrag zu geben, und haben uns dann, nach entsprechender Recherche, für das Institut für empirische Medienforschung/IFEM in Köln entschieden. Die Befunde der Studie waren erstaunlich: Es gab in der Wortberichterstattung eine ausgewogene Darstellung in den Hauptnachrichten von ARD, ZDF, RTL und SAT1 zu dieser Thematik im untersuchten Zeitraum 1999 bis März 2002. Das ist sowohl semantisch als auch inhaltlich ausgewertet worden. ...
ich will aber nicht verschweigen, dass es Kritik an der Untersuchung gibt:
Nur - die Link-Adressen sagen schon, von wem die Kritik stammt - und da zweifle ich jetzt an der Ausgewogenheit:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.segne-israel.de/grundkurs/medien/medien.htm">http://www.segne-israel.de/grundkurs/medien/medien.htm</a><!-- m -->
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.talmud.de/cms/Den_Bildern_misstrauen_D.113.0.html">http://www.talmud.de/cms/Den_Bildern_mi ... 113.0.html</a><!-- m -->
ach ja - und die Muslime misstrauen den von mir bevorzugt angegebenen Quellen genauso (ein Beleg für Ausgewogenheit ?)
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www1.bpb.de/veranstaltungen/TA25DZ,0,Plenumsdiskussion.html">http://www1.bpb.de/veranstaltungen/TA25 ... ssion.html</a><!-- m -->
Zitat:"Es gibt sowohl Palästinenser als auch Israelis, die die deutsche Berichterstattung für nicht objektiv halten." Auf Grund dieser Einschätzung der israelischen Botschaft ließ die Bundeszentrale für politische Bildung eine Studie erarbeiten, die ein solches Urteil überprüfen sollte.
...
Der Autor der Studie, Dr. Udo M. Krüger, kam zu dem Ergebnis: Agenturen und Fernsehsender lieferten weltweit ähnliche Nachrichten. Daran ließe sich erkennen, dass deutsche Journalisten nicht eine Seite bevorzugen wollten. "Sie halten sich ganz konsequent an die Ereignisse," sagte Krüger. "Ich würde der deutschen Berichterstattung Professionalität zusprechen, aber keine Parteilichkeit."
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.migazin.de/2009/09/18/studie-muslime-misstrauen-den-euroaischen-mainstream-medien/">http://www.migazin.de/2009/09/18/studie ... am-medien/</a><!-- m -->
Zitat: Studie
Muslime misstrauen den europäischen Mainstream-Medien
Redaktion | 18. September 2009
Unter muslimischen Mediennutzern ist das Misstrauen gegenüber der Objektivität und Ausgewogenheit der Mainstream-Medien gewachsen. Dies ist das Ergebnis eines Pilotforschungsprojekts, die das Mediennutzungsverhalten von Muslimen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien untersucht hat.
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Und abschließen eine Stellungnahme des Institut für Medienverantwortung, Erlangen
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/10_Nahostberichterstattung.pdf">http://www.medienverantwortung.de/wp-co ... attung.pdf</a><!-- m -->
Zitat:... Eine neutrale Analyse zur Nahostberichterstattung gibt es nicht. Während etwa der Medientenor behauptet, die Israelberichterstattung sei vor allem antiisraelisch, behauptet die Glasgow University Media Group genau das Gegenteil.
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Am meisten reliabel scheint mir die Studie der Bundeszentrale für politische Bildung zu sein, denn sie nimmt einen langen Zeitraum als Untersuchungsgrundlage und betrachtet den Prozess, in dessen Verlauf sich die Berichterstattungsschwerpunkte verschieben.
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Aber du hängst ja derart am Tropf israelischer Medien das dir derartiges nie in den Kopf gehen wird.
Ach ja, noch ein kleines Bonmot am Ende:
Die
Jüdische Zeitung schreibt: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1888.html">http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1888.html</a><!-- m -->
Zitat:Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost
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Wir fordern
• Ein Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens!
• Ein Ende der Besatzung!
• Keine deutschen Waffen nach Israel und in den Nahen Osten!
• Keine Lieferung von deutschen Dolphin-U-Booten und Kriegsschiffen nach Israel!
• Freiheit für den gewaltfreien palästinensischen Aktivisten Mohammad Othman und alle anderen palästinensischen politischen Gefangenen in den israelischen Gefängnissen.
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So, und jetzt abschließend nochmal zu den internationalen Kontalten christlichen Kirchen, insbesondere zur von mir zitierten katholischen Kirche:
1. Von denen kann niemand "Islamismus" behaupten.
2. Die Kirchen sind international tätig. Es gibt Kirchenglieder und Bischöfe in jedem Staat - derem Meldungen laufen gebündelt im Vatikan zusammen. Wo - wenn nicht dort - gibt es umfassendere Informationen von allen Seiten und aus erster Hand?